Baselga Tag 1 (Softeis)

Der Tag begann um 9 Uhr mit einem lockeren „Warmup“ bei -5°C auf steinhartem, aber schnellem Eis. Die Kunst bei dem Aufwärmen war aber eher nicht ins frieren zu geraten. Ab 10 Uhr begannen die Wettkämpfe. Aber das verlief mal wieder typisch italiensch, bereits nach fünf Paaren hatte der Zeitplan einen Verzug von einer halben Stunde. Gelegentlich zeigte die elektronische Zeitmessung dann auch mal ein Ergebnis. Die Sonne kam heraus, es wurde wärmer und angenehm, so dass ich über die Verzögerung nicht unglücklich war. Endlich gegen 12:30 Uhr war die AK55 zusammen mit den 60-ern an der Reihe. Die Eispflege war erfreulich gründlich, sodass eigentlich alles nach einem tollen Rennen aussah. Die Sonne strahlte vom Himmel und das Wasser blieb einfach auf dem Eis stehen. Die Kühlagregate dröhnten auf Hochtouren, aber es blieb nass. Das Eis war total weich, so dass sprachübergreifend der Witz vom Softeis die Runde machte. Die Organisation störte sich nicht an den Pfützen auf dem Eis und schickte das erste Paar auf die Reise, die nach gut 300 m für einen der Sportler schmerzhaft in der Bande endete. Die Versorgung des Verletzten bescherte uns eine Wettkampfunterbrechung und dem Eis ein wenig Zeit wieder hart zu werden. Nach einigen Minuten ging es weiter. Alle mühten sich auf dem butterweichen Eis ab und fluchten im Ziel.
Dass ich meinem Gegner Reinhold aus Grefrath deutlich hinter mir ließ und einen gefühlt guten Lauf hatte, tröstete mich in keiner Weise über die schlechteste Zeit der ganzen Saison. 0:47,50, das war fast zwei Sekunden langsamer als letztes Wochenende und bedeutete Rang 12.
Der anschließende Proteststurm der Trainer zwang die Organisatoren zu einer Wettkampfunterbrechung von 20 Minuten, um das Eis wieder aushärten zu lassen.

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