Thomas wird siebter der Eisschnelllauf-Masters-WM


Bei Masters-World-Games im Eischnelllauf (kurz Masters-WM) im norwegischen Bjugn belegte Thomas Rumpf nach drei Läufen noch Rang acht unter 12 Startern aus vier Nationen. Im abschließenden 5000 m-Rennen überraschte er mit einem fünften Rang und schob sich auf den siebten Platz nach vorn.
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Bjugn, Tag 5

Nachdem sich der Orkan gelegt hat, kam der Schnee. Heute Morgen auf Weg zur Halle begann es zu schneien, am Mittag lagen lockere 10 cm Schnee auf meinem Auto. Entsprechend kalt war es dann auch in der Halle mit 3°C. Zunächst waren die Frauen mit ihren 3000 m an der Reihe und ich durfte den Coach spielen. Katrin und Anke (aus Hamburg) in der AK50 holten sich die Ränge vier und fünf. Bei Imke war es spannender. Sie hatte 10,5 s Vorsprung gegen eine starke Langstrecklerin. Am Ende schaffte sie es nur drei Sekunden einzubüßen und wurde Weltmeisterin. Reinhold konnte zwar den vor ihm platzierten Läufer schlagen, aber es reichte nicht mehr um die 2,5 s Rückstand aufzuholen.
Dann kam ich an die Reihe. Die Aussichten waren klar, nach vorn und hinten jeweils 20 s Abstand. Bei einem ordentlichen Lauf kann nichts mehr passieren und zu holen war unter den Voraussetzungen auch nichts mehr. Mein norwegischer Gegner war ein alter Bekannter vom letztjährigen Master-Cup in Berlin. Nach einem guten Start kam ich auf der Wechselgeraden genau zwei Meter hinter meinem Gegner aus der Kurve und durfte mich erst einmal in seinem Windschatten ausruhen. Leider klappte das Mannöver zwei Runden später nicht noch einmal, da ich inzwischen auch auf der Wechselgeraden Vorsprung hatte. Ungewollt zwang ich meinen Gegner mir Vorfahrt gewähren zu müssen, dafür bekam er meinen Windschatten. Anschließend wurde es ein einsames Rennen. Aber zum Glück hat man ja Freunde dabei, die um die Strecke postiert hatten und mir richtig einheizten. Meine Rundenzeit hatte sich bei 40,x eingependelt, zwar etwas langsamer als geplant, dafür konstant. Die Anfeuerung wurde immer enthusiastischer, „das schaffst Du!“ usw. Was soll ich schaffen? Vor meinem Gegner bleiben, locker und sonst gab es doch kam noch was zu schaffen oder??? Aber egal, weiterlaufen was die Beine hergeben! Erst im Ziel wurde mir klar was ich schaffen sollte, ich hatte meinem Gegner satte 33 s und damit den siebten Rang abgenommen und einen weiteren Konkurrenten erst mit der Schlussrunde geschlagen. Insgesamt kam am Ende sogar der fünfte Platz in diesem 5000 m-Lauf heraus.
Den Abschluss machte Frank, der allein seine 5000 m absolvieren musste. Er lief mit einer Gleichmäßigkeit, als hätte es gestern Abend Uhren zu essen gegeben. Sein starker Lauf bedeutete die neuntbeste Zeit der AK50, änderte aber nichts mehr an seinem 13. Platz.