Berlin Halbmarathon – 07.04.2002

Gelungener Saisonstart

Was hat das ganze Üben in der Halle während des Winters gebracht? Was taugen meine neuen Skates/ Schiene/ Rollen/ Lager oder Schuhe? Bin ich schon fit genug für 21,1 Rennkilometer? Läuft es im Rennen so gut wie im Training? Das waren wohl so die Fragen, die den 14 Cellern durch den Kopf gingen in den Minuten vor dem Start in Berlin.
Strahlender Sonnenschein, aber nur ein lausiges Grad plus luden eher zu einer Trainingsfahrt, als zu einem Rennen ein. Zum Glück hatten sich die -6° C von der Nacht schon verflüchtigt. Aber wir hatten es ja so gewollt.
Am Start das übliche Gedränge. Und wie schon im Vorjahr werfen sich die Leute mir diesmal gleich dreimal zu Füßen. Sch…!!! Bremsen, ausweichen, tief durchatmen und den Gruppen hinterherhetzen. Dabei ziehe ich an einer ganzen Reihe von Cellern und Mogemas vorbei, aber keiner will sich mir anschließen. Also jage ich allein durch das Brandenburger Tor und verfolge die Gruppe 50 Meter vor mir. Kaum ein Herankommen ist möglich, der Abstand wird langsam kleiner, aber nach vier Kilometer im Alleingang bin ich fertig. Zum Glück kommen einige schnelle Leute von hinten. Kurz treten und ich springe ich die Gruppe rein. Gemeinsam fahren wir das Loch zur vorausfahrende Gruppe zu. Jetzt erst einmal Pause. Für die nächsten Kilometer ist Erholung im Windschatten angesagt. Dann kommt das fröhliche „über Kopfsteinpflaster stolpern“. Die Gruppe wird neu gemischt, einige fallen heraus. Auf dem Ku’damm formiert man sich wieder. Mir geht’s langsam wieder besser und ich mogel mich langsam nach vorn in der Gruppe. Viele bekannte Gesichter sind da und es geht recht vernünftig zu. Aber an der Spitze wird nicht gut zusammen gearbeitet. Taktik bestimmt das Rennen, nicht Tempo. Plötzlich taucht Olaf auf. Er hatte einen Superstart erwischt und war einige Kilometer gemeinsam mit der Spitze unterwegs, ist dann aber aus der Gruppe gefallen. Wir nähern uns dem Ziel. Der Sprint ist heftig und ich komme als 5. oder 6. der Gruppe über die Matten. Wenige Meter hinter mir ist Björn. Olaf musste dem hohen Anfangstempo weiter Tribut zollen und folgt ein wenig später.
Riesig ist das Ergebnis von Olo. Er ist die ganze Zeit in der Spitzengruppe mitgefahren und kam nur 4 Sekunden nach dem Sieger Kalon Dobbin mit neuem niedersächsischen Landesrekord der M30 als 18. ins Ziel.
Michael konnte in der uns folgenden Gruppe seine Sprinterqualitäten mal wieder unter Beweis stellen und holte sich den Sieg im Spurt dieser Gruppe.
Zusammen mit Uwe kamen in der nächsten Gruppe die beiden schnellen Re(a)iner ins Ziel und holten sich die Plätze 1 und 2 ihrer Altersklassen. Beachtlich war auch Rüdegers 5. Rang in der M65er-Klasse.

Thomas Rumpf

Und aus Rainers Sicht……
Beim Start habe ich mich etwas zurückhalten müssen wegen des Gedränges, dann hat mich Thomas ja gleich überholt, ich wollte zwar an ihm dran bleiben, wurde aber doch noch durch andere behindert und musste ihn ziehen lassen. Habe dann aber doch auch gut Tempo machen können und mich im Bereich Brandenburger Tor mit Walter Liebertz zusammengetan, den wollte ich nicht so einfach ziehen lassen, ist mir auch gut gelungen. Wir waren dann eine 5-er Gruppe und haben gut die Führungsarbeit gemanagt. Dann kam das erste Kopfsteinpflaster, habe ich gut genommen, nur dabei muss sich eine Schraube Schuh/Schiene gelockert haben, kurz danach fing es an zu klappern und ich wusste, was auf mich zukommt. Bis zum Ku‘damm habe ich noch mitgehalten, musste dann aber leider anhalten, habe dann sitzenderweise die Schiene wieder befestigt, was wohl knapp 3 Minuten gedauert hat. Bin dann wieder eingestiegen und habe mich der nächsten Gruppe angeschlossen, mit der ich dann auch das Ziel erreicht habe. Schade, es lief bis zum technischen Defekt sehr gut, und es wäre bestimmt sehr spannend geworden zwischen Walter und mir, hat nicht sollen sein. Bin aber doch etwas positiv gestimmt worden, als ich erfuhr, in meiner AK doch noch den 1. gemacht zu haben.

Rainer Rudolph

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
Pers. Bestleistung
18.
Olo Flohr
35:41
2. / M35
PB
48.
Thomas Rumpf
39:26
5. / M40
58.
Björn Krocker
39:29
23. / MHK
PB
77.
Olaf Hermann
40:10
17. / M35
PB
78.
Michael Gärtner
41:19
10. / M30
PB
118.
Rainer Rudolph
43:00
1. / M55
119.
Reiner Ertel
43:00
2. / M60
PB
137.
Uwe Müller
43:06
17. / M40
216.
Fabien Coujour
45:59
36. / M30
481.
Rüdeger Baumann
54:02
5. / M65
PB
534.
Mike Reimann
54:59
74. / M30
PB
194.
Swantje Nanke
57:59
34. / W30
PB
388.
Babara Sieverling
1:05:47
18. / W45
PB
822.
Martin Klingemann
1:05:47
113. / M30
PB
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