40. STADTWERKE LEIPZIG MARATHON 2016

Oder

Das Team zu Gast in der größten Stadt Sachsens

Zu Beginn ein typisch sächsischer Dialog vom Streckenrand kurz vor dem Startschuss:

Babba, hier schdehd ‚ägyptisch‘ was issn das?“ – „Egibbdisch? Nu ganz efach, das isse Disch zum gibben.“

8 Sportler vom Team sind am 24. April 2016 zum 40. Jubiläumsmarathon nach Leibpzsch gereist, um an der Deutschen Meisterschaft im Halbmarathon teilzunehmen.
Bevor die einzelnen Teilnehmer zu Wort kommen, noch ein paar allgemeine Worte:
Gestartet wurde an einem eisigen und sonnigen Sonntagmorgen irgendwo in Leipzig in der disziplinierten und vom DRIV propagierten leistungsorientierten Startaufstellung.
Bei dieser anspruchsvollen Aufstellung wird sich gleich zu Beginn nach Altersklassen sortiert aufgestellt. Danach werden zuerst die Abtrennungen zwischen den einzelnen Gruppen entfernt, dann mischen sich alle kreuz und quer und durcheinander und wenn dieser hochkomplexe Vorgang abgeschlossen ist, ertönt ein Startschuss.
Was unsere Teilnehmer danach so erlebt haben, könnt ihr hier lesen:

Doro01

Doro…
…düste los und konnte zunächst ihre Gegnerinnen der AK 60 und 65 nicht finden.
Sie lief deswegen drei bis vier Kilometer allein und wurde dann von einem Zug mit ihren Gegnerinnen aufgelesen. Da kam dann sozusagen der Knochen zum Hund, denn Sie waren nach dem unübersichtlichen Start hinter ihr gewesen. Sie war zunächst erleichtert und froh, dass sie nun das Rennen  bei dem Wind und der Kälte nicht allein bestreiten musste. Bei einem Ausreißversuch zweier Läuferinnen kurz vor dem Ziel konnte sie gut mithalten und gab dann auf der Zielgeraden alles. Sie erreichte als Erste der AK 65  die Ziellinie.
Doro nach dem Rennen: „Ich bin einfach glücklich, dass ich heil und gut durchgekommen bin!“

Duni 01

Duni…
…kam trotz mehrerer Stürze anderer Teilnehmer vom Start gut weg und brachte sich für die ersten
6-7 Km in einer passenden Gruppe unter. Leider konnte sie danach das hohe Tempo nicht mehr mitgehen und musste sich dadurch bis ca. km 13 allein durchschlagen. Die dann kommende Gruppe, der sie sich bis ins Ziel anschloss, war dann leider ein wenig trödelig und dennoch reichte es zu Platz 6 in der AK 45.

Rainer 02

Rainer…
…lag schon eine Stunde vor dem Aufstehen mit Herzklopfen und voller Aufregung wach im Bett und konnte nicht wieder einschlafen. Trotz seiner Routine und jahrzehntelanger Erfahrung als „alter Hase“, der eigentlich Wettkampf erfahren genug sein sollte. (1 x dritter Platz in der WM, 2 x Europameister, diverse DM’s in allen Disziplinen). Aber durch den erreichbaren Titel, und die lange Verletzungspause war die Aufregung verständlicherweise extrem hoch. Rainer startete verhalten um möglichst einen Sturz zu vermeiden und hatte seine Mitstreiter erst mal aus den Augen verloren. Als er dann einen direkten Mitkonkurrenten ca. 20 m vor sich ausmachte, setzte er natürlich alles daran, Anschluss an ihn und die dazugehörige Gruppe zu halten. Das gelang ihm mit äußerster Anstrengung und er brauchte danach Zeit, sich im Windschatten dieser Gruppe wieder zu erholen. Nach Überwindung dieser harten Anfangsphase entwickelte sich aber ein gutes Zusammenspiel in seiner Gruppe von ca. 15 Skatern, wobei der Jüngste 14 Jahre alt war. Es war also eine bunt  gemischte Gruppe (dem Start sei Dank), fast alle AK’s waren vertreten. Umso aufmerksamer musste er bleiben, um alle Attacken mitgehen zu können und nicht abzureißen. Sein schärfster Konkurrent machte einen sehr starken Eindruck auf ihn, und so knobelte er während des gesamten Rennverlaufs daran, mit welcher Taktik er ihn knacken könnte. Die letzten 3 bis 4 km wurden dann sehr spannend, es wurde taktiert, keiner wollte mehr so richtig vorne fahren, es wurden Kräfte für den Schlussspurt gesammelt. Sein Gegner wurde zwar zunehmend unruhiger doch ausgerechnet der Jüngste in der Gruppe zog dann frühzeitig (ca.1 km vor dem Ziel) den Spurt an und Rainer musste mitgehen, um nicht das Nachsehen zu haben. Dabei stellte er fest, dass er doch noch jede Menge Dampf im Kessel hatte und mühelos mitgehen konnte. Doch damit nicht genug, er konnte nach Einbiegen auf die Zielgerade noch eins drauflegen, überspurtete alle Skater seiner Gruppe und ging als erster über die Ziellinie. Nach weiteren 10 Minuten war dann sicher, dass kein anderer Skater seiner AK vor ihm durchs Ziel gegangen war und er Deutscher Meister der AK 70 geworden war.

Martina 01

Martina…
hatte es durch den chaotischen Start zu Beginn mit wild um sich tretenden Juniorinnen zu tun, die dann auch noch trödelten. Durch eine plötzliche Attacke wurde aber auch diese Gruppe gesprengt und sie machte sich allein auf die Reise. Nach einer kurzen Erholungsphase in einer stark durchmischten Gruppe entschied sich Martina wegen des starken Gegenwindes gegen eine weitere Solofahrt. Zudem entdeckte dann ihre schärfste Gegnerin in diesem Zug und lauerte ihr taktisch geschickt in der Menge auf. In der spannenden Schlussphase setzte sie sich dann im entscheidenden Moment neben und konnte den folgenden Massensprint mit einer Beinlänge oder einer zehntel Sekunde für sich entscheiden. Silber in der AK 35 war der Lohn!

Janus 01

Janus…
… musste sich ebenfalls nach dem Start mit unruhigen Youngsters auseinandersetzen und hatte, nachdem er sie überholt hatte, den Anschluss an seine Zielgruppe verloren. Wie so oft, war dann die nächste Gruppe für ihn ein Trödeltrupp und so entschied er sich, mit einem beherzten Zwischensprint an eine vor ihm fahrende Gruppe anzuschließen. Diese Investition war leider vergebens, denn nach kurzer Zeit fuhr die Trödeltruppe plötzlich wieder von hinten auf. So ergab sich Janus dem Chaos und blieb seinen Trödlern bis zum Zielsprint treu. Da allerdings übersprintete er die verbliebenen Gegner seiner AK und errang so den 4. Platz in der AK 55.

Klaas 01

Klaas…
…war auf einen guten Start angewiesen um in seiner Altersklasse etwas zu erreichen. Auch dieser Plan scheiterte an der eingangs beschriebenen Startprozedur. Er verpasste den Anschluss an eine starke Gruppe, geriet ebenfalls in eine leistungsschwächere und wurde zusätzlich Opfer von taktischem Geplänkel. Ein finaler Ausreißversuch brachte ihm dann schließlich noch den 5. Platz in der AK 40.

Daniel Martin 01

Daniel und Martin…
…haben es leider nicht geschafft, einen eigenen Beitrag zu verfassen, Thomas fasst das Ganze so zusammen:
Daniel und Martin haben in der wirren Startaufstellung keinen guten Einstieg erwischt. Unter Martins Führung kämpften sie sich durch das Feld nach vorn, aber den Anschluss zu den Medaillenplätzen konnten sie nicht wieder herstellen. Sie versuchten zwar noch aus ihrer Gruppe auszureißen, aber das wurde von ihren Mitstreitern vereitelt. Sie erreichten den jeweils 5. Platz in ihrer AK.

Ich möchte mich auf diesem Wege nochmal bei allen Schuldigen in aller Form für 2 Dinge bedanken:

Einmal für Euer sehr positives Feedback zu den Rennberichten und für die ausgesprochen zuverlässige Erstellung und Zusendung der abwechelungsreichen, bunten und individuellen Beiträge, ohne die ich diese Berichte gar nicht zusammenstellen könnte.

Rollende Grüsse, der Pressewart
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