Rennabsagen

Der Trainingsbetrieb des Skate-Team Celle ruht bis auf Weiteres.
Es war zu befürchten und wird immer trauriger, folgende Rennen und Maßnahmen wurden abgesagt oder verschoben:
– Die Marathon-DM in Bielefeld und die Team-DM in Geisingen wurden abgesagt.
– Auch der Berlin-Marathon und die City-Night sind dem Virus zum Opfer gefallen.
– Die Jugend-LM auf der Bahn in Lingen entfällt.
– Die Rennen in Laatzen und Bennigsen sind abgesagt.
– Die niedersächsiche Inline-Skaterhockey Liga hat alle Termine bis zum 28.6. abgesagt.
– Der Hella-Halbmarathon in Hamburg wurde abgesagt.
– Kidscup Rennen Gifhorn ist abgesagt und findet eventuell später statt.
– DM HM Regensburg abgesagt
– DM Langstrecke Oberschleißheim abgesagt
– DM Einzelstrecken Halle werden eventuell verschoben (Jul./Aug.)
– NDM Dessau findet eventuell am 3./4.10.2020 statt.
– Die Jugend-Hallen-LM in Gifhorn wird auf Ende Oktober verschoben.
– Die Berliner und Leipziger Halbmarathons und der Paderborner Osterlauf wurden abgesagt.
– Die ersten drei Europacup-Rennen (u.a. auch Geisingen) finden nicht statt.
– Aber es trifft auch den Nordcup: Der Maikäferlauf in Heide entfällt.
– Das NRIV-Training Dessau wird auf den 18.-20.9. verschoben.
Das Celler Inline Race findet nicht statt.

Jahreshauptversammlung fällt aus

Auf Grund der Corona-Krise und entsprechend der Empfehlungen des Kreissportbundes hat der Vorstand beschlossen die für den 17.3.2020 angesetzte Jahreshauptversammlung abzusagen. Die Vereinsmitglieder werden kurzfristig per E-Mail über diesen Schritt informiert.
Bis zum 20.4.2020 werden alle Trainingsmaßnahmen des Vereins abgesagt.
Das diesjährige Celler Inline-Race muss leider entfallen.
Ob eine Skate-By-Night Celle in diesem Jahr durchgeführt werden kann, bleibt abzuwarten.
Trotzdem möchten wir darauf hinweisen, dass sportliche Aktivitäten im Freien das Immunsystem stärken und unter Beachtung aller gebotenen Vorsichtsmaßnahmen sicher nicht schaden.

Thomas gewinnt Master-Cup


Der internationale Master-Cup in Berlin ist eines der ältesten Masters-Rennen Deutschland, in diesem Jahr fand seine 21. Auflage statt. Thomas Rumpf hatte hier in den Vorjahren bereits Silber und Bronze gewinnen können, aber dieses Jahr gelang ihm erstmals ein Sieg im kleinen Vierkampf (500/ 3000/ 1500/ 5000 m) und damit sein erster Erfolg bei einem internationalen Masterswettkampf. Seine konstante Leistung rundete er mit einem starken Finale über 5000 m in Saisonbestzeit ab.

Ciao Collalbo

Nun hieß es Abschied nehmen. Noch einmal sorgte ein wunderschöner Sonnenaufgang dafür, dass es einem recht schwer fiel das Auto zu packen. Bei strahlendem Sonnenschein sammelte ich Anke ein und es ging vom gut 1000 m hohen Ritten (so heißt der Bergrücken) durch Obstgärten und Weinhänge wieder hinab ins Tal zur Brennerautobahn. Die gut neun Stunden lange Autofahrt ließ genug Zeit um über die insgesamt 18 Tage lange Eistour nachzudenken. Es war schon toll innerhalb so kurzer Zeit drei sehr bedeutende Eisbahnen besuchen und auf ihnen Wettkämpfe bestreiten zu dürfen.
Inzell, die schnellste Bahn Europas. Innsbruck, die historische Sportstätte der olympischen Winterspiele von 1964 und 1976. Collalbo, die schnellste Feiluftbahn der Welt.
Warum sind es eigentlich so schnelle Bahnen? Durch die Höhe sinkt die Dichte der Luft und damit auch der Luftwiderstand. Daher werden Rekorde heutzutage fast nur noch in der Höhe gelaufen. Inzell liegt auf 690 m und ist damit die höchstgelegene Halle Europas, nur noch zwei nordamerikanische Bahnen liegen höher und gelten als schneller. Natürlich bietet eine Halle mit ihren konstanten Bedingungen und ihrer wärmeren Umgebung immer einen Vorteil gegenüber einer Freiluftbahn. Aber auch an der frischen Luft kann es bei guten Bedingungen in der Höhe schnell werden, wie in Innsbruck und Collalbo von vielen Sportlern gezeigt wurde. Aber gerade in den Bergen, wo sich die äußeren Bedingungen in Minuten komplett ändern können, ist auch ein wenig Glücksspiel dabei.
Mit meinem ersten Treppchenplatz in Inzell und den beiden guten Läufen über 5000 m bin ich eigentlich sehr zufrieden, die lassen mich meinen blöden Bauchklatscher in Collalbo fast verschmerzen, obwohl der mir eine TOP-10 Platzierung bei der WM gekostet hat.
Was aber auch immer viel Freude bereitet ist das gemeinsame Bestreiten der Wettkämpfe mit den anderen deutschen Sportlern. Sicher, jeder hat seinen eigenen Wettkampf primär vor Augen, aber sobald möglich, unterstützt jeder die anderen nach Kräften. Aber auch mit Sportlern aus anderen Ländern kommt man ins Gespräch und schließt Freundschaften. Der große Respekt vor der sportlichen Leistung anderer wurde zum Beispiel an den stehenden Ovationen für den ältesten Teilnehmer der Veranstaltung, einem 85-jährigen Norweger, deutlich.
In jedem Fall habe ich mit Collalbo ein nettes Fleckchen Erde kennen gelernt, dessen Besuch sich für Menschen, die Lust an der Natur und am Wandern haben, sicher zu jeder Jahreszeit lohnt. Und für Interessierte hätte da ich eine Adresse eines netten Bauernhofs mit schönen Ferienwohnungen.

Ausblick vom Quartier in 1370 m Höhe auf die drei Zinnen, dem Wahrzeichen der Dolomiten.

Thomas holt Platz 13 bei der WM

Den zweiten Tag der Eisschnelllauf-Masters-WM in Collalbo eröffnete Thomas Rumpf mit einem Sturz, gleich am Start der 3000 m. Thomas konnte den Lauf zwar beenden, büßte aber alle Chancen auf eine gute Platzierung ein. Mit Wut im Bauch ging er die dann folgenden 1500 m an und verbesserte mit 2:19,63 seine Saisonbestzeit um satte zwei Sekunden. Am Schlusstag über 5000 m zeigte er deutlich, dass er zu den Besten seiner Altersklasse über diese Distanz gehört. Mit 8:17,50 belegte er Rang sechs in diesem Lauf, was dann sogar für Platz 13 der Gesamtwertung reichte. Detailierter finde sich das hier.

Collalbo Tag 4, furioses Finale

Am letzten Wettkampftag standen die 5000 m auf dem Programm. Bedingt durch meinen Sturz über 3000 m war ich in einem relativ schwachen Quartett gelandet. „Bleib locker und gleite!“ hatte mir Monique mit auf den Weg gegeben. Nach dem dieses Mal unfallfreien Start beschleunigte ich und versuchte meinen Rythmus zu finden. Im Bereich von 39-er Rundenzeiten pendel ich mich ein, bis ich auf den hinter mir gestarteten Läufer auflief. Dieser hatte seinerseits meinen Partner eingeholt, so dass wir zu dritt in den Kurvenausgang kamen. Aber meine Mitstreiter waren sehr faire Sportkameraden und machten mir soviel Platz wie möglich. Ich konnte mich reibungslos vor sie setzen und sie freuten kurz über meinen Windschatten. Den vierten Läufer hatte ich schon vorab überholt. Dieses Überrundungs-Chaos war zuviel für die Zeitmessung. Die Elektronik streikte. Aber es gibt immer noch die manuelle Zeitnahme als Backup und diese lieferte eine 8:17,50. Das war zunächst die Führung in der Altersklasse, aber die meisten kamen ja noch. Kurz nach meinem Lauf war Eispflege, die ich zum Umziehen nutzte. Als meine Konkurrenten an der Reihe waren, stand ich schon mit einem Becher heißen Tee an der Bande und sah mir das Drama von außen an. Ich gebe zu, mein Grinsen wurde mit der Zeit immer breiter. Einer nach dem anderen starben viele meiner Konkurrenten förmlich auf den letzten Runden. Nun zeigte sich erst wirklich, was meine Zeit wert war. Am Ende reichte sie für Rang sechs über die 5000 m in der Altersklasse. Damit schob ich mich auf den 13. Platz nach vorn. Insgesamt ein versöhliches Ergebnis. Der dumme Sturz über die 3000 m hat mir ungefähr drei Wertungspunkte (18 s.) gekostet. Schade, damit wäre ich im Bereich des zehnten Platzes gelandet. Egal, ich hatte zwei richtig gute Läufe zum Schluss und der sechste Rang auf einer Einzelstrecke bei einer stark besetzten WM ist auch was wert.
Gleich geht es zum Bankett samt Siegerehrung. Hunger ist ausreichend vorhanden und ich glaube kaum, dass uns die südtiroler Gastfreundschaft enttäuschen wird.

Collalbo Tag 3, Bauchklatscher und SB

Da trainiert man und macht eigentlich alles richtig, steht am Start und es geht los… tja, und dann beim letzten Wechselschritt in der Kurve hält mir irgendwer oder irgendetwas die Kufe fest. Schon ist der Bauchklatscher fertig. Ich rausche quer über die Bahn räume eine Ladung Markierungsklötzchen ab und verteile sie auf der Strecke um anschließend in der Bande einzuschlagen. Alte Inliner-Weisheit: Nicht denken, hochrappeln, weiter rennen. In den nächsten zwei Runden stelle ich fest, dass körperlich alles OK ist. Aber an irgendeine Art von Rennrythmus ist nicht mehr zu denken. Ich eiere die sieben Runden mit 40-er Rundenzeiten runter, 5:14,39. Zurück „an Land“ empfangen mich viel Trost und Respekt für mein Fortsetzen des Laufes. Zum Glück habe ich mit dem Sturz keinen behindert, so dass mir eine Disqualifikation erspart bleibt.
Damit sind alle Hoffnungen auf eine gute Gesamtplatzierung zunichte. Meine Zeit reicht sogar noch für Rang 16, den ich nun auch im Gesamtklassement einnehme.
Vor den nun anstehenden 1500 m muss ich den Mist erst einmal verdauen. Die Aussicht auf vermeintlich schwache Gegner in den kommenden Läufen ist auch gerade nicht motivierend. Kurz vor der Startzeit kommen die Startlisten und bin hocherfreut mit Frank Probst, meinem guten Freund aus Berlin, einen guten Gegner bekommen zu haben. Anfang Januar hatte er die 1500 m in Berlin noch für sich entschieden.
Das Wetter wird langsam besser und die dicke Unterwäsche wandert in die Tasche, dafür kommt die Sonnenbrille wieder zum Einsatz. Das Eis wird auch wieder schneller, nur der leichte Wind stört ein wenig. Mit einer Mischung aus Frust und Wut am Start brettere ich los, lege eine Angang von 30,2 hin. Beim ersten Bahnwechsel hätte Frank vor mir sein sollen und ich wollte den Windschatten nutzen. Fehlanzeige! Also Volldampf weiter. Ich finde meinen Rythmus und liefere und Monique zeigt mir eine gute 35,1 für die erste Runde. Auf den beiden Schlussrunden hatte ich in allen Rennen dieser Saison immer geschwächlt, aber jetzt läuft es und mit einer 37,1 bin ich voll im Plan. Das motiviert, ich höre Frank hinter mir in der Kurve, aber er kommt wieder nicht vorbei um mir Windschatten zu geben. Egal, die letzten 300 m nochmal alles geben. Monique ruft mir technische Anweisungen zu, die ich versuche umzusetzen, am Ende: 2:19,63! Meine Saisonbestzeit um 2 s verbessert, beste Freiluftzeit meines Lebens. Im Ergebnis des Laufes bin ich auf Platz 12 gelandet und das auf meiner schwächsten Strecke. Sogar für die Gesamtwertung reicht das Ergbnis um mich auf Rang 15 zu schieben.

Collalbo Tag 2

Heute geht es endlich los. Gleich mit der ungeliebten Zitterstrecke über 500 m. Nirgends kann man einen Vierkampf so gründlich vermasseln wie bei den 500 m. Das stellten auch gleich einige Sportler unter Beweis, indem sie sich eine Disqualifikation einfingen.
Die Bedingungen nahezu optimal. Nur der Gegenwind auf der Start- und Zielgeraden war etwas unglücklich für die 500 m. Mein Start glückte, aber die Kurven liefen nicht so recht stabil und rund, 0:46,31 zeigte die Anzeigetafel. Das bedeutete Rang 13 unter den 18 Startern. TOP-15 hatte ich mir für die Gesamtwertung vorgenommen, also liege ich im Soll. Im Mittelfeld sind Abstände aber recht klein, so dass Morgen bei den 3000 m die Streu vom Weizen getrennt wird. Tja, mit einmal 500 m auf dem Programm ist der Tag vorbei, bevor er richtig begonnen hat.

Collalbo Tag 1

Wir ließen es sehr gemütlich angehen. Wegen der warmen Temperaturen hatten wir uns für die Trainingszeit am Nachmittag entschieden. So genossen wir den Vormittag im Sonnenschein auf unserem Balkon.
Beim Training war es mit ca. 80 anderen Sportlern recht voll, aber erträglich. Das Thermometer an der Bahn zeigt in der Sonne 15°, aber das Eis war gut. Anschließend Teamleadermeeting und Startauslosung. Danach kurz duschen und ab zum Welcome-Drink. Hier ließen sich die Gastgeber nicht lumpen und wir sparten uns dort gleich das Abendessen für diesen Tag ein.

Pfaiti Inzell, Servus Klobenstein

Heute hieß es in Inzell Abschied nehmen. Wie starten durch eine wunderbare Winterlandschaft Richtung Klobenstein. In Südtirol erwartete uns schon fast Frühlingswetter. Wir saßen am Nachmittag ohne Jacken im Sonnenschein in 1370 m Höhe und genossen die Aussicht von unserem neuen Quartier. Am Abend kamen die üblichen Formalien, Anmeldung und erste Test der Eisbahn.
Nach Inzell, dem schnellsten Eis Europas ging es über den historischen Eisring in Innsbruck (Olympia 1964 und 1976) nun zur schnellsten Freiluftbahn der Welt. Das milde Wetter auf der Südseite der Alpen und die Höhe von 1173 m haben Collalbo (oder Klobenstein) diesen Titel eingebracht.
Mein erster Eindruck vom Eis war steinhart. Ja, auf dem Eis kann man gleiten, aber das superschnelle Feeling, wie in Inzell, wollte sich nicht einstellen.

Training in Inzell

Die drei Folgetage blieben recht unspektakulär. Einmal am Tag Training, sich gegenseitig korrigieren, Viedos aufnehmen und immer wieder die Bewegungsmuster einschleifen. Die Beine brennen, an ein zweites Training am Tag braucht man kaum noch zu denken. Aber faul rumhängen ist auch nicht mein Ding. Erfreulicherweise hatte es am Wochenende geschneit, aber die gut 10 cm Schnee reichen nicht, dass hier im Ort die Loipen gespurt werden. Also fuhr ich nach Östereich ins höher gelegene Heutal. Auf über 1000 m Höhe waren gute Schneeverhältnisse. Nur die Loipe im Tal hatte gerade fünf Kilometer Länge und war ansonsten recht langweilig. Es soll hier irgendwo ja eine Loipe rüber zur Winklmoosalm geben. Die meisten Läufer wissen nichts davon. Nach einem wagen Hinweis folge ich auf einem Fahrweg ohne Loipe den Skispuren. Nach einem heftigen Anstieg erreiche ich den nächsten Ortsteil, finde die Ausschilderung und vor mir tut sich eine super präperierte Loipe auf. Die Aussicht auf einen leckeren Kaiserschmarrn im Sonnenschein auf der Alm lassen mich die knapp sechs Kilometer überstehen. Ich erreiche das Ziel und bin enttäuscht vom lärmigen Apres-Ski Trubel. Mein Blick zurück trifft hässliche dunkle Wolken, die sich vor die Sonne schieben wollen. OK, Kaiserschmarrn gestrichen, ab auf den Heimweg! Zum Glück ging nun überwiegend bergab, wobei das ohne Sonne verdammt schon kalt wurde. Zu allen Überfluss stellte sich am Abend auch noch heraus, dass der Stammitaliener sich kurzfrstig Betriebsferien gegönnt hat. Das grenzt schon an Diät!

Loipe vom Heutal zur Winklmoosalm.

Der Sonnenschein lockte mich am nächsten Tag zu einer kleinen Wanderung durch eine herliche Winterlandschaft.

Zurück in Inzell

Mit einer Nacht Abstand lässt sich resümierend über die WWMG in Innsbruck sagen: Es hat sich gelohnt. Die Stimmung war klasse, das Ambiente und die Organisation passten. Außerdem sind auch mal Einzelstrecken interessant, als immer nur die Mehrkämpfe. Da kann ein Rennen auch mal schlecht laufen, egal! Beim nächsten Start fängt alles wieder bei Null an. Lange hatte ich gestern noch darüber gegrübelt, ob ich heute noch die 10000 m, anstatt der gestrigen 1500 m hätte melden sollen. Die Antwort gaben mir meine Beine heute Morgen. Nein, die wollen heute keine 25 Runden mehr im Renntempo laufen. Ich war um 8:00 Uhr locker trainieren. Natürlich geht mal ein Antritt oder eine Steigerung, aber ein ganzes Rennen? Lieber nicht. Es wäre eine Enttäuschung geworden. Außerdem ist das schöne Wetter in Innsbruck vorbei und lange Strecken im Schnee oder Regen laufen? Igitt! Weiter ist nach dem Rennen auch vor dem Rennen. Nächsten Freitag soll es in Collalbo weitergehen. Mit welchen Beinen soll ich dort sprinten, wenn ich heute 10000 m gelaufen wäre? Es wird auch so schon schwer genug die richtige Balance zwischen Training und Regeneration zu finden.
Sicher hätte man in Innsbruck noch viel mehr mitnehmen können. Da gab es noch sehr viel Rahmenprogramm oder eben auch die Besuchsmöglichkeit bei den anderen Sportarten. Außer einen kurzen Blick zum Eiskunstlauf (war direkt nebenan) habe ich davon nicht viel mitbekommen. Aber die Entscheidung für Training in Inzell anstatt Feiern in Innsbruck wird sich hoffentlich auszahlen, bzw. schien ja für die 5000 m gepasst zu haben. Ohne Moniques Training vom Anfang der Woche, hätte ich das so nicht hinbekommen.
Eins steht für mich fest: Sollten die nächsten WWMG in fünf Jahren in erreichbarer Nähe mit einer akzeptablen Eisbahn sein, werde ich wohl wieder dabei sein.
Die WWMG Statistik:
500 m: 0:46,79, Platz 9, 25 Starter aus 13 Nationen.
3000 m: 4:58,11, Platz 8, 23 Starter aus 13 Nationen.
1500 m: 2:22,41, Platz 15, 27 Starter aus 14 Nationen.
5000 m: 8:26,36, Platz 4, 15 Starter aus 10 Nationen.

Innsbruck Tag 2 (fast…)

Der zweite Wettkampftag in Innsbruck begann für uns recht freundlich in der Mittagszeit. Strahlender Sonnenschein und angenehme Wärme ließen eher an ein Sonnenbad und Frühling denken, als an Eisschnelllaufen.
Aufgabe eins war Katrin Leschner zu coachen. Wenn ich den erwische, der ihr eingeredet hat, dass man nur Rennen mit Schlittschuhen laufen kann, wenn ich am Rand stehe um irgendwelche dummen Sachen in die Landschaft zu brüllen. Jedenfalls lohnte sich mein Einsatz, sie gewann Silber. Allerdings wäre es wohl ohne meinen Einsatz nur Silber geworden!?
Dann das Warmup während der Siegerehrungen der Vormittagsrennen. Ich sollte im ersten Paar nach der nächsten Eisbereitung starten. Da die Warmlaufzeit nach der Eispflege immer sehr knapp bemessen wurde, ging ich schon vor der Eispause zum Warmlaufen. Dann plötzlich die Ansage, dass die Eispflege entfällt und gleich gestartet wird. „Schwein gehabt!“ Aber die geplante Vorbereitung passte irgendwie nicht. Die 1500 m liefen nicht toll, schneller Angang, um dann noch schneller zu sterben: Platz 15 in 2:22,41. Nicht toll, aber das mir selbst gesetzte Ziel „Top-15“ gerade noch erreicht. Ich will mich gerade vom Eis schleichen, da fragt mich Rene van Bernum, ob ich ihm die Zeiten ansagen könne, da die elektronische Tafel gerade den Geist aufgegeben hatte. Naja, im Hals war eh schon der leicht blutige Geschmack, da macht es ein wenig Brüllen auf nicht mehr schlimmer. Für Rene reichte es zum Sieg, aber den angepeilten Freiluft-Weltrekord der AK55 verpasste er knapp.
Nun war ich schon wieder gleich im nächsten Startblock an der Reihe. Also nur eine knappe Stunde Zeit zur Erholung. Aber die ersten Starter der obersten Altersklassen ließen es sehr ruhig angehen. Wie üblich gut 10-12 Minuten vor der Startzeit ging auf das Eis. Da kam die Meldung, dass die nächste Eispflege vorgezogen würde. Normalerweise hasse ich solche Planänderungen, aber hier bedankte ich mich bei dem Schiedsrichter, denn das Eis lag inzwischen schon über eine Stunde und wurde nach Sonnenuntergang schnell stumpf. Die Zwischenergebnisse ließen Hoffnung aufkommen, einige Konkurrenten waren nicht angetreten, ein anderer disqualifiziert. Die bisher gelaufenen Zeiten sollte ich packen können.
Sofort nach der Eispflege wurden wir zum Start gerufen. Schon auf der ersten Gerade spürte ich: Das Eis läuft. Wie üblich knalle ich los um mich nach einer ersten schnellen Runde auf mein Marschtempo einzupendeln. Mit stabilen Rundenzeiten um die 40 Sekunden lief ich die Strecke runter. Rene revanchiert sich für meine Hilfe mit einem klasse Coaching. Irgendwann um Runde neun sammele ich den hinter mir gestarteten Läufer ein, nutzte kurz seinen Windschatten um ihn dann zu überrunden. An vier Stellen hatten sich um die Bahn Freunde platziert und gaben ihr Bestes um mein Bestes aus mir herauszuholen. Danke! 8:26,36 lautete das Ergebnis und damit Rang zwei der Gesamtwertung, was gleichbedeutend mit der Führung der AK55 war.

Beim 8. von 9 Quartetten gab es noch eine kleine Hoffnung…

Und nur noch acht Läufer waren nach uns noch an der Reihe. Im folgenden Quartett startete nur ein Sportler aus meiner Altersklasse und der machte keine Anstalten meine Zeit anzugreifen. Im letzen Quartett waren aber die stärksten vier der AK55 aufgestellt worden. Die aufkeimende Hoffnung, als ich nur drei Sportler vor der Startlienie entdeckte, erstarb schnell, als die drei loslegten. Sie waren deutlich schneller als ich und keiner tat mir den Gefallen einen Fehler zu machen. Also blieb mir am Ende mit Rang vier die berühmte Blechmedaille. Tja, soll ich mich ärgern Bronze knapp verpasst zu haben? Oder über eine nicht erwartete starke Platzierung freuen? In Anbetracht eines guten Laufs, sogar mit Saisonbestzeit, entschied ich mich für’s Freuen.

Innsbruck Tag 1

12 Wintersportarten (von Skispringen bis Eishockey), 3128 Teilnehmer, 10 Tage. Das sind die dritten Winter World Masters Games. Alle fünf Jahre finden diese olympischen Winterspiele der Masters statt, zum zweiten Mal ist Eisschnelllauf dabei. Die olympischen Sportstätten von 1976 in Innsbruck bieten dafür einen tollen Rahmen. Unzählige freundliche Helfer stehen bereit, aber auch kein Zutritt zur Eisfläche ohne Kontrolle der Berechtgung.
Üblicherweise werden Masterswettkämpfe als Mehrkampf ausgetragen, aber in Innsbruck finden die Entscheidungen – genau wie bei Olympia – auf den Einzelstrecken statt. Das lockt natürlich auch die Sprint- und Langstreckenspezialisten an den Start.
Heute standen die ersten Rennen auf dem Programm. Früh morgens war der Start zu den 500 Metern. Gestern beim Training hatten wir echtes Sprintereis, weich und griffig. Aber heute Morgen war es eiskalt und das Eis steinhart. Entsprechend mies die Zeiten. Ohne große Erwartungen suchte ich die Ergebnisliste und war dann über einen neunten Rang sehr erfreut. Alle andernen hatten auch mit den schweren Bedindungen zu kämpfen.
Am Vormittag folgen die 3000 m. 20 Minuten vor meinem Start schaute die Sonne über die Berge und sofort flutet ihre Wärme in das Eisstadion. Schlagartig verbesserten sich die Eisverhältnisse. Die Auslosung über 3000 m hatte mir einen starken Niederländer aus meiner Altersklasse beschert. Mein Konkurrent zog mir in den ersten beiden Runde davon, aber dann blieb der Abstand konstant. Mein Gegner begann zu schwächeln und der Stadionsprecher erkannte, dass es hier noch spannend werden könnte. Plötzlich feuerten mich rund um die Bahn die deutschen Teamkameraden an. Den „sterbenden“ Gegner vor Augen, die Anfeuerung im Rücken, der Stadionsprecher, der alles noch anheizte, all das trieb mich an. Auf der letzten Wechselgraden hatte ich den Niederländer vor mir, in der letzten Kurve mit dem Vorteil der Innenbahn und zog ich vorbei. 2900 m hinterher gelaufen, aber die letzten 100 m geführt. 4:58,11 sind keine berühmte Zeit, aber die Ergbnisse auf einer Außenbahnen kann man nicht mit den Zeiten in einer Halle vergleichen. Am Ende kam der achte Platz heraus. Bei weit über gemeldeten 20 Startern hatte ich eigentlich nicht mit einer TOP-ten Platzierung gerechnet.

Der coolste Fan…

Thomas bei den WWMG auf Platz 8 und 9

In Innsbruck finden zur Zeit die Winter-World-Masters-Games statt. Das sind die „olympischen“ Spiele der über 30-jährigen. In 12 Sportarten gehen über 3100 Sportler aus 56 Nationen an den Start. Darunter sind knapp 300 Eisschnellläufer, die in ihren jeweiligen Altersklassen Wettkämpfe austragen. Genau wie bei Olympia gibt es Entscheidungen auf den einzelnen Distanzen und nicht, wie sonst üblich, im Mehrkampf.
Über 500 m belegte Thomas Rumpf Rang neun. Mit einem spannenden Rennen über 3000 m sicherte es sich als achter seine erste Top-ten Platzierung. Etwas ausführlicher fndet sich das hier. (Das 500 m-Ergebnis wurde nachträglich von Platz 11 auf 9 korrigiert.)

Innsbruck Tag 0

Heute ging es nach Innsbruck. Gegen Mittag erreichten wir die Sportstätten der olympischen Spiele von 1976. Gleich am Eingang wurden wir von Helfern freundlich in Empfang genommen und uns wurde der Weg zu unseren ersten Anlaufpunkten gewiesen. Nach Akreditierung und Welcome-Geschenk suchten wir das Eis. Im strahlenden Sonnenschein sahen wir gerade, dass die Eismaschine die Bahn verließ. Perfektes Timing! Also ab auf’s Eis. Tja, es ist eben eine Außenbahn. Die Zielgerade im strahlenden Sonnenschein mit Rückenwind auf weichem Eis (nur Fliegen ist schöner), die Wechselgerade im Schatten steinhart und mit Gegenwind. Aber insgesamt gar nicht so schlecht. Nach einer guten Stunde verlassen wir das Eis und setzen uns in den Sonnenschein auf der Tribüne zum Mittagessen. Gegen 16:00 Uhr noch schnell das Meeting und es ging wieder ab nach Hause.

Inzell Tag 5

Heute Morgen war die letzte Trainingseinheit mit Monique. Im dritten Anlauf klappte dann auch der Start und vierte war nahezu perfekt. Die Beine protestierten mal wieder gegen permanente Überlastung, so dass ich es am Ende etwas ruhiger angehen ließ. Die nächsten Aufgaben kommen ja schließlich schon langsam in Sicht. Anschließend riefen Pflicht und Arbeit, ich machte mich auf den Weg nach München.

Inzell Tag 4

Heute standen zwei Trainingseinheiten bei Monique auf dem Programm. Nach der recht ernüchternden gestrigen Videoanalyse ging es mit vielen guten Vorsätzen ins Training. Viele kurze Sprintübungen gaben die Gelegenheit sich immer wieder auf die eigenen Fehler neu zu konzentrieren.
Zum Mittag ging es so weiter, dazu kamen noch weitere Videoaufnahmen. Tja, kaum wird einem gesagt wie es richtig geht, schon läuft es auch.
Der Abend endete mit einem netten gemeinsamen Dreigänge-Menü, in dessen Rahmen Monique sogar noch einen Kurzfilm präsentierte, in dem sie Impressionen des Trainingswochendes zusammen geschnitten hatte. Sehr nett und gut gemacht! Der gemütliche Abend endete pünktlich, da ja noch eine Trainingseinheit auf dem Programm stand. Spaßig war das Sprachengewirr an den Abenden. Ein wildes Durcheinander von Flämisch, Deutsch, Englisch und teilweise Norwegisch. Aber alle hatte gute Laune und irgendwie versteht man sich.
Unterm Strich lässt als Resümee sagen, dass Moniques Trainingsmaßnahmen absolut professionell aufgebaut sind. OK, es kostet auch ein wenig, aber dafür wird auch viel geboten.

Inzell Tag 3 (dicke Beine auf dem Treppchen)

Der zweite Wettkampftag begann recht früh mit dem Warmup um 8:00 Uhr. Meine Beine sagten mir sofort, dass sie lieber im Bett ausgestreckt geblieben wären. Nach 20 Minuten verließ ich das Eis und versuche mit etwas Joggen und Gymnastik in Gang zu kommen. Heute musste ich zweimal auf der Außenbahn starten und das Lospech hatte mir Gegner serviert, die keine Hilfe sein würden.
Bei den 500 m verstolpere ich den Start, bin aber genauso schnell wie gestern. Die Runde lief einigermaßen gut und mit 0:45,67 hatte ich zwar eine weitere Saisonbestzeit geholt, aber mein Ziel, eine „flache“ 45, wieder verfehlt.
Über 1000 m kam dann das dicke Ende. Nach geglücktem Start und sauberer erster Runde wollten die Beine einfach nicht mehr. Ich spürte, dass ich viel zu aufrecht lief, aber die Beine weigerten sich in die tiefe Position zu gehen. Am Ende standen 1:31,67 auf der Anzeigentafel, wobei ich im Vergleich zum Vortag über eine Sekunde nur auf der letzten Runde verlor.
Aber meine Gegner hatten auch so ihre Probleme und ich konnte Platz drei sicher behalten. Somit endete dieser Wettkampf erstmals für mich auf einem bisher in Inzell unbekannten Platz, dem Podium.
Am späten Nachmittg hatte ich dann einen Termin mit Monique zur Videoanalyse meiner Rennen. Warum filmen die bloß immer einen Typen, der zwar exakt die gleichen Klamotten wie ich trägt, aber so fürchterlich schlecht eisläuft? Jedenfalls waren die Aufnahmen recht ernüchternd, es gibt also noch viel zu tun für die kommenden Tage.

Inzell Tag 2 (wenn der Knoten platzt)

Der erste Wettkampftag. Die Vorbereitung konnte in aller Ruhe erfolgen, denn erst um 10:45 Uhr stand das Warmup auf dem Programm. Also noch schnell die Kufen polieren, etwas Proviant einkaufen und ab zur Eishalle. Nach ein paar Runden lief es einfach rund, ich fühlte mich sauwohl auf dem Eis. Drei kurze Steigerungen und gut ist.
Das Losglück hatte mir für den heutigen Tag zweimal die von mir bei den Sprints bevorzugte Innenbahn beschert. Die 500 m gegen einen Holländer liefen fehlerfrei, aber irgendwie zu langsam, 0:45,81 bedeuteten zwar Saisonbestzeit, dennoch war ich eine glatte Sekunde langsamer als letztes Jahr. Leicht frustriert suchte ich Rat bei Monique, deren Resumee ziemlich unspektakulär „alles viel zu hoch“ lautet.
Also Versuch Nummer zwei über 1000 m mit Moniques Worten in den Ohren gegen Sören Grimmer. Dieses Mal passen die Startschritte, ich komme gut weg und kann in der ersten Kurve gleich richtig Druck machen. Die 21,6 als Startzeit waren gut. In der ersten Runde Volldampf. Alle Kurven getroffen, ich versuche tief zu bleiben, Monique zeigt eine 33,4. Das beflügelt für die letzte Runde. In der letzten Kurve wollen die Oberschenkel platzen, aber ich komme noch sauber hindurch. Ziel, der suchende Blick zur Anzeigentafel 1:30,10! Die Gefühle schwanken zwischen Frust (wieder die 1:30 knapp verpasst) und Freude (zweitbeste Zeit meines Lebens). Am Ende überwiegt aber die Freude. Nach den ganzen verpatzten Läufen in diesem Jahr endlich mal keine Fehler, kein Kufendefekt, kein schlechtes Eis, keine Gegner, die mir vor die Füße fallen. Noch mehr wuchs die Freude beim Blck auf die Ergebnisliste, denn die beiden Läufe bedeuten Rang drei nach dem ersten Tag.
Anschließend nch ein paar lockere Runden mit Reinhold zusammen auslaufen, dann in aller Ruhe gründlich dehnen, ab ins Quartier und duschen. Zur Belohnung geht es ins Massimo (der Stamm-Italiener in Inzell), wo wir uns in großer Runde verabredet haben.

Inzell Tag 1

Nach guter Anfahrt kam ich pünktlich in Inzell an. Letztes Jahr versank das Dorf in 1,60 m Schnee, jetzt liegen nur noch einige vereinzelte Schneereste in der Gegend herum. Ich befürchte meine Langlaufski werden sich wieder langweilen, letzten Januar zu viel Schnell, jetzt nahezu keiner. Ab zum Abendtraining in die Eishalle. Nach großem Hallo mit vielen Bakannten, begann ich meine Runden zu drehen. Oh, welch ein Eis! Erfurt zu weich und langsam, Berlin zu hart. Nach kurzer Gewöhnung begann es gut zu laufen und wurde von Runde zu Runde besser. Zum Trainingsende wollte ich noch schnell Starts üben. Nach dem zweiten fühlt sich die eine Kufe komisch an. Ein prüfender Blick: Federbruch! Stimmt, das fehlte in dieser Saison noch in meiner Liste von Pleiten, Pech und Pannen. Aber die Ersatzteile und das Werkzeug hat der erfahrnene Pessimist immer dabei. Leider ließ sich die Ersatzfeder nicht einbauen. Zum Glück war der Verkäufer der Kufe auch gerade beim Training. Nach einigen Minuten Gebastel schaffte er es endlich die Feder einzuhängen. Schnell wieder auf das Eis und „Ding, Dong, Eisbereitung!“ OK, das war’s mit dem Training.
Der Abend klang dann mit Moniques Trainingsgruppe aus, wo ich die Einweisung für das Trainingscamp erhalte, in das ich etwas verspätet einsteigen konnte.

Martin sechster der NZL-Meisterschaft

Bei seinem Start auf den neuseeländischen Meisterschaften im Marathon konnte Martin Rumpf den sechsten Rang in der Gesamtwertung belegen, er wurde vierter der Aktivenklasse. Nur wenige arrivierte Sportler konnten Martin abhängen. Das Rennen auf einem 2400 m langen Rundkurs der Autorennstrecke von Timaru nahm ein recht überschaubares Teilnehmerfeld auf. Nach 1:16 erreichte Martin am Ende im Alleingang das Ziel.

Auftakt zum Berlin-Pokal

Etwas verspätet in der Saison starten die Celler in den Berlin-Pokal der Eisschnellläufer. Bei den ersten Starts auf dem Berliner Eis schienen sich dort alle Celler nicht ganz wohl zu fühlen. In den Wertungen zum Berlin-Pokal belegen Jo Runge und Thomas Rumpf jeweils den vierten Rang, während Janek Weber neunter ist (den Junioren fehlt aber ein Lauf). Louis Runge konnte bei seinem zweiten Rennen überzeugen.

Silber gewonnen, Bronze verloren

Bei den deutschen Meisterschaften der Masters im Eisschnelllauf in Erfurt gewann Thomas Rumpf die Silbermedaille der Masters AK55. Spannend war der Kampf um den dritten Rang der internationalen Wertung. Im finalen Lauf über 3000 m traf Thomas auf seinen Verfolger Jan Buisman aus den Niederlanden. Der niederländische Vorjahressieger konnte sich aber durchsetzen und Thomas musste sich mit Rang vier begnügen.

Silberstreif am Horizont

Bei den deutschen Meisterschaften der Masters im Eisschnelllauf liegt Thomas Rumpf aus Silberkurs. Hinter dem deutlich führenden Rene van Bernum aus Berlin liegt er auf einem sicheren zweiten Rang der nationalen Wertung. In der Wertung des internationalen Criterions hat Thomas den dritten Platz, der aber hart umkämpft ist.

Die Eissaison läuft

Teilweise etwas holprig verlief der Start in die diesjährige Eissaison. Durch den Defekt der Kühlung in der Berliner Eishalle bedingt konzentrierten sich die Celler Aktivitäten auf Erfurt. Hier konnte allerdings Janek Weber auf 300 m (0:34,49), 500 m (0:56,50) und 1000 m (1:51,28) seine Bestmarken deutlich steigern. Christian Freyse wagte sich an seine ersten 1500 m. Louis Runge gab seinen Einstand auf dem Eis, ebenso wie Hans Freyse, der bei seinem ersten 1000 m gleich eine repektable 1:37,79 ablieferte. Jo Runge und Thomas Rumpf haben die Form des Vorjahres noch nicht ganz wieder gefunden.
Hier findet sich die aktuelle „ewige“ Bestzeitenliste des Skate-Team-Celle.

Trainingstag in Eschede

Auch wenn das Wetter einen an dem sonnigen Morgen nach draußen locken wollte, waren die meisten doch froh bei den frostigen Temperaturen in der Eschenhalle in Eschede skaten zu dürfen. Insgesamt hatten sich 12 Sportler eingefunden um viel Technik mit den Skates zu üben. Schnelles Skaten ließ der berüchtigte rutschige Hallenboden leider wieder nicht wirklich zu, so dass sich zu Beginn und Ende auf Turnschuhen alle noch einmal austoben durften.

Erste Eisrennen der Saison

In Inzell und Erfurt gingen unsere Eisschnellläufer erstmals in der neuen Saison an den Start. Janek Weber zeigte, dass sich die eine Woche Trainingslager in Inzell gelohnt hat. Auf allen Strecken konnte er sich deutlich steigern und neue persönliche Bestzeiten markieren. Für Jo Runge lief es noch nicht ganz so rund, während sein kleiner Bruder Louis einen respektablen Einstieg als Eisschnellläufer zeigte. Thomas Rumpf steckte das zweiwöchige Trainingslager in Inzell noch in den Beinen, so dass er nicht an die Form der vergangenen Saison anknüpfen konnte. Aber für die Erfüllung der Qualifikationsnorm für die World-Masters-Games reichte es schon.

Sonniges Kidscup-Finale

Auf der Bahn von Halstenbek ging der diesjährige niedersächsische Kidscup zu Ende. Über 100 Starter hatten sich zum Abschluss der Saison eingefunden, darunter auch 13 Sportler des STC. Nicht nur eine ganze Reihe von Podestplätzen und Tagessiegen gingen auf das Celler Konto, sondern auch die rekordverdächtige Zahl von acht Pokalen der Kidscupwertung. Den Abschluss der Rennen bildeten die Teamläufe, die viel Spaß machten und recht erfolgreich waren.
Ergebnisse Halstenbek:
Kadetten m.: 1. Malte Byrne.
Sch-A m.: 1. Janek Weber, 2. Jo Runge.
Sch-B w.: 1. Sidney Wöhler.
Sch-B m.: 3. Johannes Postel, 4. Moritz Gumpert.
Sch-C m.: 1. Louis Runge, 3. Florian Seffers.
Sch-D m.: 1. Philipp Seffers.
Youth w.: 2. Anja Rumpf.
Youth m.: 2. Felix Byrne.
Aktive m.: 1. Daniel Rumpf.
Masters AK50 m.: 1. Thomas Rumpf.
Schüler Staffel: 1. STC (Postel, Wöhler, Gumpert), 4. STC/ICH (mit F. Seffers, L. Runge).
Junoren Teamzeitfahren: 3. STC (F. Byrne, Weber, J. Runge).
Aktive Teamzeitfahren: 1. STC (D. Rumpf, F. Byrne, T. Rumpf).
Ergebnisse Kidscup:
Kadetten m.: 1. Malte Byrne.
Sch-A m.: 1. Janek Weber, 2. Jo Runge.
Sch-B w.: 1. Sidney Wöhler.
Sch-B m.: 2. Johannes Postel, 3. Moritz Gumpert.
Sch-C m.: 1. Louis Runge, 2. Florian Seffers.

Fotos sind, wie immer, im Fotoalbum.