Bremen -Bladeday- GVZ-Marathon – 03.06.2001

Bremen im Regen

Oh, war das ein Scheißwetter! Pünktlich schlugen morgens um 8:00 Uhr Olaf und Uwe bei mir auf um nach Bremen zu fahren. Allen Prognosen zum Trotz: Es war trocken! Leichter Optimismus kam auf, der aber bei Verden auf der Autobahn von einem Regenguss weggewaschen wurde. Meine Hinweise auf gelegentliche Wolkenlücken begannen langsam an Olafs Nerven zu zerren.
Wir erreichten den Ort des Geschehens. Vereinzelte Speedskater zeigten uns an, dass wir nicht gänzlich falsch waren. Uwe meldete das Fun-Race nach, Olaf und ich holten unsere Startunterlagen für den Marathon ab. Ein angenehmer Nieselregen ließ Uwes Lager bald quietschen. Er machte sich fertig für’s Rennen. Gegen 10:00 Uhr stellte sich für ihn die Frage: Wo ist der Start? Bei den Organisatoren erfuhren, dass es der blaue Strich auf der Straße sei und die Startzeit sei auf 10:15 Uhr verschoben.
Pünktlich um 10:15 Uhr in netten Landregen sammelt sich das Feld zum Fun-Race: Uwe steht allein vor der blauen Linie auf der Straße, neben ihm der Cheforganisator. Uwe wird ohne Rennen zum Sieger erklärt und erhält als Preis kostenloses Startrecht für den Marathon. Dann wird die Startzeit des Marathons verschoben, weil das Wetter ja noch besser werden könnte. Und dann kam doch noch das Wunder: Der Dauerregen machte seinem Namen keine Ehre mehr. Der heftige Nordwestwind blies die Straße langsam trocken und auch noch vereinzelt Sonnenschein.
Pünktlich ging es dann los. Den Wind im Rücken, die Straße noch stellenweise feucht rasten wir los… .

Die vereinzelten nassen Passagen ließen dann doch einige etwas unvorsichtigere Leute engeren Kontakt mit dem Asphalt aufnehmen.
Ich fand mich unter bekannten Gesichtern in der ersten Verfolgergruppe wieder. Olaf, etwas vorsichtiger, tummelte sich ein wenig weiter hinten. Uwe beschloss die Sache lieber sein zu lassen, wie Weise von ihm! Zu Beginn der zweiten Runde kam, was kommen musste: Erst freuten wir uns noch über den auffrischenden Rückenwind und ich machte mir noch Gedanken, dass ich die falschen Rollen für eine komplett trockene Strecke drauf hatte. Dann auf dem Gegenwindstück kam ein Hagelschauer über uns. Mit der Hand die Augen schützend ging es im Blindflug weiter. Nach diesem Stück, das allen an den Kräften gezerrt hat, fingen vorn auch noch Spielchen an und mit fünf Mann und einer Frau gelang uns der Ausriss. Bei der nächsten Vorbeifahrt an der Zeitnahme stieg Michael aus Kiel entnervt aus. Kurz danach entschied sich der nächste für einen Alleingang, wir ließen ihn fahren, soll er doch. Zu viert harmonisch zusammen arbeitend liefen sich die Runden durch den inzwischen zurückgekehrten Landregen recht ruhig. In der letzten Runde noch einmal ein Ausriss, ich ging mit und wir waren nur noch zu zweit. Als mein Partner meinte, dass wir um Platz 7 oder 8 laufen würden, konnte ich es kann glauben. Bis kurz vor dem Ziel fuhren wir sauber zusammen und erst auf den letzten 100 Metern wurde gesprintet. Ich hatte wohl ein wenig mehr Grip an den Rollen und konnte mir knapp den 7. Platz sichern und damit auch noch 3. in der M30 werden. Olaf verstand nicht so recht, wie man es wagen konnte bei dem Wetter so schnell zu fahren und begnügte sich mit den 19. Platz bzw. 10. in der M30.
Das im Anschluss geplante Mannschaftszeitfahren fiel aus. Das Salomonteam wollte nicht aus Mangel an Preisgeldern. Wir wollten nicht im Regen, außerdem fehlte die dritte Mannschaft. Als die dann auftauchte hatten wir schon unsere Skates zerlegt und uns seelisch auf den Heimweg vorbereitet.

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
7.
Thomas Rumpf
1:34:32
3. / M30
19.
Olaf Herrmann
1:43:42
10. / M30

 

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