Streckensuche im Regen

9 tapfere Mitglieder des Vorstands und Bauausschusses trafen sich am Sonntag, 18.3.12, um per Rad die Wege und Wegeverbindungen rund um Wathlingen zu erkunden. Leider meinte Petrus, genau dann mit der Gießkanne wieder mal auf den Kaliberg und die darum liegenden Wegenetze zielen zu müssen, und zwar heftig!
Was tut man nicht alles, um an EU-Fördergelder für die Bahn zu kommen!
Weitere Ausflüge werden folgen – der Aufruf zur Beteiligung auch.

Training in Frankfurt

Training in FrankfurtNight-Skaten sportlich

Ein Bericht von Thomas Rumpf

Ich geb es ja zu: Bisher hielt ich Night-Skaten für eine Sache für Hobbyfahrer mit Leuchtrollen und Teddybär am nicht vorhandenen Helm. In Frankfurt musste ich mich eines besseren belehren lassen. Nach anfänglichem Getrödel ging es flott voran. Einige der Strecken kannte ich noch vom Marathon und auch das Tempo war zeitweise eines Rennens würdig. Nach wenigen Kilometern wurde dann aber wieder gebremst um den auch vorhandenen oben beschriebenen Hobbyfahrern die Möglichkeit zum Aufholen zu geben.

Alles in Allem: Sehr empfehlenswert.

 

Trainingslager auf „Malle“

Trainingslager auf „Malle“

Bericht von Astrid Roeder

Am Freitag, 11.03.05 gegen 16:30 Uhr fanden sich Angelika, Anja, Astrid, Daniel, Detlef, Dirk, Dunja, Jörg, Jurgen, Karsten, Larissa, Margrit, Mario, Martin, Olaf (Drill Sergeant), Otto, Rainer, Sebastian (das Kind), Sonja, Steffen, Thomas bei Regen und empfindlich kaltem Wetter am Flughafen Hannover ein – mit dem Ziel – ein Trainingslager auf Mallorca zu absolvieren bzw. als Begleitperson den Urlaub zu genießen.

Mit Olaf, unserem Trainer, hatten wir dafür die denkbar besten Voraussetzungen.

Der Flug verlief „fast“ problemlos. Allerdings wurden an der Gepäckkontrolle einige Skatetaschen geöffnet und diverse Utensilien konfisziert. Dirk mußte gar sein Handgepäck als Sonder-/Sperrgepäck aufgeben, da zu gefährlich.

Die erste böse Überraschung traf uns in Palma – es regnete! Damit nicht genug -unser Bus, der uns nach Can Picafort bringen sollte war überfüllt und der uns dann zugewiesene hatte es nicht eilig. So warteten wir geduldig und harrten der Dinge. Plötzlich ging es los und irgendwann kamen wir sogar im ‚Grupotel Montecarlo’ an. Die zweite traf einige ganz besonders in die leere Magengegend – das „Begrüßungsbuffet“ oh Schreck.

Aber wie das so im Leben ist – am nächsten Tag sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Die Sonne schien, was sich auch bis zur Abreise nicht ändern sollte, das Frühstücks- und Abendbuffet war reichlich und vielfältig.

Nur bevor wir das genießen durften, hatten wir unsere erste Trainingseinheit. Um 7:15 Uhr hieß es in Laufschuhen antreten und locker einlaufen. Das Wort „locker“ wird uns noch mehrmals begegnen und für einige bekam es eine ganz andere Bedeutung.

Prinzipiell sah unser Trainings-/Zeitplan so aus:

  1. Trainingseinheit: 7:15 Uhr laufen, d. h. ab dem 2. Tag wurde 7:45 Uhr daraus – was doch zu einigen Verwirrungen sorgte – aber ich darf alle beruhigen – am Ende der Reise war es jedem klar. Nach jeweils 2 Tagen fand nur eine Trainingseinheit nach dem Frühstück statt – aber auch das wollte nicht jeder wahrhaben – so fanden sich vor dem Frühstück fast alle ein (das nennt man Einsatz).Die 2. Trainingseinheit begann um 10:30 Uhr und die 3. startete um 17:00 Uhr.

Nach dem Frühstück hieß es dann die Skates anschnallen um die Gegend zu erkunden. Die Strecke führte uns nach Muro, einem kleinen malerischen Ort mit einem Marktplatz, bis wir diesen jedoch erreichten, mußten wir so manche Berg- und Talfahrt bewältigen. Wenn sich Angelika am ersten Tag bei der Abfahrt noch drücken konnte – half ihr Olaf beim nächsten Mal sicher runter.

Olaf hatte aber im Laufe der Woche noch viel mehr in petto – z. B. „locker“ mit der Spitzengruppe bestehend aus Jörg, Mario, Sebastian mit kleinen Sprinteinlagen den Berg hoch skaten. Für Jurgen, bewaffnet mit seinem 5kg schweren Kamerarucksack, bekam das Wort ‚locker’ eine völlig andere Bedeutung. Seine Aussage: „Sollen doch andere locker mit Jörg um die „Wecke“ fahren. Von dieser Trainingseinheit konnte ich keine Fotos machen – die waren zu schnell“.

Aber auch das Problem wurde gelöst – INTERVALLTRAINING – einen Kilometer ALLES geben und dann wieder locker zurückskaten. Der Vorteil (für den Kameramann) aus einer Seitenstraße stehend bequem fotografieren sowie für den Trainer – von der Straßenseite aus die „Bande“ antreiben und filmen. Dirk unser Begleitfahrradfahrer maß ca. 48km/h Spitzengeschwindigkeit bei Jörg auf der Ebenen dicht gefolgt von Mario und Sebastian. Mit von der Partie waren noch Rainer, Thomas und Astrid.

Nicht alle wollten sich das antun und mieteten sich kurzerhand Fahrräder, Angelika, Detlef, Dunja, Karsten, Margrit, Steffen – erkundeten so die Insel – sogar nach Cap Formentor und Palma verschlug es die Truppe.

Dirk, der seine Skates lieber im Schrank ließ, lernte auf seinen ausgedehnten Fahrradtouren zwei Franken kennen und offensichtlich auch lieben, denn er wollte sich gar nicht mehr von ihnen trennen – ihre „kleine“ Runde betrug dann auch ca. 165km – Hut ab.

Von dem Vero-Team, was zur gleichen Zeit in Can Picafort weilte, erfuhr Jörg von einer guten Strecke nach Petra. Leider erwies sich die Strecke nur für Fahrradfahrer als geeignet. Die Berg- und Talfahrten hatten es in sich – Rainer sauste in einem mörderischen Tempo die Straße herunter und verpaßte die Ausfahrt, für ihn jedoch kein Problem, das bißchen Abfahrt.

Olaf wollte in dieser Hinsicht kein weiteres Risiko eingehen und ordnete anderntags „lockeres“ Einfahren mit anschließenden Sprints auf unserer Hausstrecke an. Dafür schrieb er den Trainingsplan in seiner Not sogar auf Toilettenpapier.

Für die 3. Trainingseinheiten ließ er sich immer was neues einfallen, so hieß es einmal in den indoor Hotelpool für Aquagymnastik, ein anderesmal locker skaten, laufen und Steine werfen, in den Fitnessraum auf den Ergometer, Sprungübungen, Stretching, usw.

Auch die Grundlagenausdauer sollte nicht zu kurz kommen – in dieser Hinsicht wurden ca. 2,5 h lange Ausfahrten bei niedrigem Puls gemacht – ob mit Skates oder mit Fahrrad – keiner kam zu kurz.

An zwei Abenden fanden Video- und Fotoanalysen statt, um die jeweiligen Fahrtechniken aufzuzeigen und zu verbessern. So manch verborgenes kam zum Vorschein und sorgte für große Heiterkeit – genauer gesagt – für Spott und Gelächter.

Mein Fazit – die Trainingswoche hat sich gelohnt. Anzumerken wäre der doch rege Autoverkehr sowie der teilweise schlechte und sehr raue Asphalt. So kam es in der Woche leider zu zwei Stürzen auf schlechter Fahrbahn und zu einem umgedrehten Fuß an einem im Asphalt eingelassenen Reflektor. Mallorca, zumindest die Gegend um Can Picafort, ist besser für Fahrradfahrer als für Skater geeignet – da auch der Rollenverschleiß vom vielen bremsen nicht ganz unerheblich war.

Ferner seien noch die UNO-Abende erwähnt – dieser Sport hielt sich hartnäckig und erfreute sich großer Beliebtheit. Nicht vergessen dürfen wir auch unsere beiden Geburtstagskinder Larissa und Mario, die am Dienstag mit selbst gepflückten Blumen, einer Torte und einem Ständchen gefeiert wurden.

Last but not least – am letzten Tag fand gleich nach dem Frühstück eine Trainingseinheit statt. So blieb dann noch genügend Zeit für einen Cafébesuch. Frisch gestärkt wurde anschließend ein Tischtennismatch am Hotelpool ausgetragen, welches zunächst Angelika gegen Rainer für sich entschied. Dann mußte sie sich allergings gegen Jurgen geschlagen geben, der sich wiederum ein spannendes Match gegen Rainer lieferte, dieses allerdings knapp verlor.

Nun hieß es Abschied nehmen. Olaf bekam vor dem Eingang einen kräftigen Applaus für seinen Einsatz, was zahlreiche Hotelbewohner auf die Balkons lockte.

Die Rückreise verlief problemlos – nur die Gepäckrückgabe ließ etwas auf sich warten.

In diesem Sinne bis zum nächsten Jahr.

Euer Pressewart

Hannover Spielbanken Marathon / 2. Mai 2004

Beim Anblick der Wetterkarte war für den heutigen Tag klar, das wird ein Regenrennen, oder sollte ich lieber sagen ein Regenschleichen? Dass der Belag der Strecke in Hannover schlecht ist, dass wusste ich ja vom letzten Jahr, deshalb hatte ich mich auch entschlossen nur den Halbmarathon zu laufen, aber ich war noch nie bei Regen bei einem Rennen dabei. Alfred machte uns Mut im Auto als er sagte: „Ich habe den Scheibenwischer schon ausgestellt.“

In Hannover angekommen regnete es tatsächlich nicht mehr und wir entschlossen uns erst mal einzurollen, dass es in diesem Augenblick wieder anfing zu nieseln wollten wir gar nicht mehr bemerken. Uwe hatte Recht, wir können nur beim Rennen Erfahrung sammeln, freiwillig würden wir kein Training im Regen absolvieren. Also fassten wir uns ein Herz und gingen zum Start.

In unserer Gruppe von 5 Leuten steckten wir uns als Ziel: fahren auf Sicherheit – nichts riskieren und Erfahrung sammeln. Nach dem Startschuss ging es gleich über Kopfsteinpflaster und in der ersten scharfen Linkskurve konnte ich gleich erfahren, wie schnell die Rollen wegrutschten. Also waren viele kleine Schritte angesagt und ja nicht soweit ausholen, dann würde es schon klappen. An der schönen Strecke am Maschsee entlang war die Straße besonders rutschig und ich stellte mir vor, wie es doch bei Sonnenschein wäre. Das brachte mein Wohlbefinden wieder ins Positive und ich konnte mich von da an besser auf die rutschige Angelegenheit einstellen.

Nach den ersten Wechseln stellte sich leider heraus, dass sich unserer Gruppe weitere Skater angeschlossen hatten, die durch ihre Unsportlichkeit auffielen. Der Belag der Straße wechselte ständig, aber an der Farbe konnten wir schon erkennen, ob er Grip hatte oder nicht. Es gelang uns auf manchen Strecken sogar etwas Speed zu geben, aber in den Kurven war äußerste Vorsicht angesagt. In der markanten Haarnadelkurve bekam ich das deutlich zu spüren, als mein äußerer Skate überhaupt nicht mehr fasste und ich die Straßenbarriere auf mich zurasen sah. Ich dachte nur: „Hoffentlich hält das – nur nicht stürzen.“ Gott sei Dank hatte die Barriere gehalten, denn dahinter fuhren Autos. Mit dem Schrecken davongekommen konnte ich Anschluss an meine Gruppe halten, die sofort das Tempo herausnahm.

Ein Kilometer war noch zu fahren, da setzte ich meinen Zielspurt an. „Wo willst du denn hin?“ Fragten Doro und Dunja noch, aber ich sah nur die Straße, sie hatte Grip und es war eine lange Gerade. Unter normalen Bedingungen wäre mir dieser kleine Ausreißversuch auch geglückt, aber ich hatte nicht bedacht, dass noch eine Kurve kurz vor dem Ziel auf mich wartete. Die war sehr glatt und eng und so musste ich erfahren, dass mein Sprint zu früh angesetzt war. Michael zog an mir vorbei mit einem Grinsen im Gesicht. Aber ich gab nicht auf und holte die letzten Reserven aus den Beinen. Nun war mir egal, ob ich ins Ziel falle oder rolle, ich wollte nur nicht 20 m abgeschlagen reinkommen.

Angekommen, mit der Medaille um den Hals, freute ich mich dieses Regenrennen gelaufen zu sein, auch wenn die Zeit schlecht war, gab es mir doch ein Gefühl der Freude, da unsere Gruppe super toll zusammengearbeitet hat.

Vielen Dank an Dunja, Doro, Michael und Rainer

Von Ute Kisser

Hamburg Olympus Marathon / 21.04.2004

Isabell Gradert wieder Spitze

Die Speedskater des Skate-Teams Celle konnten beim Hamburg-Marathon wieder einige Erfolge verbuchen. So gelang es Isabell Gradert erneut mit der international hochklassig besetzten Spitzengruppe das Ziel zu erreichen. Einige der Celler Hoffnungen endeten aber leider unsanft auf dem Asphalt. Zwei Wochen vor den Senioren-Europameisterschaften
nutzten viele Skater der höheren Altersklassen den Hamburg-Marathon noch einmal als letzten großen Leistungstest.Isabell Gradert konnte das Tempo der Spitzengruppe der Frauen vom Start an mitgehen. Die 34 Damen, die Hälfte davon aus dem Ausland, absolvierten die 42,195 Kilometer lange Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 31,5 Stundenkilometern. Bei diesem für Weltklasseskaterinnnen relativ ruhigem Tempo standen taktische Positionskämpfe im
Vordergrund. Am Ende entschied die Italienerin Laura Lardani den Sprint für sich und Isabell Gradert kam nur acht Sekunden später als 27. ins Ziel. Die größten Hoffnungen der Celler ruhten auf dem Sieger vom internationalen Berliner
Halbmarathon, Jörg Wecke. Er konnte beim hohen Tempo der weltbesten Speedskter mithalten und führte sogar zeitweise das Feld an. Bei Kilometer 38 ereilte ihn das Sturzpech, als er bei ca. 40 Stundenkilometern mit einem unachtsamen Streckenposten zusammenstieß.
Jörg Wecke konnte das Rennen zwar noch beenden, aber die Spitzengruppe war ihm enteilt. Trotz des Sturzes erreichte er das Ziel noch als 50. mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:08:37.
Mit der ersten Verfolgergruppe gelangte Thomas Rumpf ins Ziel. Mit dem 95. Platz und Rang fünf in seiner Altersklasse M40 bestätigte er seine gute Form. In der AK M50 haben die Celler mit Walter Liebertz und Rainer Rudolph gleich zwei Favoriten in ihren Reihen. Aber beide erwischte es mit Stürzen. Leicht verletzt konnten sie das Rennen zwar noch beenden, aber mehr als Rang sechs in ihrer Altersklasse, den die beiden zeitgleich belegten, war nicht drin. Auch Karsten Keller zeigte mit einer Zeit von knapp unter 1:20 eine ansteigende Form und kam als 113. knapp noch vor den besten Frauen ins Ziel

   Name  Zeit  Platzierung
 50.  Jörg Wecke  1:08:37  7. M30
 95.  Thomas Rumpf  1:15:31  5. M40
 113.  Karsten Keller  1:19:57  38. M30
 27.  Isabell Gradert  1:20:07  19. WHK
 149.  Rainer Rudolph  1:23:46  6. M50
 149.  Walter Liebertz  1:23:46  6. M50
 229.  Dirk Meishner  1:29:42  45. M40

Erster Auslands-Sieg des Skate-Team Celle

Erster Auslands-Sieg des Skate-Team Celle

Am Sonnabend war in Kingwood Bridgefest. Die Verbindungsbrücke über den Lake Houston zwischen Kingwood und Atascocita wurde für den Vormittag gesperrt, um allerlei sportliche Aktivitäten abzuhalten, unter anderem ein 5 km Inliner- Rennen um 8:00 Uhr morgens und ein 5 km „Fun Run“ für die ganze Familie um 9:00 Uhr. Ich habe an beiden teilgenommen, zumal es ja auch noch Erinnerungs-THemden gab. Jutta hatte freundlicherweise die Anmeldung aus dem Supermarkt mitgebracht, wenn sie auch selber leider nicht zu bewegen war, teilzunehmen. Die beigefügten Bilder vermitteln einen Eindruck vom doch sehr gemischten Teilnehmerfeld und dem anfänglich nebligen, dann immer wärmer werdenden Wetter.

Ich habe versucht, unserem Skate- Team Celle gerecht zu werden und möchte an dieser Stelle natürlich auch unserem Sponsor sowie meinen Eltern und meiner Familie danken für all die Unterstützung und das Verständnis während der langen Trainingszeiten, die ich auf den Greenbelts in Kingwood verbracht habe – es hat sich gelohnt: In der Klasse der richtig alten Knacker habe ich nach einem hartem Rennen mit hechelnder Zunge und einem fulminanten Schlussspurt den ersten Platz errungen.

Schön war trotz des harten Kampfes, dass die Anfeuerung untereinander nicht vergessen wurde. Nach einer kurzen Pause, die zum Umziehen und Schnüren der Laufschuhe gerade reichte, kam dann der 5 km Familienlauf dran: ich hätte nicht erwartet, dass so viele Teilnehmer daraus einen Spaziergang machen würden, mit Walkman und großer Wasserflasche wurde diese Distanz bewältigt. Aber auch hier gab es wiederum sehr faires und freundliches Verhalten, keine Verbissenheit. Vielleicht hatte das auch damit zu tun, dass bereits seit kurz vor 8:00 Uhr eine Band spielte. Jedenfalls durfte ich bei der anschließenden Siegerehrung einen schönen Pokal in Empfang nehmen. Darüber, daß dabei mein Name mal wieder bis zur Unkenntlichkeit verhunzt wurde, konnte ich dank der zwischenzeitlich ausgeschütteten Endorphine mit einem Lächeln hinwegsehen.

Viele Grüße aus dem sonnigen Texas, Hans-Christian © Jutta Freitag

Hannover-Celle-Marathon – 06.07.2003

Ein Rennbericht von Thomas Clasing

Auf´s falsche „Pferd“ gesetzt!

Eigentlich fing alles ganz gut an. Ich hatte zwar nicht übermäßig viel trainiert, nur ein bisschen auf dem Ergometer und ein paar Dienstage mit dem Team. Trotzdem fühlte ich mich fit und war guter Dinge. Auch, weil ich auf 84-mm Rollen aufgerüstet hatte. Als mein größtes Problem sah ich, dass ich nicht so oft in den Schuhen gelaufen bin, und dadurch meine Fußgelenke etwas wackelig waren. Ich hoffte, das wird sich im Rennen schon geben.
Doch weit gefehlt, bereits gleich nach dem Start machte sich das bemerkbar, indem ich nicht zu der Gruppe aufschließen konnte, die ich im Visier hatte. Ich bekam einfach keinen sauberen Sprint zustande. Also steckte ich zurück und versuchte einen ruhigeren Schritt, und damit einen ordentlichen Rhythmus zu finden.
Trotz meiner wackeligen Fahrweise hatten sich mir schon bald ein paar Skater angeschlossen. Ich nehme mal an, diese dachten – aufgrund meines professionellen Outfits mit unserer Team Rennkombi – ich bin der richtige Windschatten und bringe sie gut nach Celle. Als fairer Sportsmann musste ich meine Mitskater dann in Kirchhorst kurz vor der 90-Grad-Kurve darauf hingewiesen, dass ich nicht gut zurecht komme und es besser wäre, alleine weiter zu fahren. Daraufhin boten sie mir an, die Führung zu übernehmen und meinten, ich käme in ihrer Mitte besser zurecht. Das fand ich zwar sehr sportlich, musste aber dankend ablehnen. Und so zogen 7 auf einen Streich an mir vorbei und entfernten sich auch recht zügig.
Derweil eierte ich mühsam durch Burgdorf. Bei der Abfahrt musste sogar bremsen, um dort heil durchzukommen. Währenddessen festigte sich der Gedanke, das Rennen abzubrechen. Am Ortsausgang von Sorgensen fuhr ich dann rechts ran und zog meine Skates aus. Eine Motorradstreife hielt an. Der Fahrer fragte, ob alles in Ordnung sei (was ich sehr aufmerksam fand). Nachdem ich erklärt hatte, dass ich aussteige, fuhr er wieder seines Weges.
Natürlich wollte ich nicht so lange dort herumstehen bis der Besenwagen kommt, wollte ihn zudem nicht wirklich in Anspruch nehmen.So nahm ich meine Skates unter den Arm, um mich zu Fuß auf den Weg zu machen.
Dabei bestätigte sich, was ich während der Fahrt schon gesehen hatte, aber erst nicht recht glauben wollte: die Schiene war verrutscht. Werkzeug hatte ich natürlich keines dabei, obwohl ich es ursprünglich mitnehmen wollte.
Nach 10 Minuten Fußmarsch kam ich in Dachtmissen an, wo ich jubelnd empfangen wurde. Ich dachte, da kommt wieder eine Gruppe angerollt doch als ich mich umsah, war keiner zu sehen. Eine junge Frau kam gleich auf mich zu und reichte mir einen Becher mit Wein (schmeckte lecker). Auch ein Feuerwehrmann kam gleich auf mich zu, und fragte, ob er was für mich tun könne. Nachdem ich mein Problem geschildert hatte, verwies er mich an eine junge Kollegin, die in der nächsten Kurve stand. Die wiederum flitzte wie ein geölter Blitz nach Hause, um mir einen Imbusschlüssel zu holen.
Nachdem ich alles gerichtet hatte, zog ich meine Ausrüstung wieder an, wobei mir ein weiterer Feuerwehrmann zügig zur Hand ging. Er meinte, jede Minute zählt doch für mich. Unter Beifall nahm mich das Rennen wieder auf. DANKE DACHTMISSEN!!!
Gut, viel hatte sich an meinem Stil nicht geändert. Zu allem Überfluss tat sich kurz vor Nienhagen an der rechten Ferse auch noch eine Blase auf. Keine 5 Minuten später auch eine an der linken Ferse! Ich malte mir schon aus, wie tief sie sich auf dem Weg ins Ziel wohl ins Fleisch fressen würden.
Besonders gut kam da natürlich die sogenannte „Champion’s Road“ zwischen Nienhagen und Burg. Jetzt noch zu Fuß gehen wollte ich natürlich auch nicht, wo ich doch auch schon so viele Skater wie in keinem Rennen zuvor überholt hatte (hielt mich das am laufen?)! Sollte ich die alle noch mal vorbei lassen? Nein, das konnte ich mir nicht antun! Also weiter geeiert und siehe da, das Ziel war in Sicht! In sagenhaften 2 Stunden und 15 Minuten überquerte ich die Zielmatte.
Wie nach jedem Rennen ist man hinterher immer schlauer – so auch diesmal. Ich denke, mit meinen alten Skates hätte ich auf´s richtige Pferd gesetzt und die Strecke mindestens in 1:30 geschafft. Vielleicht beim nächsten Mal?!

Ich wünsche allen Verletzten „Gute Besserung“,
TiCi

Duisburg Marathon / Europa-Meisterschaft – 1.06.2003

Erfolge auf Europäischer Ebene für die Celle Skater

Unsere TOP TEN:

  • Margrit Timmann errang mit dem zweiten Platz in der Altersklasse W60 die EM Silber Medaille
  • Rainer Rudolph errang mit dem dritten Platz in der Altersklasse M50 die EM Bronze Medaille
  • Colette Becker errang den fünften Platz in der Altersklasse W30
  • Reiner Ertel errang den achten Platz in der Altersklasse M60

Unsere Europameisterschafts-Ergebnisse im Detail:

Ges.Platz
Name
Platzierung nach
Altersklasse
Zeit
41.
Michael Gärtner
27. M30
01:18:49
5.
Colette Becker
5. W30
01:19:26
50.
Rainer Rudolph
3. M50 (Bronze)
01:20:24
50.
Thomas Rumpf
15. M40
01:20:25
57.
Olaf Herrmann
20. M40
01:20:39
102.
Reiner Ertel
8. M60
01:27:18
35.
Margrit Timmann
2. W60 (Silber)
01:34:51


Margrit Timmann, unsere Vize-Europameisterin

 


Olaf Herrmann, Rainer Rudolph und Thomas Rumpf in der Startaufstellung

Freiburg Team- und Einzelzeitfahren / Landesmeisterschaft – 19.05.2003

Ergebnisse Einzelzeitfahren der Männer über 21,1 km

Ges.Platz
Name
Platzierung nach
Altersklasse
Zeit
7.
Thomas Rumpf
2. M40
42:22
8.
Michael Gärtner
3. M30
42:41
10.
Rainer Rudolph
2. M50
43:27
16.
Olaf Hermann
4. M40
45:48
18.
Uwe Müller
6. M40
46:09
24.
Lutz Müller
8. M30
47:00
24.
Reiner Ertel
4. M60
47:47
30.
Ernst-Günter Runge
6. M50
49:39
31.
Leonhard Egner
7. M50
50:11
32.
Dirk Meishner
9. M40
50:45
33.
Heinrich Grabenhorst
8. M50
51:39
34.
Detlef Gradert
10. M40
51:51
35.
Andreas Forster
11. M40
52:22

Ergebnisse Einzelzeitfahren der Frauen über 21,1 km

Ges.Platz
Name
Platzierung nach
Altersklasse
Zeit
3.
Isabell Gradert
2. W20
46:21
9.
Astrid Roeder
3. W30
52:27
11.
Christhild-Elisab. Nolte
2. W40
59:05
12.
Brigitte Weigel
4. W50
59:18

Ergebnisse Teamwertungen über 21,1 km

Name
Platzierung nach
Kategorie
Zeit
Rainer Rudolph, Thomas Rumpf, Olaf Herrmann, Uwe Müller, Reiner Ertel
1. Masters
21:42
Isabell Gradert, Astrid Roeder, Colette Becker, Angelika Gradert, Anna-Lena Gradert
1. Frauen
23:00
Heinrich Grabenhorst, Ernst-Günter Runge, Leonhard Egner, Andreas Forster, Detlef Gradert, Dirk Meishner
2. Masters
24:33

 


Unser erfolgeiches Frauenteam: Anna-Lena Gradert, Isabell Gradert,
Astrid Roeder, Colette Becker, und Angelika Gradert

Rastatt Halbmarathon / Deutsche Meisterschaft – 10.05.2003


Die Ergebnisse unserer Frauen:

Ges.Platz
Name
Platzierung nach
Altersklasse
Zeit
41.
Isabell Gradert
22. Aktive
39:01
43.
Colette Becker
9. W30
39:20
60.
Astrid Roeder
16. W30
44:17
75.
Anna-Lena Gradert
31. Aktive
46:44

Die Ergebnisse unserer Männer:

Ges.Platz
Name
Platzierung nach
Altersklasse
Zeit
108.
Thomas Rumpf
9. M40
38:03
118.
Rainer Rudolph
4. M50
38:04
243.
Reiner Ertel
5. M60
43:47

Hannover Spielbanken-Marathon / World-Cup – 04.05.2003

Keiner hat mich auf der Strecke überholt… dennoch habe ich nicht gesigt!

Ich war ziemlich nervös, wollte endlich mal im Wettkampf so gut fahren wie im Training und hatte mir somit viel vorgenommen:
Ziel 1: Beim Start mal selbstbewußt genug sein und mit in die führende Gruppe gehen
Ziel 2: Vor Mama, Papa und Anna-Lena ins Ziel kommen, die 40 Minuten nach mir zum Halbmarathon starten
Ziel 3: Um die 1:30 h fahren

Vor dem Start wurden wir Frauen von den Organisatoren immer hin und her geschoben, denn keiner wusste so recht, aus welchem Startblock wir starten sollen. Schließlich mussten wir am Ende, nach ALLEN Männern, starten. Ich freute mich, denn dann ist es viel übersichtlicher.
So verlief der Start nach Plan. Ich setzte mich ans Ende der führenden Gruppe hinter namhafte Fahrerinnen. Alles war super! Keiner der Frauen wollte so richtig das Tempo machen und so fuhren wir ziemlich gemütlich am Maschsee entlang. Nervig war nur, dass wir uns einen Weg durch die langsamen Männer bahnen mussten, aber dabei half uns der Schiri auf dem Motorrad.
Auf dem Kröpke dann mein aus: Während der Fahrt durch die Innenstadt über enge, gepflasterte, kurvige, mit Kopfsteinpflaster gespickte Wege wurde kurz das Tempo angezogen und ich, die ziemlich weit hinten in der Gruppe von 17 Fahrerinnen war, hatte auf einmal 10 Meter Abstand zur letzten Fahrerin aus der Gruppe. Und da vor mir Frauen aus der nationalen Spitze fuhren, war mein Gastspiel bereits nach 8 Kilometer beendet.
Es folgten sehr anstrengende Kilometer, denn das Problem war, dass kein Mensch meiner Leistung in der Nähe war. Nun ärgerte ich mich stark über die Regelung die Frauen ganz am Ende unter sich starten zu lassen (die guten Männer waren ja 5 Minuten vor uns Frauen gestartet). So lassen sich die letzten 13 Kilometer der ersten Runde sehr einfach zusammenfassen: Ich lief alleine und überholte zig Männer. Ich nahm mir vor bis zum Ende der ersten Runde (Halbmarathon) voll zu fahren und dann aufzuhören.
Doch als ich (immer noch alleine fahrend) nach 43 Minuten das erste Mal das Ziel überquerte, meldete sich mein Gewissen. Nein, ich durfte mir nicht die Blöße geben und aufhören, was würde Olaf mir am Dienstag beim Training für Vorwürfe machen. Also fuhr ich weiter….
Doch die Hoffnung auf eine zweite bessere Runde wurde sofort untergraben: Da der Halbmarathon 40 Minuten nach mir gestartet wurde, kam ich gerade in die große, breite Masse der Freizeitfahrer hinein, die den Marathon als einen Familienausflug auf Skates nutzten. (Wo gegen überhaupt NICHTS einzuwenden ist, aber für mich wurde es nur noch schwieriger!)
Bei Kilometer 28, ich hatte mich 20 Kilometer alleine fortbewegt, dann die Erlösung. Die zweite Frauengruppe hatte mich eingeholt und so fuhren wir zu sechst weiter. Ich beteiligte mich allerdings nicht an der Führungsarbeit, da ich zu dem Zeitpunkt eigentlich mehr als fertig war. Die neue Gruppe war gut und es tat mir leid, dass ich mich nicht an der Arbeit beteiligten konnte und dann auch noch den Zielsprint der Gruppe ganz knapp gewann (Danke an Michael, der das beim Training immer mit mir übt! (-; ).

Tja, was war aus meinen Zielen geworden?
Ziel 1 habe ich ganz klar erreicht, auch wenn es an der weiteren konstanten Ausführung noch haperte.
Ziel 2 habe ich zu zwei drittel erreicht. Mama und Anna-Lena konnte ich hinter mir lassen, Papa muß sich wohl kurz vor mir ins Ziel gerettet haben.
Ziel 3 habe ich mit 1:29:32 Stunden einigermaßen zufriedenstellend bewältigt.

Insgesamt ein guter Marathon, der für mich sehr lehrreich war, und außerdem mir den Ausblick auf Freiburg (Einzelzeitfahren über die Halbmarathondistanz) gab.

Viele Grüße, Isabell

Hamburg Olympus-Marathon / World-Cup – 27.04.2003

Celler Skater schlagen sich achtbar

Im Rahmen des Hamburg-Marathons der Läufer fand erneut ein Weltcuprennen der Speedskater statt. Massimilano Presti, der Bruder des Vorjahressieger Luca, konnte sich den Sieg sichern. Der bestplazierte Deutsche kam in dem international hochklassig besetzen Feld auf Rang 31. Das Tempo des Rennens litt unter den ungünstigen Wetterbedingungen, so dass keine neuen Bestzeiten aufgestellt wurden.
Für die kleine Gruppe von 12 angetretenen Aktiven des Skate-Teams Celle war das Rennen der erste Marathon der Saison und diente als Leistungstest vor dem Beginn der Nordcup-Serie.
Thomas Rumpf erreichte als 106. in 1:25:55 das Ziel und war damit zwar schnellster Celler, blieb aber als 9. seiner Altersklassen hinter den Erwartungen zurück. Ebenso Probleme mit der noch teilweise nassen Strecke hatte Rainer Rudolph, der sich als 168. Rang 5 bei den über 50-jährigen sichern konnte. Eine nach überstandener Verletzung ansteigende Formkurve zeigte Uwe Müller auf Platz 216. In der AK 60 wusste Lutz Lambrecht als 12. zu überraschen. Erfreulich war das Abschneiden der Damen. Celles Neuzugang Colette Becker sorgte auf Position 35 und ihrem 5. Platz in der Altersklasse W30 für das beste Resultat des Skate-Teams. Mit ihrer Zeit von 1:30:09 konnte sie die meisten Männer hinter sich lassen. Auch Angelika Gradert konnte sich als 21. In der Altersklasse W40 gut behaupten.

Thomas Rumpf


Vor dem Start noch gut lachen haben: Dirk Freytag, Rainer Rudolph, Uwe Müller,
Björn Marciniak, Thomas Rumpf und Lutz Müller (v.l.n.r.)

Die Ergebnisse im Detail:

Ges.Platz
Name
Platzierung nach
Altersklasse
Zeit
106.
Thomas Rumpf
9. M40
01:25:55
168.
Rainer Rudolph
5. M50
01:28:50
35.
Colette Becker
5. W30
01:30:09
216.
Uwe Müller
43. M40
01:31:24
247.
Lutz Müller
103. M30
01:32:27
350.
Detlef Gradert
88. M40
01:36:42
373.
Dirk Freytag
167. M30
01:37:28
385.
Ernst-Günter Runge
27. M50
01:38:08
455.
Björn Marciniak
126. M40
01:39:46
508.
Lutz Lambrecht
12. M60
01:41:55
674.
Dirk Meishner
187. M40
01:46:58
127.
Angelika Gradert
21. W40
01:49:02
1077.
Rainer Belde
472. M30
02:08:04

Paderborner Osterlauf – 19.04.2003

Der Hasenlauf der kleinen und großen Hoppler

Am Ostersamstag um 12:45 Uhr fiel in Paderborn der Startschuß zum wilden Osterlauf. Das ist ein Sprintrennen über 10 km für die Inline-SkaterInnen. Es werden werden 2 Runden – mit einer 180 Grad Kurve auf halber Strecke gehoppelt. Am Start waren unter anderem die TOP-Häsin Sandra Stender (Favoritin) aus Paderborn und auch die kleine Hasemaus Adelina, die letztes Jahr vor mir gewonnen hatte und auf Platz 1 war. Heute hatten beide nicht so ihren Tag. TOP-Häsin Sandra verlor in der ersten Runde ihre vordere linke Achsschraube vom Hoppelfrontlauf und warf die Möhre in den Graben (gab auf). Somit blieben in dieser Spitzenhasengruppe von 10 schnellen Hasenmännern nur Yvonne Hommel und ich übrig – bei dem Lauf um die erste Möhre.
Leider, leider, fehlte mir die Motivation, an Yvonne vorbeizuskaten, aber natürlich auch die Kraft, mich nach vorne vorzukämpfen. Nachdem ich in der zweiten Runde einen gewagten Blick nach hinten wagte, erschrak ich und bemerkte, oh Schreck!, dass ich an letzter Stelle der Hasengruppe war, und dass weit und breit hinter mir kein anderer Hase zu sehen war!!! Also musste ich mich anstrengen, nicht aus der Gruppe zu fall-löffeln. Während des Hasengehoppeles, schoß mir durch das Hasenhirn: „Mir reichte auch die zweite Möhre!!!“.
Somit badete ich auf den letzen 150 m bis zum Ziel in der klatschenden Menge und schrie dem Publikum zu, dass ich die zweite Frau bin!!! Jaaaa, ….das musste einfach sein – ich hoffe, ihr findet das nicht zu hasig?!
Was jedoch mir fast das Leben kostete, waren zwei vereinsamte Igel-Skaterinnen, die noch die erste Runde skateten, und plötzlich vor mir von links auf meine Spur wechselten. So wäre ich fast in sie hineingestürzt und hätte mir kurz vor der Ziellinie beinahe die Hasenarme gebrochen. Es war ein totaler Schock für mich, diese beiden plötzlich vor mir zu haben, wo ich gerade meine Höchstgeschwindigkeit an Hoppelschritten erreicht hatte… Aber ich lebe noch und freue mich, im Celler Hasenkostüm auf dem Zweimöhrentreppchen gestanden zu haben.

Liebe Grüsse, Colette Becker

Hannover-Celle Marathon – 13.10.2002

Ergebnisse:

Männer Zeit Platz / AK
4. Olo-Mario Flohr 1:17:07 2. / M30
23. Thomas Rumpf 1:18:34 2. / M40
25. Björn Krocker 1:19:35 7. / MHK
26. Hartmut Weigel – (InLion.com) 1:23:04 8. / MHK
36. Michael Gärtner 1:23:08 18. / M30
51. Rainer Rudolph 1:23:33 1. / M50
66. Lutz Müller – (InLion.com) 1:28:53 32. / M30
80. Reiner Ertel 1:29:09 2. / M60
82. Dirk Freytag 1:29:18 40. / M30
114. Leonard Egner 1:34:04 13. / M50
134. Detlef Gradert 1:36:03 20. / M40
136. Dirk Meishner 1:36:06 22. / M40
157. Hartmut Böhme 1:37:50 17. / M50
168. Heiner Grabenhorst 1:38:05 18. / M50
183. Andreas Forster 1:38:17 40. / M40
189. Stefan Schmidbauer 1:38:29 82. / M30
195. Lutz Lambrecht 1:38:42 20. / M50
224. Martin Klingemann 1:41:46 94. / M30
226. Thomas Clasing 1:41:50 49. / M40
341. Reiner Huß – (InLion.com) 1:51:58 136. / M30
342. Uwe Landsberg 1:51:58 46. / M50
351. Harald Wirbalds 1:52:26 82. / M40
406. Peter Knaup v. Gebhardt 1:55:31 169. / M30
579. Alfred Ostertag 2:06:41 31. / M60
629. Dirk Köhler 2:10:54 250. / M30
663. Reiner Belde 2:14:01 262. / M30
734. Robert Ambroselli 2:25:13 46. / M60
Frauen Zeit Platz / AK
6. Yvonne Hommel 1:23:11 3. / WHK
10. Katrin Anslik (InLion.com) 1:28:17 5. / W30
13. Isabell Gradert 1:29:01 2. / WJ
22. Petra Riekher 1:37:57 11. / W30
51. Ina Rehwinkel 1:47:39 28. / W30
62. Sybill Musick 1:50:28 34. / W30
63. Angelika Gradert 1:50:29 6. / W40
68. Brigitte Weigel 1:50:44 4. / W50
73. Margrit Timmann 1:51:59 5. / W50
75. Alexandra Herr 1:52:25 40. / W30
94. Christhild Nolte 1:55:29 13. / W40
95. Cecilia Knaup v. Gebhardt 1:55:35 53. / W30
96. Swantje Nanke 1:55:38 54. / W30
112. Karin Battermann 1:58:16 63. / W30
186. Babara Sieverling 2:09:44 32. / W40
330. Marion Müller 2:33:40 76. / W40

Prezelle Doppel-Marathon-DM – 21.07.2002

Ergebnisse Doppel-Marathon (Deutsche Meisterschaft):

Männer
Zeit
Platz / AK
7.
Olo Flohr
2:33:24
2. / M30
29.
Thomas Rumpf
2:37:20
6. / M40
41.
Rainer Rudolph
2:46:06
3. / M50
45.
Olaf Herrmann
2:49:31
21. / M30
49.
Michael Gärtner
2:49:33
24. / M30
57.
Hartmut Weigel
2:56:14
17. / MHK
91.
Uwe Müller
3:07:05
18. / M40
110.
Martin Klingemann
3:23:20
42. /M30
115.
Dirk Meishner
3:35:36
24. / M40
120.
Peter Knaup v. Gebhardt
3:55:23
43. / M30


Frauen
Zeit
Platz / AK
4.
Yvonne Hommel
2:55:14
3. / WHK
6.
Katrin Anslik
2:58:13
2. / W30
18.
Isabell Gradert
3:18:12
8. / WHK
32.
Christhild Nolte
3:54:59
8. / W40
33.
Cecilia Knaup v. Gebhardt
3:54:59
12. / W30
35.
Brigitte Weigel
3:55:04
4. / W50

Ergebnisse Marathon:

Männer
Zeit
Platz / AK
22.
Detlef Gradert
1:37:19
6. / M40
46.
Alfred Ostertag
1:49:14
7. / M60


Frauen
Zeit
Platz / AK
14.
Angelika Gradert
1:47:51
2. / W40
46.
Babara Sieverling
1:55:27
6. / W40

Wedel Marathon – 30.06.2002

Marathon bei Regen

Treffen um 08:00 Uhr in Celle. Sachen umladen, und dann los. Die verschiedenen Wetterdienste ließen für den Tag im Raum Hamburg keine eindeutige Vorhersage zu, so daß auch die weichen Regenrollen mit im Gepäck waren. Während der Fahrt nach Wedel blieb es noch trocken. Dort hatte es die Nacht geregnet und die Straßen waren noch feucht. Bis zum Start um 11:00 Uhr sollte das aber getrocknet sein – so hofften wir, zumal es auch ziemlich windig war. Die Trockenrollen blieben also erst einmal drauf – trotz einiger kurzer Sprühschauer und niedriger Wolkendecke.
20 Minuten vor dem Start fing es erst langsam, dann intensiver an zu regnen. Ich hatte noch meine 85er Hyper +G montiert, und sah so kurz vor dem Start nicht ein, das noch zu ändern. Thomas Rumpf und Rainer Rudolph brachten jetzt noch die Nerven auf, und schraubten die Regenrollen drauf.
Pünktlich kurz vor dem Start war die Straße dann patschnass. Viele Teilnehmer entschieden sich nun noch kurzfristig um, und verzichteten auf die anstehende Rutschpartie.
Es war wie Frankfurt 2001. Rennanzug bereits vor dem Start durchgeweicht. Schon das Einrollen wurde zum Balanceakt. Und wie in Frankfurt die falschen Rollen drunter – nur dort hatte ich die 83er Hyper drauf, und mit denen gab es schon kein Vorankommen. Ich stellte mich also zum Start in des letzte Drittel, um mir zumindest den Startstress weiter vorn zu ersparen, wenn alle gleichzeitig so schnell wie möglich los wollen.
Der Start selbst erfolgte dann unspektakulär und in aller Ruhe. Als ich dann erst nach über 20 Sekunden über die Startmatte fuhr, waren die Skater meine Leistungsklasse schon lange vorne weg. Von diesem Zeitpunkt an war Isabell bei mir, die hier ihren zweiten Marathon fuhr. Kurz nach dem Start fanden wir noch Hans-Christian Freitag, so dass wir eine kleine Dreiergruppe hatten. Das lief anfangs auch ganz gut, bis Hans-Christian nach 2 km mit Kopfschütteln und den Worten „ich steig hier aus, es hat kein Zweck“ links herausfuhr. Isabell und ich fanden dann eine größere Gruppe, mit denen wir einigermaßen fahren konnten. Nach ca. 8 Km kam dann der Abzweig für die Fahrer, die sich nur den Halbmarathon vorgenommen hatten. Unsere Gruppe löste sich dadurch bis auf 6 Personen auf. Erstaunlicherweise lief es mit der reduzierten Gruppe besser und schneller.
Es hörte nun auf zu regnen, bis die Strecke abtrocknete würde es aber noch dauern. Es war immer noch sehr glitschig, und ich mußte mich mehrfach abfangen, nachdem meine Rollen lieber quer rutschen als geradeaus zu rollen.
Nachdem die ersten helleren Stellen auf dem Asphalt zu sehen waren, ging es dann etwas schneller voran, indem ich immer den günstigsten Weg von einer „guten“ Stelle zur Nächsten fuhr.
Von diesem Zeitpunkt an bin ich dann fast allein vorn gefahren. Nach ca. 15 Km ging es ab von der Hauptstraße auf asphaltierte Planwege, sozusagen Querfeldein. In der Kurve sah ich nach hinten: Isabell war noch da! Aber sonst nur noch zwei hinter ihr. Den Rest hatten wir verloren. Die Planwege waren nur ca. 2,5 m breit, mit Steinchen und Sand verschmutzt, dazu noch sehr grobkörnig asphaltiert. In diesem Material hielt sich noch die Nässe. Somit ging die folgenden ca. 10 Km fast gar nichts. Die zwei „Fremden unserer Gruppe“ versuchten hier Führungsarbeit zu machen, gaben aber nach kurzer Zeit entnervt auf, und fuhren wieder hinten dran. Eine große, ca. 1 Km vor uns fahrende Gruppe die ab und zu ins Blickfeld kam, versuchten wir erst gar nicht zu erreichen, da unsere Gruppe hierfür zu schwach war; auch weil ich als einziger führen konnte. Erstaunlicherweise wurden wir auch nicht von einer nachfolgenden Gruppe eingeholt.
Meine Lager gaben schon seit einiger Zeit mahlende Geräusche von sich, was bedeutet, dass sich mehr Wasser als Öl in den Lagern befindet. Aber sie begannen wenigstens nicht zu quietschen.
Dann wurde der Asphalt besser und auch trockener. Dies war also der gute Streckenabschnitt hinter dem Deich. Hier konnten wir wirklich schnell fahren. Nach einigen Km hatten wir einen weiteren Fahrer unserer Gruppe verloren. Den anderen fragte ich wie es aussieht mit Führungsarbeit. Er winkte daraufhin dankend ab mit den Worten: „bin froh, dass ich dranbleiben kann“. Da es zum Ziel noch ca. 10 Km waren, und ich vorn keine Ablösung zu erwarten hatte, stellte ich die Technik auf Sparantrieb um, indem ich die Schrittfrequenz reduzierte, und mehr mit dem Innenabstoß (meines DoublePush) arbeitete.
Schon mit etwas Erstaunen stellte ich regelmäßig fest, dass Isabell anscheinend föllig mühelos hinter mir bleiben konnte. Nur in den Kurven verlor sie immer einige Meter. Isabell! Wenn Du das hier ließt: An Deiner Kurventechnik werden wir demnächst noch arbeiten! – oK?.
Fünf Km vor dem Ziel kam dann ein einzelner Fahrer, der aus der vor uns fahrenden Gruppe herausgefallen war in´s Sichtfeld. Ich beschloss für mich, diesen noch zu kriegen, und damit mein Tagessoll zu erfüllen. Es lief auch ganz gut – er drehte sich nicht zu uns um, so dass wir unbemerkt Meter um Meter auf ihn gutmachen konnten. Dann, auf der langen Zielgeraden war er noch ca. 20 Meter vor uns. Jetzt sah ich, dass es Hans-Peter Kattau war. Meinen Zielsprint setzte ich sehr früh an, so dass ich ca. 50 m vor dem Ziel bei ihm war, und mit ziemlichem Geschwindigkeitsüberschuss an ihm vorbeirauschte. Aus den Augenwinkeln sah ich noch, dass er daraufhin auch antrat – da waren ich und auch Isabell schon ein paar uneinholbare Meter voraus.
So haben wir auch noch den schnellen Hans-Peter abgefangen. Im Ziel war sie immer noch bei mir – das konnte doch nicht sein, oder?

Fazit: Für mich war es ein erfolgreiches Rennen, da ich trotz der falschen Rollen und mit 30 Km Führungsarbeit nur 10 Minuten langsamer war als die Sieger. Dazu kam noch der Spassfaktor, auch dass es bei Isabell so gut lief.

Von den 191 Skatern, die in´s Ziel kamen, waren allein 17 vom Skate-Team Celle. Die ganzen Plazierungen, darunter eine Menge Erste, Zweite und Dritte, bitte ich der Tabelle zu entnehmen.

Uwe Müller

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
3.
Olo Flohr
1:25:03
1. / M30
20.
Thomas Rumpf
1:26:26
2. / M40
26.
Yvonne Hommel
1:30:18
1. / Akt
27.
Katrin Anslik
1:30:16
2. / W30
44.
Hartmut Weigel
1:32:16
15. / Akt
45.
Rainer Rudolph
1:32:18
1. / M50
46.
Michael Gärtner
1:32:19
22. / M30
60.
Winfried Weigel
1:34:07
17. /Akt
61.
Reiner Ertel
1:34:15
2. / M60
67.
Uwe Müller
1:35:47
11. / M40
68.
Isabell Gradert
1:35:48
3. / Akt
76.
Lutz Müller
1:40:32
32. / W30
78.
Leo Egner
1:41:18
4. / W50
90.
Heiner Grabenhorst
1:43:47
5. / M50
115.
Dirk Meishner
1:48:16
27. / M40
127.
Andreas Forster
1:52:10
31. / M40
160.
Brigitte Weigel
1:58:31
2. / W50

Mannheim Marathon – 15.06.2002

Zu dritt zogen wir aus, um die Fahnen des Skate Teams Celle auch in den südlichen Regionen zu vertreten. Mannheim-Schwetzingen stand auf dem Programm. Thomas und ich machten uns von meiner Wohnung auf und waren sehr gespannt, was beim 1. Rhein-Neckar Inline Marathons und dem Auftakt der Jever Blade Challenge auf uns wartete. Denn die Strecke kannte niemand und man bekam auch nicht raus, wie die Streckenführung gedacht war. Noch voller Hoffnung, dass alles gut werden würde kamen wir nach Schwetzingen und holten unsere Startnummern ab. Mit dem Bus ging es nach Mannheim zum Start und dann hieß es erst mal warten. Der letzte Bus erreichte kappe 2 Stunde vor dem Start sein Ziel und wir warteten, dass es endlich 17.30 Uhr werde.
Leider wartete Petrus nicht so lange und es begann zu regnen. Zum Glück konnte man sich unterstellen, an Rollenwechsel brauchte man nicht mehr zu denken, schließlich waren die ja alle am Ziel. Die Organisation rund um den Start klappte dann und die erste Zeit sollten wir hinter dem Führungsfahrzeug fahren, dass Rennen sollte also langsam und geordnet starten. Nach dem Start war aber, so Aussage Thomas, kein Auto zu sehen und es ging sofort mit dem Rennen los – und nicht nur mit dem Rennen. Es schüttete 5 Minuten nach dem Start aus Kübeln und man war nur noch bedacht, nicht hin zu fallen. Raus aus Mannheim, gute Strecke, super Streckenposten, man wusste genau, wo es lang ging. Die ersten beiden Gruppen hatten Motorradbegleitung und die Absperrungen klappten sehr gut. Keine Autos und das beim ersten Lauf.
An viel wurde gedacht, nur wie weit war man eigentlich schon gekommen? Ich vermisste die Kilometerschilder, aber die konnten ja noch kommen. Weiterfahren. Thomas und Ole waren gut vorn mit unterwegs und setzten sich in den ersten Gruppen fest.
Ich war froh, jemanden vor mir zu haben, der mir Windschatten gab und hoffte weiter auf Kilometerschilder. Auf jeden Fall ließ der Regen nach und die Straße bestand nicht mehr nur aus Pfützen, dafür ging es auf die Felder. Rauer Asphalt und viel Feld bestimmten die Strecke nach ca. 15 Kilometern, Mit wenigen Steigungen und noch weniger Zuschauern ging es durch die Felder zwischen Mannheim und Heidelberg. Aber immer ebenerdige Strecke mit wenigen sehr geringen Steigungen. Plötzlich kam ein Polizeimotorrad mit der ersten Gruppe von hinten. Wir befanden uns wohl in einer Runde. Tatsächlich, nach einer kleinen Vorortkolonie mit Zuschauern konnte man sich entscheiden, direkt zum Ziel zu fahren oder eine weitere Runde zu fahren. Wie viel Runden man fahren musste, war unbekannt, ganz zu schweigen von den bisher gefahrenen Kilometern. Also wieder über die Felder, zum Glück hatte es aufgehört zu regnen und die Strecke wurde etwas trockener. Nach der zweiten Runde dann nach rechts abbiegen und Richtung Ziel. Wie lange war die Strecke noch. Nach Pulsmesser musste es bald geschafft sein, aber wer weiß. Ein Streckenposten rief: “ Noch 3 Kilometer, dann habt Ihr es geschafft. Ich überholte eine Skaterin und gab die Info weiter. Sie antwortete: „Ich dachte einer.“ Mal sehen, was kommt. Über eine Eisenbahnbrücke, um die Kurve und das Ziel. Geschafft. Der erste Rhein-Neckar Inline Maraton war geschafft. Olo kam als 22. mit den abgerissenen Leuten der Spitzengruppe ins Ziel und Thomas sicherte sich den Sieg in der M40.

Dirk Freytag

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
22.
Olo Flohr
1:15:32,1
5. / M30
40.
Thomas Rumpf
1:19:10,5
1. / M40
210.
Dirk Freytag
1:33:48,6
80. / M30

Wesseling Halb-Marathon-DM – 09.06.2002

Bronze für Reiner, aber viel Blut auf der Straße

Recht erwartungsvoll waren wir alle nach Wesseling gefahren, da sich nach dem Meldeergebnis so einige von uns Medaillenchancen ausrechnen durften. Bei herrlichem Sommerwetter erreichten wir die Strecke. Liebevoll hatte der TuS Wesseling das Rennen organisiert. Eine erste Proberunde zeigte schon, dass es hier recht anstrengend sein würde.
Viele Kurven, knackige Anstiege und diverse Macken im Asphalt ließen keine Langeweile aufkommen. Bei Warmfahren nahm ich gleich mal die Konkurrenz unter die Lupe, das war ein dummer Fehler, ich hätte lieber auf die Bitumenfugen in Fahrtrichtung achten sollen! Die Rollen klebten in der schwarzen Masse fest, wie in Kaugummi, und ich setzte ein Kurzprogramm von Kunstfiguren an, das mit einem Kniefall vor dem verduzten Publikum endete. Aua! Ich saß noch innerlich schimpfend am Straßenrand, als die nächsten beiden Speedys mit Hilfe besagter Fuge abflogen. Vorsichtig lief ich weiter auf meiner Aufwärmrunde, während weitere Aktive die Wirkung dieser Fugen testeten. Was sich hier noch witzig anhört, war aber für die Sportler überhaupt kein Vergnügen, einen erwischte es sogar so übel, dass er gar nicht mehr zum Rennen antreten konnte. Langsam sammelten sich alle Aktive am Start. Der Schiedsrichter tauchte auf, gab die letzten Hinweise und dann… Nee, da kam kein Startschuss, sondern der Hinweis, dass sich alle Aktiven am Ziel einzufinden hätten, da dort die Meisterschaft eröffnet werde. Also alle ab zum Ziel, einige salbungsvolle Worte vom Bürgermeister anhören, dann weiter zum Start und wieder aufbauen. Dann endlich der Startschuss. Gut eine Runde lang kann ich der Spitze folgen, aber dann kam doch der Abriss. Zum Glück nicht alleine. Erst zu dritt, dann zu fünft am Ende zu sechst fliehen wir vor der großen ersten Verfolgergruppe. Nach jedem der Anstiege bin ich am Ende und kann mich mit Mühe noch in der Gruppe halten. Die Runden ziehen sich so hin Abfahrt, Anstieg, Anschluss halten und wieder von vorn. Nach 6 Runden müssen auch meine Mitskater langsam den Anstiegen Tribut zollen und gehen die Sache etwas langsamer an, ich gewöhne mich an die Anstiege und komme langsam gut klar. Allerdings kommen jetzt die Verfolger u.a. mit Rainer und Michael immer näher.
Endlich wird die letzte Runde eingeläutet. Zwei Kilometer vorm Ziel kommt der erste Ausriss. Keiner reagiert, auf der nächsten Abfahrt fahre ich das Loch wieder zu. Bis zur letzten Abfahrt bleibt die Gruppe zusammen. Mit rasendem Tempo wird jetzt den Berg hinunter gespurtet, dann kommt das dicke Ende: Der Anstieg ins Ziel. Ich schiebe mich langsam nach vorn. Mit drei Mann nebeneinander kämpfen wir auf das Ziel zu. Der Zielkanal wird immer enger, links die Sperrgitter, rechts die beiden anderen. Einen Meter vor dem Ziel merke ich einen Schlag am rechten Skate und höre anschließend das typische miese Geräusch eines Sturzes. Scheiße! Völlig außer Atem versuche ich mich zu erholen. Die nächste Gruppe rast gerade ins Ziel. Als die Strecke wieder frei ist, rolle ich zum Ziel, wo sich Sanitäter bereits um den gestürzten Jörg aus Kiel kümmern. Ich will mich sofort bei Jörg entschuldigen und sehe die Reste eines Zahnes auf dem Boden liegen! „Oh Scheiße, den hat’s ja richtig mies erwischt!“ schießt es mir nur noch durch den Kopf.
Auf dem Weg zum Auto begegnen mir Olo und Chris. Das fröhliche „wie ist denn so bei euch gelaufen?“ ist noch gar nicht ganz aus meinem Mund heraus, als ich die frischen Schürfwunden der beiden sehe. Nagut, war `ne dumme und vollkommen überflüssige Frage. Beide wurden in der letzten Runde beim Versuch in Führung zu gehen von einem unachtsamen Konkurrenten erwischt und zu Boden gezwungen.
Nach einer elendig langen Warterei gibt es dann endlich die Ergebnisse und auch einen Grund zur Freude: Reiner hat Bronze! Rainer muss überrascht feststellen, dass es diesmal nur zum 6. gereicht hat. Mir fehlte irgendwie die Stimmung mich über meinen 5. Rang zu freuen. Katrin ist 7. geworden.
In Anbetracht der zahlreichen Stürze sind wir mir einem Satz Schürfwunden und einem verdrehten Knie noch recht glimpflich davon gekommen. Irgendwie war es wohl nicht so recht unser Tag.

Thomas Rumpf

Ergebnisse (Deutsche Meisterschaft):

Männer:

Name
Zeit
Platz / AK
23.
Thomas Rumpf
40:04,6
5. / M40
31.
Michael Gärtner
40:13,2
20. / M30
37.
Rainer Rudolph
40:14,2
6. / M50
68.
Reiner Ertel
43:37,4
3. / M60
76.
Uwe Müller
44:35,7
20. / M40
85.
Olaf Hermann
45:41,7
43. / M30

Frauen:

Name
Zeit
Platz / AK
28.
Katrin Anslik
41:14,7
7. /W30

Hannover Spielbanken Marathon – 05.05.2002

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
Pers. Bestleistung
40.
Olo Flohr
1:13:40
4. / M30
75.
Thomas Rumpf
1:17:45
6. / M40
108.
Michael Gärtner
1:21:17
26. / M30
110.
Rainer Rudolph
1:21:19
3. / M50
114.
Olaf Hermann
1:21:19
28. / M30
146.
Hartmut Weigel
1:21:38
24. / MHK
PB
155.
Björn Krocker
1:21:55
30. / MHK
PB
221.
Frank Kowalewski
1:27:31
27. / M40
238.
Uwe Müller
1:29:09
29. / M40
270.
Leo Egner
1:30:18
20. / M50
PB
295.
Thomas Clasing
1:33:01
33. / M40
305.
Winfried Weigel
1:33:52
62. / MHK
317.
Lutz Müller
1:34:43
114. / M30
319.
Hans-Christian Freitag
1:34:50
35. / M40
326.
Heiner Grabenhorst
1:35:01
21. / M50
PB
409.
Andreas Forster
1:40:10
84. / M40
467.
Petra Riekher
1:44:12
24. / W30
496.
Brigitte Weigel
1:46:00
3. / W50
PB
727.
Alfred Ostertag
2:01:32
15. / M60

Hamburg Hansaplast Marathon – 21.04.2002

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
Pers. Bestleistung
74.
Olo Flohr
1:12:13
14. / M30
141.
Thomas Rumpf
1:16:07
18. / M40
203.
Rainer Rudolph
1:19:24
10. / M50
226.
Frank Kowalewski
1:19:30
38. / M40
254.
Hartmut Weigel
1:22:42
114. / MHK
280.
Olaf Hermann
1:23:09
93. / M30
353.
Björn Krocker
1:25:11
129. / MHK
388.
Reiner Ertel
1:25:27
3. / M60
PB
432.
Lutz Müller
1:28:10
169. / M30
532.
Dirk Freytag
1:29:30
224. / M30
336.
Winfried Weigel
1:29:49
138. / MHK
609.
Leonard Egner
1:31:27
53. / M50
649.
Hans-Christian Freitag
1:32:46
155. / M40
723.
Lutz Lambrecht
1:34:03
68. / M50
PB
724.
Thomas Clasing
1:34:06
171. / M40
858.
Dirk Meishner
1:37:20
219. / M40
PB
1118.
Fabien Coujour
1:43:29
495. / M30
1163.
Rüdeger Baumann
1:44:34
32. / M60
PB
1344.
Peter Knaup v. Gebhardt
1:49:11
609. / M30


Name
Zeit
Platz / AK
Pers. Bestleistung
136.
Petra Riekher
1:35:30
52. / W30
PB
259.
Ina Rehwinkel
1:46:47
123. / W30
295.
Brigitte Weigel
1:48:43
8. / W50
300.
Cecilia Knaup v. Gebhardt
1:49:21
146. / W30

Berlin Halbmarathon – 07.04.2002

Gelungener Saisonstart

Was hat das ganze Üben in der Halle während des Winters gebracht? Was taugen meine neuen Skates/ Schiene/ Rollen/ Lager oder Schuhe? Bin ich schon fit genug für 21,1 Rennkilometer? Läuft es im Rennen so gut wie im Training? Das waren wohl so die Fragen, die den 14 Cellern durch den Kopf gingen in den Minuten vor dem Start in Berlin.
Strahlender Sonnenschein, aber nur ein lausiges Grad plus luden eher zu einer Trainingsfahrt, als zu einem Rennen ein. Zum Glück hatten sich die -6° C von der Nacht schon verflüchtigt. Aber wir hatten es ja so gewollt.
Am Start das übliche Gedränge. Und wie schon im Vorjahr werfen sich die Leute mir diesmal gleich dreimal zu Füßen. Sch…!!! Bremsen, ausweichen, tief durchatmen und den Gruppen hinterherhetzen. Dabei ziehe ich an einer ganzen Reihe von Cellern und Mogemas vorbei, aber keiner will sich mir anschließen. Also jage ich allein durch das Brandenburger Tor und verfolge die Gruppe 50 Meter vor mir. Kaum ein Herankommen ist möglich, der Abstand wird langsam kleiner, aber nach vier Kilometer im Alleingang bin ich fertig. Zum Glück kommen einige schnelle Leute von hinten. Kurz treten und ich springe ich die Gruppe rein. Gemeinsam fahren wir das Loch zur vorausfahrende Gruppe zu. Jetzt erst einmal Pause. Für die nächsten Kilometer ist Erholung im Windschatten angesagt. Dann kommt das fröhliche „über Kopfsteinpflaster stolpern“. Die Gruppe wird neu gemischt, einige fallen heraus. Auf dem Ku’damm formiert man sich wieder. Mir geht’s langsam wieder besser und ich mogel mich langsam nach vorn in der Gruppe. Viele bekannte Gesichter sind da und es geht recht vernünftig zu. Aber an der Spitze wird nicht gut zusammen gearbeitet. Taktik bestimmt das Rennen, nicht Tempo. Plötzlich taucht Olaf auf. Er hatte einen Superstart erwischt und war einige Kilometer gemeinsam mit der Spitze unterwegs, ist dann aber aus der Gruppe gefallen. Wir nähern uns dem Ziel. Der Sprint ist heftig und ich komme als 5. oder 6. der Gruppe über die Matten. Wenige Meter hinter mir ist Björn. Olaf musste dem hohen Anfangstempo weiter Tribut zollen und folgt ein wenig später.
Riesig ist das Ergebnis von Olo. Er ist die ganze Zeit in der Spitzengruppe mitgefahren und kam nur 4 Sekunden nach dem Sieger Kalon Dobbin mit neuem niedersächsischen Landesrekord der M30 als 18. ins Ziel.
Michael konnte in der uns folgenden Gruppe seine Sprinterqualitäten mal wieder unter Beweis stellen und holte sich den Sieg im Spurt dieser Gruppe.
Zusammen mit Uwe kamen in der nächsten Gruppe die beiden schnellen Re(a)iner ins Ziel und holten sich die Plätze 1 und 2 ihrer Altersklassen. Beachtlich war auch Rüdegers 5. Rang in der M65er-Klasse.

Thomas Rumpf

Und aus Rainers Sicht……
Beim Start habe ich mich etwas zurückhalten müssen wegen des Gedränges, dann hat mich Thomas ja gleich überholt, ich wollte zwar an ihm dran bleiben, wurde aber doch noch durch andere behindert und musste ihn ziehen lassen. Habe dann aber doch auch gut Tempo machen können und mich im Bereich Brandenburger Tor mit Walter Liebertz zusammengetan, den wollte ich nicht so einfach ziehen lassen, ist mir auch gut gelungen. Wir waren dann eine 5-er Gruppe und haben gut die Führungsarbeit gemanagt. Dann kam das erste Kopfsteinpflaster, habe ich gut genommen, nur dabei muss sich eine Schraube Schuh/Schiene gelockert haben, kurz danach fing es an zu klappern und ich wusste, was auf mich zukommt. Bis zum Ku‘damm habe ich noch mitgehalten, musste dann aber leider anhalten, habe dann sitzenderweise die Schiene wieder befestigt, was wohl knapp 3 Minuten gedauert hat. Bin dann wieder eingestiegen und habe mich der nächsten Gruppe angeschlossen, mit der ich dann auch das Ziel erreicht habe. Schade, es lief bis zum technischen Defekt sehr gut, und es wäre bestimmt sehr spannend geworden zwischen Walter und mir, hat nicht sollen sein. Bin aber doch etwas positiv gestimmt worden, als ich erfuhr, in meiner AK doch noch den 1. gemacht zu haben.

Rainer Rudolph

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
Pers. Bestleistung
18.
Olo Flohr
35:41
2. / M35
PB
48.
Thomas Rumpf
39:26
5. / M40
58.
Björn Krocker
39:29
23. / MHK
PB
77.
Olaf Hermann
40:10
17. / M35
PB
78.
Michael Gärtner
41:19
10. / M30
PB
118.
Rainer Rudolph
43:00
1. / M55
119.
Reiner Ertel
43:00
2. / M60
PB
137.
Uwe Müller
43:06
17. / M40
216.
Fabien Coujour
45:59
36. / M30
481.
Rüdeger Baumann
54:02
5. / M65
PB
534.
Mike Reimann
54:59
74. / M30
PB
194.
Swantje Nanke
57:59
34. / W30
PB
388.
Babara Sieverling
1:05:47
18. / W45
PB
822.
Martin Klingemann
1:05:47
113. / M30
PB

Edersee – 24.03.2002

So bringt man Skaten und Familie zusammen!

Ein ganz persönlicher Rennbericht von Rainer Rudolph

Am 24. März hatten wir (meine bessere Hälfte Elfi und ich) unseren 29-jährigen Hochzeitstag Da Elfi aus dieser Gegend stammt, besuchten wir dort ihre Familie.
Somit kam ich auf die Idee, mit der Verwandtschaft am Abend vorher gemeinsam zu essen und zu feiern, und ich wollte dann am anderen Morgen am Rennen teilnehmen. Nur so konnte ich Elfi zu der 300 km langen Fahrt überreden.
Leider stand das ganze Unternehmen nicht gerade unter einem guten Stern. Nicht nur, dass wir nachts noch immer kräftigen Frost hatten, nein, ich hatte mir auch noch unmittelbar vorher einen Magen- u. Darmvirus eingefangen.
Nachdem wir am Vortag gegen 14:00 Uhr bei meiner Verwandtschaft angekommen, dort sofort ins Bett gefallen, und nur noch aufgestanden um zur Toilette zu kommen. Abends quälte ich mich über die Zeit. Gegen 23 Uhr war ich wieder im Bett.
Am nächsten Morgen fühlte ich mich zwar noch schwach, der Virus aber meldete sich nicht. Ein Blick aus dem Fenster brachte ein zufriedenstellendes Ergebnis:
Trockene Straßen, aber minus 2 Grad Celsius.
Ich war also gegen 8 Uhr im Startbereich. Der Start sollte um 9:00 Uhr erfolgen. 10 Minuten vorher mußte ich doch noch mal aufs Örtchen, dann ging’s endlich los. Die ca. 150 Teilnehmer . Es handelte sich um eine ca. 4,7 km lange Pendelstrecke, bergauf – bergab – guter Asphalt – schlechter Asphalt, sehr abwechslungsreich und mußte 6 mal durchfahren werden. Wie immer war ich etwas zurückhaltend beim Start, konnte mich aber nach ca. 3 km einer Gruppe von 5 Skatern anschließen. Kurz vor der ersten Wende kamen uns zwei Skater entgegen und ich erkannte überraschenderweise, dass ich mit in der ersten Verfolgergruppe fuhr. Ich setzte alles dran, diese Gruppe nicht zu verlieren, gelang mir ganz gut. Nur im Endspurt mußte ich dann doch abreißen lassen, aber es war keiner hinter mir zu sehen, und ich konnte den 7. Platz des Gesamteinlaufs behaupten.
Leider mußte ich bei den Abfahrten doch eine erhebliche Instabilität der RAPS-Schiene feststellen und hatte dabei ziemliche Probleme, nicht zu stürzen. Nur gut, daß die Erkenntnis noch lange vorm HH-Marathon kam, denn die Hafenabfahrt fordert ja noch mehr vom Material.
Ende vom Lied: ich habe etwas investieren müssen und mir eine stabilere Schiene plus neuer Rollen zugelegt.

Ergebnis:

Name
Zeit
Platz / AK
7.
Rainer Rudolph
1:00:15
1. / M55

Salzwedel Kurzstrecke Halle – 24.02.2002

Über Eis und Schnee waren wir nach Salzwedel geschlittert. Eigentlich war es eher ein Tag um im Bett zu bleiben. Aber zehn STC-ler wollten mal gucken, ob Chris Hurschlers Bemühungen uns ein wenig Technik in der Halle beizubringen irgendwelche Früchte getragen haben.
Erst einmal wurden, nachdem die Reifenstapel aus dem Weg geschafft waren, ein paar Runden zum Warmwerden gedreht. Die Rundenlänge in Salzwedel entspricht der unserer Halle in Celle, aber die Geraden sind kürzer und Kurvenradien größer. Dazu kommt noch der sehr gute Belag, so dass dort höhere Geschwindigkeiten, als in unserer Halle möglich sind.
Pünktlich ging es mit den Rennen los. Zunächst einmal standen die 300 Meter Einzelzeitfahren an. Hier konnten Björn und Olaf ihre gute Technik am besten unter Beweis stellen und die Plätze 6 und 7 belegen. Ich zog mich gerade um, als Michael durch die Kurve kam und ein Opfer der Fliehkräfte wurde. Mit einem satten Schlag krachte er in die Reifenstapel vor der Begrenzungsmauer, rappelte sich aber wieder auf und fuhr ins Ziel.
Nach den Ergebnissen dieses Laufes wurden die 1500-Meter Vorrennen gesetzt. Björn schaffte den Sprung ins A-, Olaf und Frank ins B-, Michael und ich ins C- und die fünf anderen kamen ins D-Finale. Björn musste sich mit dem letzten Platz des A-Laufes zufrieden geben, während Frank und Olaf auf den zweiten und dritten Rang kamen. Im C-Finale wurde ich dann Opfer von Michaels Wut über seinen Sturz. Mit einem fulminanten Endspurt ließ er mich stehen und schnappte sich den Sieg vor meiner Nase weg. Das D-Finale war fast ein STC-Privatrennen mit Gästen. Rainer, Uwe und Dirk landeten auf den ersten drei Plätzen, Hans-Christian wurde fünfter und Heiner siebter.
Das abschließenden 5000-Meter Rennen wurde nach Laufzeiten gewertet. Hier waren Olaf und Björn im A-Finale, wo sie die Plätze 5 und 8 belegten. Frank war aus privaten zeitlichen Gründen im C-Finale gelaufen und landete im Alleingang auf Platz 9. Im B-Finale musste ich mich Michael im Spurt wieder geschlagen geben. Das waren die Plätze 11 und 14 für uns, während Rainer 17. und Uwe 20. wurden. Für Dirk, Hans-Christian (Sturz) und Heiner kamen im C-Finale die Plätze 21, 23 und 25 heraus.
Bei der abschließenden Siegerehrung gab es dann vier LM-Medaillen für uns:
Frank (M40) und Rainer (M50) bekamen jeweils Gold, Heiner (M50) überrascht uns mit Silber und für mich (M40) hatte es noch zu Bronze gereicht.
Die untergehende Wintersonne war es wohl, die in mir auf dem Heimweg wieder die Sehnsucht nach schönen Rennen auf sonnigen Straße aufkommen ließ. Der nächste Schneeschauer holte mich aber rasch aus meinen Träumen in die Realität zurück.

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

Name
Punkte
Platz / AK
6.
Björn Krocker
17
3. / MHK
8.
Olaf Hermann
24
5. / M30
10.
Frank Kowalewski
32
1. / M40
14.
Thomas Rumpf
44
3. / M40
18.
Michael Gärtner
48
13. / M30
20.
Rainer Rudolph
58
1. / M50
21.
Uwe Müller
59
6. / M40
22.
Dirk Meishner
61
7. / M40
23.
Hans-Chr. Freitag
69
8. / M40
25.
Heiner Grabenhorst
74
2. / M50

Zusammenstellung unserer Erfolge 2001

Frauen:

Yvonne Hommel (offene Klasse)
Landesmeisterschaft Einzelzeitfahren 1.Platz
Landesmeisterschaft 10 Km 1.Platz
Landesmeisterschaft 21 Km 1.Platz
Landesmeisterschaft 84 Km 1.Platz
Landesmeisterschaft 5 Km 2. Platz
Nordcup-Speed Gesamtwertung Silber


Christhild E. Nolte (W40)
Nordcup-Fitness
Gesamtwertung
Gold
Landesmeisterschaft
21 Km
2. Platz
Nordcup-Speed
Gesamtwertung
Bronze
Deutsche Meisterschaft
84 Km
5. Platz


Frauenteam: Yvonne Hommel, Christhild E. Nolte, Ina Rehwinkel, Jutta Freitag, Alexandra Herr, Cecilia Knaup v. Gebhardt
Nordcup-Team
Gesamtwertung
Gold

Männer:

Reiner Ertel (M60)
Europameisterschaft
42 Km
1. Platz
Deutsche Meisterschaft
84 Km
1. Platz
(dt.Rekord)
Landesmeisterschaft
42 Km
2. Platz
Landesmeisterschaft
Einzelzeitfahren
2. Platz
Nordcup-Speed
Gesamtwertung
Bronze


Rainer Rudolf (M50)
Deutsche Meisterschaft
84 Km
2. Platz
Landesmeisterschaft
5 Km
2. Platz
Landesmeisterschaft
10 Km
2. Platz
Landesmeisterschaft
21 Km
2. Platz
Landesmeisterschaft
42 Km
2. Platz
Landesmeisterschaft
84 Km
2. Platz
Nordcup-Speed
Gesamtwertung
Silber
Nordcup-Fitness
Gesamtwertung
Bronze


Thomas Rumpf (M30)
Landesmeisterschaft
21 Km
1. Platz
Nordcup-Fitness
Gesamtwertung
Silber


Uwe Baumgarten (M30)
Landesmeisterschaft
Halle Mittelstrecke
3. Platz
Landesmeisterschaft
21 Km
3. Platz


Männerteam (Masters): Reiner Ertel, Rainer Rudolph, Thomas Clasing, Heiner Grabenhorst, Hans-Christian Freitag
Nordcup-Team
Gesamtwertung
Gold


Männerteam: Uwe Baumgarten, Olaf Herrmann, Thomas Rumpf, Michael Gärtner, Stefan Schmidbauer
Nordcup-Team
Gesamtwertung
Silber

Frankfurt – 28.10.2001

Let’s skating in the rain…

Da standen wir nun an der Frankfurter Festhalle und draußen verdichtete sich der Nieselregen zu einem gemütlichen Landregen. Jegliche Hoffnungen auf eine abtrocknende Strecke wurden vom Regen davongeschwemmt. Beim Warmfahren fand man ja unter Bäumen noch etwas trockenen Asphalt, aber beim Startschuss war dann alles nass.
Ja, der Startschuss war so ein ganz eigenes Thema in Frankfurt. Der Start war diesmal analog den Läufern auf beiden Straßenseiten. Vorne im Bereich des A-Starts sollten die Top-Männer stehen, anschließend die Top-Frauen und danach wir, das gemeine Volk. Irgendeine Durchsage hatte uns mitgeteilt, dass alle sonstigen Männer zum B-Start gehen sollten. Während beim A-Start des Drängeln an der Startlinie bereits begonnen hatte, herrschte auf der anderen Straßenseite gähnende Leere, so dass wir uns erst noch mal ein wenig warmrollen konnten um uns dann ganz in Ruhe in die erste Reihe stellen zu können. Schön! Dann waren die Rollis dran, die mit großem Applaus auf die Reise geschickt wurden. Anschließend fingen einige Leute an von fünf rückwärts zu zählen, die nette Ordner vor uns versuchte sich als HB-Männchen und bei null ging eine La’ola los. Sichtbare Erleichterung beim Ordner, schallendes Gelächter bei uns. Der Ordner erklärte dann auch den Leuten in der ersten Startreihe, dass die beiden nächsten Startschüsse nur den Top-Männern und -Frauen auf der anderen Straßenseite gelten sollten. Schade, dass er das nicht den etwa 1000 Leuten hinter uns verraten hat. Per Lautsprecher wurde der Start übertragen und als mitgeteilt wurde die Skater sind los begann von hinten das große Schieben. Wir haben noch kurz gezögert, aber als das Feld hinter uns losdrängte, gab es nur noch die Alternative sich über den Haufen rennen zu lassen oder selber zu starten. Also los ging’s, die werden schon nicht das halbe Feld wegen Frühstart disqualifizieren, ging es mir noch durch den Kopf. Und warum brauchen die guten Leute eigentlich einen Vorsprung vor uns?
Durch den Frühstart hatten wir die Chance uns an die Topläufer des A-Starts zu hängen, was mir auch rasch gelang. Als ich nach gut zwei Kilometer Chris Hurschler und Martin Franz in der Gruppe erkannte, wusste ich, dass ich hier ganz richtig war. Einige ganz Heiße nutzen natürlich ersteinmal die Gelegenheit sich auf dem nassen Asphalt ein wenig abzukühlen. Hatten die noch nicht gemerkt, dass es regnet oder wussten sie nicht, dass bei Nässe der Grip nachlässt?
Leider hatten einige Ordner den Regen rechtzeitig gemerkt und sind wohl sicherheitshalber zu Hause geblieben, so dass uns keiner an mancher Straßenecke verraten wollte, wo es langgeht. Die alte verwaschene „blue-line“ war auf dem nassen Asphalt kaum zu erkennen. So bemerkten die führenden Läufer bei uns einmal nicht rechtzeitig, dass wir abbiegen sollten, und versuchten im letzten Moment die Kurve noch zu kriegen und sofort lagen fünf Mann am Boden. Ich fuhr sicherheitshalber geradeaus, machte einen extra Bogen und jagte der Gruppe hinterher.
Das Rennen zog sich dann so hin, wir sammelten einige Leute von vorn ein und eine starke Gruppe, die zwei Minuten später aus dem A-Block gestartet war, holte uns noch ein, so dass wir rund 40 Leute waren. Ab Kilometer 30 ging es dann los. Einige müssen sich übernommen haben oder die Konzentration ließ nach, ich weiß es nicht. Jedenfalls kamen wir kaum noch durch eine Kurve ohne, dass es einen Sturz gab. Manchmal flogen die Leute auch auf der Geraden ohne ersichtlichen Grund hin. Duseligerweise war ich ziemlich am Ende der Gruppe, so dass die meisten Stürze vor mir passierten. Mit mehr Glück als Verstand gelang es mir immer den Gestürzten gerade noch auszuweichen. Allerdings musste ich dann immer wieder die durch die Stürze gerissenen Löcher zufahren. Bis kurz vor dem Ziel hatte sich die Gruppe auf etwa die Hälfte reduziert. Das Zufahren der Löcher, die Nässe und Kälte, irgendwie war ich nur noch froh heil das Ziel erreicht zu haben. Der Schlusssprint war dann auch nicht so doll, aber egal Platz 50 in Frankfurt ist doch ganz ok.
Rainer und Michael bildeten wieder einmal ihr bewährtes Team. Erst einmal mussten sie Uwe hinterher jagen, der sehr schnell gestartet war. Nach 10 Kilometern hatten sie ihn dann. Uwe erwischte es mit zwei Stürzen, so dass seine Motivation am Ende gegen Null ging. Rainer wurde Opfer eines Polizisten, der mit seinem Motorrad die Gruppe unbedingt in einer Kurve überholen musste und ihm so den notwendigen Platz nahm. Aber Rainer konnte sich rasch wieder aufrappeln und allein wieder zu seiner Gruppe auflaufen. Am Ende hatte er dann sogar noch die Kraft bei einem Ausriss mitzugehen und konnte Michael sogar noch 50 Sekunden abnehmen.
Wir alle haben das Rennen durchgestanden und die Strecke in unter zwei Stunden geschafft. Das ist eine Superleistung von jedem einzelnen! Leider war es nicht der erhoffte schöne Saisonabschluss im Sonnenschein, wie im letzten Jahr, aber dennoch haben wir alle eine Menge Erfahrungen gesammelt.

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
50.
Thomas Rumpf
1:28:04
14. / M30
130.
Rainer Rudolph
1:33:32
5. / M50
154.
Olaf Hermann
1:34:22
54. / M30
156.
Michael Gärtner
1:34:33
55. / M30
370.
Uwe Müller
1:41:58
160. / M30
515.
Lutz Lambrecht
1:44:38
31. / M50
965.
Sybill Musick
1:53:09
71. / W30

Köln – 7.10.2001

Survivaltours

Dirk F. hatte beschlossen in den Urlaub Richtung Thailand zu fliegen und sein Startplatz war frei. Irgendwie lockte es mich ja wieder nach Köln, wo ich drei Jahre zuvor zusammen mit Dirk meine ersten Geh-, Roll-, Stolper- und Schwimmversuche auf Speedskates im Rennen unternommen hatte. Also übernahm ich kurzfristig seinen Startplatz, das Ummelden lief erfreulich unproblematisch.
Am Sonntagmorgen war ich sehr zeitig im Startbereich. Der Regen war im Morgengrauen abgezogen und die Strecke begann zu trocknen. Köln ist für seinen schmalen Start und die engen Anfangskilometer bekannt, also begann das Drängeln an der Startlinie schon 45(!) Minuten vor dem Startschuss. Zum Glück traf ich einige Bekannte aus den Nordcuprennen, so dass das Warten nicht zu endlos wurde. Ein Moderator bemühte sich die Stimmung anzuheizen, vergaß aber wohl, dass rheinische Karnevalslieder in Norddeutschland als ein Akt geistiger Körperverletzung geahndet werden können.
Endlich ging es dann los. Dank meiner langen Warterei stand ich gerade weit genug vorn um noch Anschluss an die Spitze finden zu können. Immer wieder ließen Leute vor mir abreißen, so dass ich mehrfach Löcher zufahren musste. Endlich beruhigte es sich, die Spitzengruppe hatte sich gefunden und ich hing erfolgreich an ihrem Ende, bis kurz hinter Kilometer 4: Eine scharfe nasse Rechtskurve unter Bäumen mit einer großen Pfütze. Einer der voraus fahrenden Skater ging die Kurve zu mutig an, rutschte weg und riss rund 15 andere mit zu Boden. Ich war der erste, der es wieder schaffte auf Rollen durch die Kurve zu kommen. Schlagartig war natürlich ein riesiges Loch zu den führenden Leuten gerissen und es standen noch drei Skater auf den Rollen. Da war keine Chance mehr noch einmal heran zu laufen. Also warteten wir bis sich die Gestürzten wieder aufgerappelt hatten und bildeten eine Verfolgergruppe. Die folgenden Kurven wurden dann plötzlich mit einer selten gesehenen Vorsicht und Respekt gefahren.
Es ging weiter über die berüchtigte Kölner Strecke. In jedem möglichem Winkel zu überquerende Straßenbahnschienen (diesmal wenigstens teilweise mit Tauen ausgelegt) ließen ebenso keine Langeweile aufkommen, wie enge Passagen über Fuß- oder Radwege. Die Strecke war zwar deutlich besser (oder genauer formuliert: weniger grauenhaft) als vor drei Jahren, aber begeistern kann sie immer noch nicht. Begeisterung gab es aber dafür bei den Zuschauern, auch hier wurde das Kölner Publikum wieder seinem Ruf gerecht. Auch den mitgereisten Schlachtenbummlern hat es wohl mehr Spaß gemacht zusehen, als mir zu laufen.
Bei Kilometer 25 holte uns dann noch eine andere Gruppe ein, so dass es zum Sprint hinauf zur Domplatte kam. Eine enge stetig ansteigende Strecke durch eine gepflasterte Fußgängerzone raubte mir die letzte Kraft, dann endlich das Ziel direkt vorm Kölner Dom. Geschafft! Um ein paar Ecken herum ging es zu einer großzügigen Verpflegungszone, wo ich meinen Frust rasch mit ein paar Stangen Kölsch herunterspülen konnte.
Uwe hatte das Pech kurz erst nach mir in den Startblock gekommen zu sein, so dass er wohl einige Meter hinter mir starten musste. Nur diese wenigen Meter im Startblock sind in Köln schon Welten, so dass Uwe keine Chance hatte mich auch nur einmal zu sehen. Er kämpfte sich durch die vorausfahrenden Skater bis er eine Gruppe gefunden hatte, die ein ihm angenehmes Tempo fuhr. Leider wurden seine Skates Opfer der rauhen Strecke, so dass er anhalten und alles wieder fest schrauben musste. Da war natürlich die Gruppe weg und den Rest der Strecke durfte er dann quasi im Alleingang bestreiten.
Für Babara und Martin war es die Marathonpremiere, nachdem sie in Berlin keinen Startplatz mehr bekommen hatten. Irgendwie hatten sie sich das alles wohl etwas anders vorgestellt und machten einen leicht enttäuschten Eindruck. Aber eins gilt immer noch: Wenn man in Köln mit dem Marathon skaten anfängt, weiß man, dass man schon mal eine der schlechtesten Strecken überstanden hat und es kaum noch schlimmer kommen kann.
Fazit: Köln ist und bleibt ein etwas Besonderes. Man kann dieses Rennen hassen oder lieben, oder am besten beides gleichzeitig.

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

Männer

Name
Zeit
Platz / AK
42.
Thomas Rumpf
1:21:17
21. / M30
101.
Uwe Müller
1:26:50
56. / M30
2323. Martin Klingemann
2:07:18
357. / MHK

Frauen

Name
Zeit
Platz / AK
79.
Sybill Musick
1:38:41
41. / W30
906.
Barbara Sieverling
2:07:18
123. / W40

Berlin – 30.09.2001

Mal wieder persönliche Bestzeiten sammeln…

17 STCler hatten den Weg nach Berlin gesucht. Einige erst mit im letzten Moment besorgten Startplätzen, aber am Ende konnten alle, die es wollten, auch an den Start gehen. Zwischen „Erstmarathon“ und dritten Berlinstart war alles dabei.
Fast alle hatten sich irgendwie ein Quartier organisiert. Nur ich war mal wieder zu faul, ließ Peter meine Startnummer abholen und donnerte Sonntagmorgen über die leere Autobahn nach Berlin.
Sehr zeitig sammelten sich die Skater wieder vorn im grünen Startblock. Irgendwie waren es doch viele Gesichter, die man vom letzten Mal her kannte. Vor uns wurden wieder die Top-Frauen aufgestellt. Dann kam der Startschuss, die Frauen rannten los und wir? Wir blieben stehen!!! Satte 15 Sekunden (eine kleine Ewigkeit, wenn man auf den Start wartet) blieben die Helfer mit ihrer Absperrung im Weg stehen. Ein kurzer Blick nach rechts zum roten Block zeigte das Desaster. Der rote Block war weg und hatte lockere 100 Meter Vorsprung. Das war dann wohl nichts mehr mit dem Plan sich daran zu hängen. Vor einem auch noch ein Rudel Frauen, die von Anfang an so aggressiv fuhren, als würde gleich der Zielsprint eröffnet.
Kurz vorm Brandenburger Tor traf ich dann Uwe M., der aus dem roten Block gestartet war. Unsere Gruppe wuchs auf ca. 80 bis 100 Leute an. In einer Kurve kurz hinter dem Alexanderplatz geriet eine größere Gruppe langsamerer Rollis zwischen uns. Einige Ausweichmanöver über einen Fußweg und das Problem war gelöst. Nach einigen weiteren Kilometern sammelten wir dann eine Gruppe des roten Blocks ein. Hier war auch Uwe B. unterwegs. Aber unsere Gruppe war inzwischen so groß, dass ich nicht einmal geschafft habe ihm kurz „Hallo“ zu sagen.
Immer wieder wurde der ruhige Lauf der Gruppe durch die verbissenen Positionskämpfe der Frauen gestört. Auch etliche Stürze gingen auf das Konto dieser Fahrweise. Muss man eigentlich so fahren, wenn man gut ist? Wenn ja, dann stelle ich sofort mein Training ein!
Langsam begann es zu nieseln und die Straße wurde zusehends rutschig. Unter dem Schutz der Alleebäume ließ sich das Tempo im Trockenen aber durchhalten. Nur in den Kurven war es etwas unangenehm.
Zum Sprint übte ich mich in vornehmer Zurückhaltung. Zu einen hatte die unruhige Fahrweise mir enorm viel Kraft gekostet, zum anderen boten meine Rollen nur noch wenig Grip und zum dritten war ich nach 42 Kilometern ehrlich froh dieses Rennen ohne Sturz überstanden zu haben. Außerdem hatte ich mein Ziel eine Zeit unter 1:15 locker erreicht und sogar meine Traumzeit von 1:12 war in Reichweite. Was soll’s, locker und gesund bleiben!
Michael und vor allem Fabien wuchsen über sich hinaus und legten mit ihren 1:17-ern neue persönliche Bestzeiten hin, während Uwe B. sein Vorjahresergebnis in diesem Bereich bestätigen konnte. Rainer war auch in dieser Gruppe wurde aber schon auf dem Ku’damm skatend vom Sturzpech eingeholt und verlor so noch einige wertvolle Sekunden um sich noch besser zu platzieren. Er wurde aber trotzdem dritter der M55 und damit bester Deutscher seiner Altersklasse.
Dass Uwe M. den Durchbruch der magischen 1:20-er Marke um ganze drei Sekunden war das Pech, das Thomas C. als Glück zurück bekam, indem er zwei Sekunden unter der 1:30 blieb. Stark dabei auch Dirk, der seinen ersten Marathon mit 1:36:55 beenden konnte.
Alle sind wir deutlich unter der Marke von 1:50 geblieben, vor allem auch die Erststarter, die aus dem Gewühl der letzten Blöcke loslaufen mussten. Mein Respekt! Nächstes Jahr dürfen sich die meisten von uns dann über Startplätze um mindestens einem Block weiter vorne freuen.

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
Pers.Bestleistung
129.
Thomas Rumpf
1:12:55
11. / M35
PB
258.
Michael Gärtner
1:17:35
46. / M30
PB
278.
Fabien Coujour
1:17:39
52. / M30
PB
284.
Uwe Baumgarten
1:17:47
38. / M30
295.
Rainer Rudolph
1:18:03
3. / M55
PB
345.
Uwe Müller
1:20:03
52. / M35
PB
976.
Thomas Clasing
1:29:58
106. / M40
1116.
Hans-Christian Freitag
1:31:31
132. / M40
PB
1335.
Stefan Schmidbauer
1:34:04
245. / M35
1600.
Dirk Meishner
1:36:55
204. / M40
PB
1616.
Sybill Musick
1:37:06
86. / W30
PB
1697.
Ina Rehwinkel
1:39:41
66. / W35
2393.
Petra Riekher
1:44:02
151. / W30
PB
2536.
Christhild Nolte
1:45:25
27. / W45
2607.
Cecilia Knaup v. Gebhardt
1:45:58
168. / W30
PB
2628.
Swantje Nanke
1:46:08
172. / W30
PB
2965.
Peter Knaup v. Gebhardt
1:46:16
412. / M30
PB

Bremen NordCup-Finale – 22.09.2001

Medaillensammler on tour

Nachdem in Uelzen das NordCup-Finale kurzfristig abgesagt worden war, fand es in Bremen statt. Alle Erinnerungen an Bremerrennen beinhalten recht intensive Eindrücke vom Wetter, aber diesmal war es ganz erträglich. Die Strecke trocknete gerade ab, so dass man nur mit den wechselnden Verhältnissen klarkommen musste. Durch das parallel in Groß-Gerau stattfindende Rennen, war nicht die gesamte Konkurrenz am Start.
Fünf Minuten vor uns wurden die Handbiker auf die Reise geschickt und dann kam unser Startschuss für den Halbmarathon. Uwe B. und ich sortierten uns in der Spitzengruppe ein. Bei recht wechselhaftem Tempo ging über die schnelle Bremer Strecke. Bei einem der Brückenanstiege zerriss die Führungsgruppe. Vorn suchten Markus Pape und drei Dänen von Viking Rubber ihr Heil in der Flucht, während sich das Verfolgerfeld teilte und die Zusammenarbeit nicht so recht klappen wollte. Einige wollten wohl das Tempo absichtlich verschleppen um ihren entflohenen Mannschaftskameraden den Rücken freizuhalten.
So kam es zum Sprint der Verfolgergruppe, ich hatte nicht die Spur einer Chance Axel Hildebrand zu folgen, durfte mich aber als zweiter Niedersachse über die Vizelandesmeisterschaft insgesamt und den Landesmeistertitel der M30 freuen. Uwe B. kam mit dem zweiten Teil der Verfolgergruppe ins Ziel und sicherte sich noch die Bonzemedaille der M30.
Unglücklich lief das Rennen für Rainer, da er lange Zeit ohne Gruppe unterwegs war. Das hatte soviel Kraft gekostet, dass er sich im Sprint Heinz-Peter Kattau um Zentimeter geschlagen geben musste und so mal wieder Vizelandesmeister der M50 wurde.
Keine Mühe sich den Titel einer niedersächsischen Landesmeisterin zu sichern hatte Yvonne. Für die große Überraschung sorgten aber Christhild, Brigitte und Ina, mit ihren Plätzen zwei bis vier in der Wertung der Frauen über 30 in Niedersachsen.
Dann folgten die Ergebnisse des Fitness-Nordcups, in dem die Zahl der zurückgelegten Rennkilometer zählt: Christhild hatte als einzige Frau an allen Rennen des Fitness-NordCups teilgenommen und erhielt die Goldmedaille. Brigitte und ich durften uns über Silber freuen, während es für Rainer noch zu Bronze reichte. Wichtiger waren dann aber die Resultate des Speed-Nordcups: Silber für Yvonne sowohl in der Gesamt-, als auch in der Altersklassenwertung und auch für Rainer in der M50. Bronze für Christhild in der W40 und Reiner in der M60.
Am Nachmittag, inzwischen bei bestem Wetter, fand das Finale der Teamwertung statt: Eine Staffel über 6 mal 1600 m. Alle drei Mannschaften waren mit ihrem Staffeln am Start.
Bei den Männern war kurzfristig noch Stefan für den erkrankten Olaf eingesprungen. Uwe und mir steckte das Rennen vom Vormittag noch reichlich in den Knochen, so dass wir uns recht schlapp und ersatzgeschwächt mit dem fünften Platz begnügen mussten, was aber immer noch knapp reichte um Platz zwei der NordCup-Wertung zu behaupten.
Über sich hinaus wuchs die Frauenmannschaft. Leider klappten die Wechsel nicht so reibungslos, wie in Celle beim Training, so dass Ina leider Yvonne zum Opfer fiel und eine große Schürfwunde mit nach Hause nehmen musste. Trotzdem reichte es zum Sieg. In der Endabrechnung zogen sie mit den die ganze Saison über führenden Kielerinnen punktgleich und sicherten so formal durch das bessere Ergebnis im Finale den NordCupsieg. Das Seniorenteam konnte auch eine glänzende Leistung zeigen und sich mit dem Sieg in der Staffel den zweiten Platz im Nordcup hinter Kiel und vor Emden sichern.

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
Landes- meisterschaft
NordCup gesamt
NordCup nach Altersklasse
12.
Thomas Rumpf
37:55
2. / M30
1. / M30
8.
5. / M30
19.
Uwe Baumbarten
39:31
5. / M30
3. / M30
11.
9. / M30
26.
Yvonne Hommel
41:34
3. / WHK
1. / W gesamt
2.
2. / WHK
32.
Rainer Rudolph
41:42
1. / M50
2. / M50
33.
2. / M50
36.
Uwe Müller
41:44
14. / M30
7. / M30
58.
33. / M30
58.
Reiner Ertel
43:41
3. / M60
4. / M50
71.
3. / M60
59.
Hans-C. Freitag
43:41
9. / M40
7. / M40
17. / M40
80.
Thomas Clasing
46:04
13. / M40
12. / M40
120.
11. / M40
87.
Heiner Grabenhorst
46:09
9. / M50
9. / M50
114.
Christhild E. Nolte
50:21
2. / W40
2. / W30
43.
3. / W40
115.
Brigitte Weigel
50:22
2. / W50
3. / W30
4. / W50
116.
Ina Rehwinkel
50:27
10. / W30
4. / W30
46.
18. / W30
122.
Cecilia Knaup von Gebhardt
53:06
13. / W30
7. / W30
8. / W30
127.
Alexandra Herr
55:13
14. / W30
8. / W30
17. / W30
132.
Ute Klaproth
57:02
16. / W30
10. / W30
133.
Peter Knaup von Gebhardt
57:02
38. / M30

Bremerhaven – 16.09.2001

So long and thank you for the fish…

Es war nur ein Tipp, den ich bekommen hatte, dass in Bremerhaven im Rahmen eines Laufes auch ein Inlinerrennen stattfinden sollte. Nachdem ich die Modalitäten ausgebuddelt hatte, war klar, dass wir dort starten wollten. Kleines Startgeld und kostenloses Buffet waren allein Grund genug. Leider ließen keine weiteren Celler motivieren den Ausflug mitzumachen.
Also ging es Sonntag früh um kurz vor sieben los. Bleifuß auf der Autobahn, denn der erste Start war bereits um 9:15 Uhr und ich hatte ja noch nicht einmal gemeldet. Nachdem sich die sonst perfekte Organisation mit dem erstaunlichen Problem eines Doppelstarters erfolgreich befasst hatte, ging es auch schon los. Schnell die Strecke erkunden und entscheiden, ob vielleicht doch die Regenrollen angebrachter wären. Aber es war trocken und windig, so dass Strecke immer besser wurde.
Langsam sammelten sich die Leute und ich fand neben einigen bekannten Gesichtern aus Kiel und Bremen auch Yvonne. Nach der Schweigeminute für die Terroropfer in New York und Washington ging es dann zum Start der drei Meilen.
Schnell löste sich die Spitzengruppe mit Ingmer und Knut aus Bremen, den Kielern Thomas und Jörg und mir aus dem Feld. Die Bremer schienen immer führen zu wollen und man musste schon kämpfen um auch vorne fahren zu dürfen. Gegen Ende der zweiten Runde ging ich dann nach vorn und lief mein Tempo. Ich fühlte mich frisch und wechselte einfach nicht mehr nach hinten. 500 Meter vor dem Ziel griff Knut noch einmal an, ich konterte und hatte keine Mühe auf dem bei trockenen Spur gegen zu halten. Von da an verschärfte ich das Tempo und keiner mochte mehr an mir vorbeiziehen.
Yvonne hatte zunächst versucht uns zu folgen, musste uns dann ziehen lassen und konnte aber locker die Frauenwertung für sich entscheiden.
Beim acht Meilenrennen war der Verlauf ähnlich. Das Wechseln der Führungsarbeit lief diesmal mustergültig mit einer Ausnahme, aber das erledigte sich durch einen energischen Zwischenspurt und wir reduzierten unsere Gruppe wieder auf das gewohnte Maß von fünf Köpfen. In der letzten Runde kam ich wieder in Führung und rutschte mehr, als das ich rollte durch die letzten beiden Kurven, denn ein leichter Nieselregen hatte wieder eingesetzt. Dann kam wieder meine Tempoverschärfung und ich siegte wieder vor den beiden Kielern. Yvonne holte sich wieder den Sieg bei den Frauen. Sonja war etwas länger unterwegs, kam aber als achte der Frauen sogar noch auf den vierten Rand der W30.
Die Veranstaltung ließen wir dann mit der Siegerehrung und am Fischbuffet bei Live-Musik ausklingen, während die Läufer immer noch am Schwitzen waren. Ein Rennen, das sich lohnt, auch wenn man keinen Fisch mag…

Thomas Rumpf

3 Meilen (4,8 km) Strecke

Name
Zeit
Platz / AK
1.
Thomas Rumpf
8:21
6.
Yvonne Hommel
8:40
1. Frauen gesamt

5 Meilen (12,8 km) Strecke

Name
Zeit
Platz / AK
1.
Thomas Rumpf
22:34
8.
Yvonne Hommel
25:31
1. Frauen gesamt
46.
Sonja Rumpf
40:05
4. / W30

Stade – 12.08.2001

Tiefflug

Das übliche Treffen in Groß Hehlen gestaltete sich unerwartet schwierig. Der einer Vollsperrung der A7 ausweichende Verkehr verursachte in Celle ein Verkehrschaos. Anstatt um 13:00 Uhr, ging es erst um 13:45 Uhr in Richtung Stade los und dann war auch die Autobahn vor uns dicht. Also zuckelten wir über die Landstraßen und erreichten gerade noch rechtzeitig Stade.
Schon die Schnupperrunde vorab ließ viel gutes hoffen. Lediglich eine richtige Kurve und sonst nur langgezogene Bögen und ein durchweg guter Belag. Dazu noch strahlender Sonnenschein und kuschelige 31°C versprachen ein heißes Rennen.
Also sammelten wir uns am 5-km-Start. Die Führungsspitze machte taktische Spielchen und immer wieder liefen wir Verfolger in die Spitze hinein, dadurch wurde es manchmal recht eng. Ute, Olaf und Michael erwischte es mit Stürzen. Am Ende wurde gesprintet, mir gelang es mit der Spitze ins Ziel zu kommen. Die Leute des Führungsfahrzeugs teilten uns später mit, dass sie beim Sprint auf der abschüssigen Zielgeraden 65 km/h auf dem Tacho hatten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit für das ganze Rennen lag bei über 37 km/h.
Endlich hat es Rainer mal geschafft seinen großen Konkurenten Walter Liebertz um eine halbe Schienenlänge abzuhängen, da schlüpft Eberhard Eschlauer-Hefter an ihm vorbei und wieder einmal gibt es LM-Silber für Rainer in der M50. Für Yvonne reichte es ebenfalls zur Vizelandesmeisterschaft bei den Frauen.
Zum 10-Kilometerrennen traten wir dann etwas reduziert an. Alexandra und Ute zogen es vor, sich die Sache von außen anzusehen. Dafür hatte es Hans-Christian noch geschafft nach Stade zu kommen. Das Rennen lief diesmal flotter und eine Führungsgruppe fuhr davon. Ich war zusammen mit Yvonne bei den ersten Verfolgern während Rainer, Uwe B., Olaf und Michael sich bei der zweiten Verfolgergruppe tummelten. Bösen Gerüchten zu Folge gab es wohl ein Missverständnis wieviele Runden zu laufen seien, so dass irgendwer wohl auf den Endspurt zu Gunsten einer schnellen Ehrenrunde verzichtet hat…
Yvonne schaffte es die LM für sich zu entscheiden, während Walter Liebertz wieder für die gewohnte Reihenfolge in den M50 sorgte und Rainer das Kunststück vollbrachte die vierte von fünf möglichen Silbermedaillen in diesem Jahr auf der Straße zu gewinnen.
Reiner Ertel war wieder einmal das Opfer der Regelung, dass immer sechs Aktive in einer Altersklasse am Start sein müssen. Das war in der M60 wieder einmal nicht der Fall und damit gab keine Medaillen für ihn. Auch Christhild wurde ein Opfer dieser Regelung. Als ganz ärgerlich stellte sich im Nachhinein heraus, dass Sybill noch keinen Startpass hatte, es hätte bei ihr zu Bronze in der W30 gereicht.
Die Leute, die jetzt immer noch nicht genug hatten, machten sich auf zum 18,4 Kilometer langen abschließenden Rennen. Während die einen sich noch einmal richtig austobten, liefen andere als Begleitung mit den Frauen zusammen.
Trotz der üblichen Probleme bei der Auswertung ging es dann doch noch recht zügig mit der Siegerehrung recht zu Ende, so dass wir gegen 23:00 Uhr wieder zurück waren. Im großen und ganzen war es doch ein schöner Sommerabend und für die meisten von uns sicherlich die schnellsten Rennen, die sie je gefahren sind.

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

5 km Strecke

Name
Zeit
Platz / AK
Landesmeisterschaft
9.
Thomas Rumpf
8:02,2
6. / M30
5. / M30
14.
Uwe Baumgarten
8:04,7
9. / M30
8. / M30
20.
Olaf Hermann
8:12,2
12. / M30
10. / M30
22.
Yvonne Hommel
8:21,0
2. / WHK
2. / WHK
25.
Rainer Rudolph
8:21,9
2. / M50
2. / M50
28.
Michael Gärtner
8:33,6
15. / M30
11. / M30
36.
Uwe Müller
9:05,3
17. / M30
12. / M30
38.
Reiner Ertel
9:07,3
2. / M60
6. / M50
49.
Thomas Clasing
9:44,6
7. / M40
6. / M50
86.
Christhild Nolte
11:17,3
3. / W40
4. / W30
87.
Cecilia Knaup v. Gebhardt
11:19,3
4. / W30
5. / W30
92.
Alexandra Herr
12:41,8
5. / W30
6. / W30

10 km Strecke

Name
Zeit
Platz / AK
Landesmeisterschaft
15.
Thomas Rumpf
16:32,0
9. / M30
8. / M30
17.
Yvonne Hommel
16:32,8
2. / WHK
1. / WHK
27.
Olaf Hermann
17:45,9
13. / M30
11. / M30
28.
Michael Gärtner
17:46,0
14. / M30
12. / M30
30.
Rainer Rudolph
17:46,7
2. / M50
2. / M50
33.
Uwe Baumgarten
17:49,0
16. / M30
13. / M30
40.
Uwe Müller
18:43,9
19. / M30
14. / M30
48.
Hans-Christian Freitag
19:31,5
5. / M40
7. / M40
57.
Thomas Clasing
19:33,3
7. / M40
10. / M40
58.
Reiner Ertel
19:33,5
5. / M60
8. / M50
73. Sybill Musick
21:27,8
2. / W30
84. Christhild Nolte
24:03,4
3. / W40
4. / W30
85. Cecilia Knaup v. Gebhardt
24:04,1
3. / W30
5. / W30

18,4 km Strecke

Name
Zeit
Platz / AK
11.
Uwe Baumgarten
34:37,1
7. / M30
46.
Sybill Musick
38:14,0
4. / W30
47.
Rainer Rudolph
38:14,4
4. / M50
93.
Hans-Christian Freitag
42:55,2
22. / M40
98.
Ute Klaproth
43:03,2
12. / W30
100.
Christhild Nolte
43:28,2
3. / W40

Wendland 84er, Prezelle – 12.08.2001

Einfach super oder auch meisterlich

Naja, eigentlich ist ja ein bißchen mutig einfach mal auf einer Deutschen Meisterschaft zu melden, aber wenn’s zum Nordcup zählt, dann muss man ja mitmachen. Also stellten sich 13 STC-ler der Herausforderung. Fünf von uns hatten ja schon Erfahrungen mit dem Wendland-100-er in den Vorjahren gemacht, für den Rest war ein Rennen auf einer ultralangen Strecke Neuland.
Die meisten trudelten am Vortag zur Wettkampfbesprechung, einer Schnupperrunde und der Pastaparty ein. Allein schon dieser Tag versprach viel für das Rennen. Die Wettkampfbesprechung kurz und bündig, die Schnupperrunde über 22,4(!) Kilometer mit Fahrradbegleitung machte Lust auf mehr und bei der Pastaparty sind alle problemlos satt geworden und lecker war’s auch noch. Also verzogen wir uns in die Quartiere, die einen in die kurz gemietete Ferienwohnung oder Pensionszimmer, Uwe in die Turnhalle und ich zu meinem in der Nähe wohnenden Bruder. Den Rest des Abends haben wir alle dann wohl noch mit Schrauben und Lager waschen verbracht.
Am nächsten Morgen trübten dicke Wolken den Himmel und der leichte Sprühregen die Stimmung. Schlechte Erinnerungen an die 50 Kilometer im Regen des Vorjahres stiegen in so manchem auf. Aber zum Start trocknete alles wieder ab.
Im Vorjahr hatte Peter uns perfekt während des 100-km-Rennens verpflegt. Das sollte dieses Jahr nicht anders werden. Also wurde nach kurzem Überlegen ein geeigneter Ort für den „privaten“ Verpflegungspunkt ausgeguckt. Peter übergab die Wasserflaschen, während Tatjana gut 50 Meter weiter die Bananen reichte. Soweit ich es gehört habe, hat die Versorgung wieder einmal perfekt geklappt und das ist bei einem so langen Rennen enorm wichtig.
Nach dem Aufbau der Verpflegung ging es los zum Start. Der war gut sechs Kilometer entfernt, gerade richtig zum warm fahren. Da war doch noch was, so ein drückendes Gefühl, naja das was sich immer kurz vor dem Start einstellt und was auf 84 Kilometer verdammt störend werden kann. Also bog ich kurz bevor ich den Start erreichte kurz ab und wollte das Flatterband übersteigen um ein idyllisches Gebüsch zu erreichen und schon lag ich lang! Leicht am Ellenbogen blutend erreichte ich den Start. Die besorgten Gesichter der anderen verwandelten sich nach meinen Erklärungen, wie ich das geschafft hatte, schnell zu einem breiten Grinsen. Aus Gründen der Fairnis wurden Männer und Frauen getrennt gestartet, so dass sich rund 150 Männer am Start sammelten. Startschuss, alles und zurück! Fehlstart! Toll, ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas mal beim Skaten erlebe. Also nochmal!
Das Rennen ging recht gemütlich los, es sammelten sich alle Leute, die meinten dahin zu gehören im Bereich der Spitze. Nach einigen Kilometer kam dann die Tempoverschärfung und das Feld zerriss. Die Spitze war wie immer weg und Uwe B., Olaf und ich trieben uns mal wieder in der ersten Verfolgergruppe rum. Diese formierte sich und an der Spitze sammelte sich eine Gruppe, die das Tempo machte. Auf den nächsten 40 Kilometern passierte dann nichts aufregendes mehr, außer dass einige schwächere Skater verloren gingen. Aber das Tempo der Gruppe sank immer weiter ab, so dass ab und zu stärkere Leute mal nach vorne rausfuhren. An der einen Steigung war es dann soweit. Es gab wieder einen Ausriss und diesmal ging ich gemeinsam mit einem weiteren Skater mit. Aber der Gedanke die nächsten 30 Kilometer zu dritt fahren zu müssen war mir nicht so ganz geheuer. Bald kamen aber noch vier weitere aus der alten Gruppe zu uns auf, so dass es gut weiterging. Leider konnten Olaf und Uwe B. uns nicht folgen. Am Ende kam es zum Spurt mit fünf Mann. Mit einem Hundertstel nach 84,39 Kilometern rettete ich mich als erster der Gruppe über die Ziellinie. Olaf konnte sich in der alten Gruppe gut halten und kam kurz nach uns ins Ziel. Uwe B. hatte Probleme und musste sich zurückfallen lassen, so dass er nur kurz vor Uwe M. ins Ziel kam.
Hoffnungen auf größere Erfolge hatten sich die beiden Ra(e)iner gemacht. Dass es für Rainer nicht ganz gereicht hat, war mir schon im Ziel klar, da Walter Liebertz in meiner Gruppe war, aber Platz zwei auf der Deutschen Meisterschaft ist ja auch nicht schlecht!
Noch besser hat es Reiner erwischt. Mit seinen Konkurrenten immer zusammen laufend hatte er am Ende die meisten Reserven und konnte sich mit 8,9 Sekunden Vorsprung den Deutschen Meistertitel sichern. Auch Uwe M. gelang es noch unter der magischen 3-Stunden-Grenze zu bleiben, während Michael mit seinen neuen Schuhen doch noch nicht so gut zurecht kam und sich unter Schmerzen ins Ziel quälte.
Für Dirk war es das erste Rennen dieser Art und sein einziges Ziel war das Ziel zu erreichen. Das schaffte er auch locker in unter vier Stunden. Thomas C. hatte irgendwie keinen so guten Tag erwischt und blieb ein wenig unter seinen Möglichkeiten, während Hans-Christian mit 3:19 gut unterwegs war.
Bei den Frauen konnte Yvonne in der ersten Verfolgergruppe mitlaufen und konnte sich den achten Rang der Gesamtwertung sichern und damit gleichzeitig niedersächsische Landesmeisterin werden.
Christhild und Ina waren wieder einmal gemeinsam unterwegs bis ein Sturz Christhild zu Boden zwang. Nachdem sie der mit ihr gestürzten Doris aus Kiel (früher Nienhagen) geholfen hatte, mussten beide eine einige Kilometer lange Aufholjagd starten, bis sie ihre Gruppe wieder erreicht hatten. Trotzdem reichte es für Christhild zum fünften in der W40 und für Ina zum zehnten der W30.
Nachdem sich alle im Ziel gesammelt hatten, gab es viel zu erzählen. Aber auch wieder viel zu essen am kostenlosen Buffet der IGAS-Wendland. Noch ein wenig auslaufen und dann duschen. Natürlich blieben wir zur Siegerehrung, wann hat man denn schon mal jemanden aus seinem Verein ganz oben auf dem Treppchen? Aber egal welche Platzierung am Ende für den einzelnen herausgekommen ist, es ist schon eine beachtenswerte Leistung diese Distanz in unter vier Stunden überhaupt zu bewältigen.
Ein dickes Dankeschön gilt natürlich auch unseren beiden Versorgern an der Strecke Tatjana und Peter!

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

Männer

Name
Zeit
Platz / AK
22.
Thomas Rumpf
2:39:15
8. / M30
38.
Olaf Hermann
2:45:10
16. / M30
45.
Rainer Rudolph
2:50:22
2. / M50
48.
Uwe Baumgarten
2:53:51
18. / M30
65.
Uwe Müller
2:56:31
20. / M30
76.
Michael Gärtner
3:00:11
22. / M30
80.
Reiner Ertel
3:01:53
1. / M60
Hans-Christian Freitag
3:19:22
17. / M40
Thomas Clasing
3:41:07
22. / M40
Dirk Meishner
3:58:14

Frauen

4.
Yvonne Hommel
2:42:26
7. WHK
23.
Christhild Nolte
3:37:16
5. W40
33.
Ina Rehwinkel
3:37:19
10. W30

Berlin City-Night – 04.08.2001

10. City-Nacht auf dem Kurfürstendamm

Ein ganz besonderer Lauf in der Reihe der SCC Aktivitäten „RUN BERLIN RUN“ ist der City-Nachtlauf über 10 Km auf dem Kurfürstendamm. Das gilt gleichermaßen für Läufer, als auch für die Zuschauer, die sich das läuferische Ereignis am Straßenrand nicht entgehen lassen wollen. Da ich, Rainer R., mich sowieso an diesem Wochenende in Berlin befand, wollte ich die Gelegenheit nutzen, und meine neuen Skates unter Wettkampfbedingungen testen.
An einem lauen Sommerabend auf dem vom Verkehr befreiten Kurfürstendamm entlang zu skaten, das hat sein eigenes Flair und motiviert; dachte ich. Aber gut eine Stunde vorm Start ging ein wolkenbruchartiger Schauer mit orkanähnlichen Winden über Berlin nieder, daß man auf dem Kuhdamm eher hätte Bootfahren können als zu skaten. Meine nigelnagelneuen Lager (BONT-Mini-Ceramic) wollte ich natürlich nicht ruinieren, Regenrollen hatte ich leider nicht dabei, aber die herkömmlichen 83-er KOPP-Rollen, die ich im Umkleidezelt montierte.
Ca. 15 Min. vorm Start hörte es auf zu regnen und ich rollte zum Startbereich. Pünktlich um 19:30 Uhr erfolgte der Startschuß und es kamen alle ohne Sturz (jedenfalls die vor mir startenden) auf die 2,5 km lange Pendelstrecke. Da ich sehr vorsichtig das Rennen anging, mußte ich mich wieder nach vorne kämpfen. Das gelang mir ganz gut, da ich mit der vielen Nässe wohl doch noch besser zurechtkam als viele, die vor mir gestartet waren. Obwohl, es war verdammt glitschig und wurde ein ziemlicher Eiertanz, besonders an den Wendepunkten wurde es sehr kritisch und somit auch sehr langsam, aber Dank meiner besseren Kurventechnik machte ich auch da immer ein oder zwei Plätze gut und schlitterte nach ca. 22 Minuten durchs Ziel.
Bei der 10. City-Nacht 2001 auf dem Kurfürstendamm beteiligten sich mit neuer Rekordzahl mehr als 6.000 LäuferInnen und SkaterInnen.

Celle 07.08.01
Rainer Rudolph

Ergebnis:

Name
Zeit
Platz / AK
Rainer Rudolph
22:17
1. / M55

Hamburg HafenCity – 15.07.2001

Einmal über die Köhlbrandbrücke auf Skates…

Es hörte sich alles recht witzig und reizvoll an: Durch den Hamburger Hafen, entlang den Elbdeichen auf neu asphaltierten Straßen und auf die Köhlbrandbrücke hinauf. Also hatten Yvonne, Michael, Uwe M. und ich in Hamburg gemeldet. Morgens um 7 ging es los. Nach kurzen Suchen hatten wir dann auch die richtige Zufahrt in den Hafen entdeckt. Also Startnummern holen. Auf Nachfragen gab es keinen Blockstart und keine Chance in die Gruppe der Topleute noch hinein zu kommen. Also hieß es eine halbe Stunde vor dem Start direkt an den Startlinie zu warten.
Zuvor hatten wir noch den Streckenplan durchgelesen: „Viele Schienen der Hafenbahn“ und „Scharfe Rechtskurve, Abfahrt und anschließend scharfe Linkskurve in eine enge Unterführung hinein… mit Matten gesichert“ oder „Baustelle, enger Radweg mit Verschränkungen auf der Brücke“. Anschließend machten wir uns ernsthaft Gedanken, ob man nicht lieber mit Vollschutz laufen sollte.
Am Start hatten sich eine ganze Reihe bekannter Leute genauso zeitig gesammelt. Viele hatten schlauerweise die linke Spur gewählt, da rechts nach wenigen Metern eine Verengung unnötige Aufregung versprach. Wir kamen jedenfalls gut weg und fanden uns bald zusammen mit den Spitzenläuferinnen in einer großen Gruppe wieder. Leider wurde die flotte Fahrt immer wieder von Bahngleisen gestört. Auch Brückenanstiege störten den Rhythmus. Auch die häufigen Tempowechsel ließen mich nach 12 Kilometern von der Gruppe abreißen. Mit mir hatten sieben weitere den Beschluss gefasst die große Gruppe ziehen zu lassen. Es harmonierte gut in der kleinen Gruppe und wir kamen flott vorwärts, so dass ich mir die Prognose nicht verkneifen konnte, dass wir noch viele aus der anderen Gruppe einsammeln würden. So kam es dann auch. Bis auf 20 Mann wuchs unsere Gruppe, bis sie dann durch einen üblen Sturz wieder reduziert wurde (gute Besserung Colette!). Der Superreaktion meines Vordermannes habe ich es zu verdanken, dass ich es gerade noch verhindern konnte über die Gestürzten auch noch ins Stolpern zu geraten.
Bei den oben genannten schwierigen Stellen war ich ganz froh in einer kleineren Gruppe unterwegs zu sein. Es war zum Teil recht haarig, wie es da abging. So landete nach einer Kurve, die einer Abfahrt folgte, unsere gesamte Gruppe auf der linken Fahrbahn der Straße. Nur Warum stehen denn hier Sperrbarken mitten auf der Strecke? An den entsetzten Blicken der Ordner erkannten wir, dass für uns wohl nur die rechte Straßenseite eingeplant war… Zum Glück kam gerade kein Auto, es hätte das Feld signifikant reduziert.
An der 40 km-Marke zeigte die Uhr irgendetwas von 1:15:…, auf einer normalen Strecke wäre es gemütlich eine Zeit unter 1:20 geworden. Nicht aber hier. Die Gruppe zerfiel und jeder kämpfte nur noch gegen die Steigung. Einige Leichtgewichte zogen locker an mir vorbei, andere fielen zurück. Hier lernt man jedes Kilogramm unnötigen Specks auf den Rippen persönlich kennen. Als ich oben ankam, stand die Uhr bei 1:21:23. Die Aussicht war nicht so toll, dass es die Anstrengung gelohnt hätte, aber es gehört zu den Rennen, die man einmal mitgemacht haben muss.
Eine Minute nach mir traf Yvonne mit der folgenden Gruppe ein. Uwe und Michael waren das Rennen teilweise gemeinsam gelaufen. Michaels Kraft hatte Uwe nur sein Gewicht beim Anstieg entgegen zu setzen und musste ihn so auf dem letzten Kilometer eine Minute ziehen lassen. Beide kamen aber am Ende auf Superzeiten, Uwe sogar auf eine neue persönliche Bestzeit (ohne H-CE) ins Ziel. Busse brachten uns zurück zum Start, wo es dann noch Medaillen und Blumen für die Frauen gab. Aus Mangel an Duschen haben wir uns recht schnell auf den Heimweg gemacht.

Fazit:

  • Ich werde nie wieder vor einem Rennen Pflastersteine verlegen. Scheiß Muskelkater!
  • Schraubt bloß die Schienen fest, meine waren im Ziel nicht an der Stelle, wo ich am Start mal hingesetzt hatte.
  • Wer das im nächsten Jahr laufen will, sollte sich rechtzeitig Gedanken zu seinem Übergewicht machen.
  • Ohne das Hafengebiet und die Köhlbrandbrücke hätte es ein echt schnelles Rennen sein können.

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
58.
Thomas Rumpf
1:21:23
8. / M35
72.
Yvonne Hommel
1:22:30
5. / WHK
105.
Michael Gärtner
1:25:44
23. / M30
126. Uwe Müller
1:26:49
24. / M35

 

Wedel – 01.07.2001

Im Sonnenschein über Schafscheiße rasen…

Pünktlich um 6:00 Uhr sammelten sich alle in Groß Hehlen. In drei Autos ging es dann durch einen vielversprechenden Sommermorgen in Richtung Hamburg nach Wedel. Dank Rainers Erkundungen und Alfreds Navigationssystem fanden wir sicher den Ort des Geschehens.
Nach dem üblichen Hallo und dem Einsammeln der selbstständich angereisten Teammitglieder ging es ans Warmfahren und dem Aufbauen am Start. Insgesamt 12 Aktive vom Skate-Team hatten sich an der Startlinie versammelt.
Die Strecke führte uns über wunderbar glatte Bundesstraßen trotz des leichten Gegenwindes in rasender Geschwindigkeit Richtung Westen. Uwes Versuch mit der Spitzengruppe mitzugehen scheiterte bald, und so fanden sich Yvonne, Uwe, Olaf und ich mal wieder in der ersten Verfolgergruppe zusammen mit vielen Bekannten wieder. Die 10-Kilometer-Marke wurde nach knapp über 18 Minuten passiert, das versprach noch richtig gut zu werden. Das Vergnügen wurde aber bald gebremst. Die Steckenführung ging jetzt über kleine Wirtschaftswege durch das Marschenland. Enge Kurven ließen die meisten Skater bremsen. Die, die nicht bremsen wollten, durften sich Gartenhecken von innen betrachten. Dementsprechend sank das Tempo. Unsere Versuche aus der Gruppe mal auszureißen scheiterten genauso, wie die der anderen Teams. Die Gruppe war einfach zu stark.
So irgendwann nach der Halbzeit erreichten wir die angekündigte Deichstrecke. Auf dem schmalen Deichweg ging es jetzt mit Rückenwind weiter. Ein Reinigungswagen hatte noch kurz zuvor die Schafscheiße, so gut es ging, von der Strecke beseitigt. Wie man sich auf dem trotzdem noch grünlich-braun schimmernden Asphalt bei einem Regenrennen gefühlt hätte, mag sich jeder selber ausmalen. Jeder Positionswechsel lief nur noch mit dem goodwill der Mitskater. Die Strecke war einfach zu schmal. Aber auch die Ausrissversuche hielten sich in Anbetracht des nahenden Ziels in Grenzen. Andere Gruppen wurden in diesem Bereich noch durch vereinzelte Schafe zum abrupten Halt gezwungen, da irgendwo ein angetrunkener Trollo ein Gatter offen gelassen hatte. Naja, halt ein Rennen auf dem Lande… .
Die Strecke führte nun durch sehr enge Kurven wieder nach Wedel hinein, die Gruppe zerriss und ich suchte die meine Chance in der Flucht zumal Uwe noch in der Nähe war. Aber es war zu früh. Jetzt riss Uwe aus. Aber auch er wurde auf der Zielgeraden wieder eingeholt. Im Zielsprint kamen wir alle vier in der Spitze der Gruppe durchs Ziel. Die Zeiten von 1:18:16 bis 19 waren traumhaft gut. Michael und Rainer hatten sich zusammen getan und Michael machte für Rainer das Zugpferd im Kampf um den M50-Nordcup. Aber gegen Walter Liebertz war an diesem Tag auch zu zweit nichts auszurichten, also blieb Platz 2 der M50.
Reiner Ertel war im Kampf um den M60 auf sich allein gestellt und einen Kilometer vor dem Ziel ereilte ihn mal wieder das Sturzpech. Weg waren die Gegner und er musste sich mit Platz 4 der M60 begnügen. Als dritter der Senioren kam Thomas C. ins Ziel und rundete ebenfalls mit einer Zeit noch unter 1:30 das Super Ergebnis des Seniorenteams ab.
Ina und Christhild hatten sich zusammen getan und Ina half Christhild beim Erreichen des 2. Ranges der W40. Die beiden lieferten eine Superleistung ab und stellten neue persönliche Bestleitungen auf. Alexandra und Alfred kamen anschließend ins Ziel, beide mit persönlichen Bestzeiten (wenn man Hannover – Celle mal außen vor lässt).
Dann kam das Warten auf die Siegerehrung. Warum muss das eigentlich immer sein? Meist überflüssige Preise werden unter den Teilnehmern verlost und die Siegerehrung zieht sich über eineinhalb Stunden hin und unsere beiden zweitplatzierten in den Altersklassen bekamen noch nicht einmal etwas überreicht.
Durch die Tatsache, dass wir unsere Mannschaften immer mit mindestens drei Aktiven vollständig an jeden Start gebracht haben, können wir nun auch im Mannschafts-Nordcup Erfolge ernten. Jetzt bei Halbzeit stehen die Männer und die Senioren jeweils auf dem 2. Rang und die Frauen verteidigen hartnäckig den Platz 3. Auch in den Einzelwettbewerben sieht es gut aus: Reiner und Rainer haben jeweils den 3. Rang, während Christhild und Jutta sich noch Hoffnungen auf Treppchenplätze machen dürfen (aktuelle Nordcupergebnisse unter http://www.rollenflitzer.de/ ).

Thomas Rumpf

Ergebnisse: (Zeiten netto, Platzierung nach Zieleinlauf)

Männer

Name
Zeit
Platz / AK
20.
Thomas R.
1:18:16,0
9. / M30
23.
Uwe B.
1:18:18,2
12. / M30
26.
Olaf
1:18:17,7
14. / M30
42.
Rainer
1:22:51,6
2. / M50
43.
Michael
1:22:52,4
21. / M30
64.
Reiner
1:26:23,8
4. / M60
69.
Thomas C.
1:28:01,5
11. / M40
120.
Alfred
1:53:00,8
12. / M60

Frauen

4.
Yvonne
1:18:18,7
3. WHK
22.
Ina
1:35:36,5
10. W30
23.
Christhild
1:35:37,2
2. W40
33.
Alexandra
1:42:20,2
17. W30

Wilhelmshaven – 24.06.2001

37 km-Einzelzeitfahren (ist stinklangweilig)

Irgendwie ließ sich keiner so recht überreden nach Wilhelmshaven mitzukommen. Da das Auto aus diesem Grund recht leer war, beschlossen wir kurzerhand das Rennen als Familienausflug zu nutzen. Viele Teilnehmer waren nicht erschienen. Das unrühmliche Ende des letztjährigen Rennens 200 Meter vor dem Ziel an der geöffneten Klappbrücke hatten doch einige Teilnehmer dem Veranstalter recht übel genommen. So war es einfach gleich am Start in Führung zu gehen. Zu zweit zogen wir dem Rest des Feldes davon. Leider war mein Partner stärker, als erwartet und ich musste ihn bei Kilometer 5 davonfahren lassen. Da stand ich nun mit meinem Vorsprung vor der Verfolgergruppe. Also erst einmal den eigenen Rhythmus finden und an dem Wendepunkt mal schauen was die anderen machen. Die Verfolger sahen mich und witterten die Chance meine 500 Meter Vorsprung einzuholen. Also lief ich ruhig weiter und erwartete eigentlich von ihnen eingefangen zu werden. Aber mit Erstaunen stellte ich am nächsten Wendepunkt fest, dass ich meinen Vorsprung etwas ausgebaut hatte. Also, weiter so. Jetzt mit dem Wind wuchs der Vorsprung noch weiter an, so dass ich es nach der Halbzeit etwas ruhiger angehen lassen konnte, zumal der Führende keine Anstalten machte einzubrechen. An der letzten Wende sah ich, dass sich die Verfolgergruppe geteilt hatte. Jetzt war mir klar, dass sie keine Chance mehr hatten heranzukommen. Noch einmal ein paar Kilometer kräftig treten um ja nicht in Sichtweite zu kommen, dann war es geschafft.
Fazit: Marathon alleine laufen ist stinklangweilig. Zum Glück gab es die fünf Wendepunkte, so dass ich gelegentlich mal ein paar Gegner sah.
Ironie der Veranstaltung: An diesem Tag öffnete sich die Klappbrücke nicht einziges Mal.

Thomas Rumpf

Ergebnis:

Name
Zeit
Platz / AK
2.
Thomas Rumpf
1:28:43
1. / M30

Bremen -Bladeday- GVZ-Marathon – 03.06.2001

Bremen im Regen

Oh, war das ein Scheißwetter! Pünktlich schlugen morgens um 8:00 Uhr Olaf und Uwe bei mir auf um nach Bremen zu fahren. Allen Prognosen zum Trotz: Es war trocken! Leichter Optimismus kam auf, der aber bei Verden auf der Autobahn von einem Regenguss weggewaschen wurde. Meine Hinweise auf gelegentliche Wolkenlücken begannen langsam an Olafs Nerven zu zerren.
Wir erreichten den Ort des Geschehens. Vereinzelte Speedskater zeigten uns an, dass wir nicht gänzlich falsch waren. Uwe meldete das Fun-Race nach, Olaf und ich holten unsere Startunterlagen für den Marathon ab. Ein angenehmer Nieselregen ließ Uwes Lager bald quietschen. Er machte sich fertig für’s Rennen. Gegen 10:00 Uhr stellte sich für ihn die Frage: Wo ist der Start? Bei den Organisatoren erfuhren, dass es der blaue Strich auf der Straße sei und die Startzeit sei auf 10:15 Uhr verschoben.
Pünktlich um 10:15 Uhr in netten Landregen sammelt sich das Feld zum Fun-Race: Uwe steht allein vor der blauen Linie auf der Straße, neben ihm der Cheforganisator. Uwe wird ohne Rennen zum Sieger erklärt und erhält als Preis kostenloses Startrecht für den Marathon. Dann wird die Startzeit des Marathons verschoben, weil das Wetter ja noch besser werden könnte. Und dann kam doch noch das Wunder: Der Dauerregen machte seinem Namen keine Ehre mehr. Der heftige Nordwestwind blies die Straße langsam trocken und auch noch vereinzelt Sonnenschein.
Pünktlich ging es dann los. Den Wind im Rücken, die Straße noch stellenweise feucht rasten wir los… .

Die vereinzelten nassen Passagen ließen dann doch einige etwas unvorsichtigere Leute engeren Kontakt mit dem Asphalt aufnehmen.
Ich fand mich unter bekannten Gesichtern in der ersten Verfolgergruppe wieder. Olaf, etwas vorsichtiger, tummelte sich ein wenig weiter hinten. Uwe beschloss die Sache lieber sein zu lassen, wie Weise von ihm! Zu Beginn der zweiten Runde kam, was kommen musste: Erst freuten wir uns noch über den auffrischenden Rückenwind und ich machte mir noch Gedanken, dass ich die falschen Rollen für eine komplett trockene Strecke drauf hatte. Dann auf dem Gegenwindstück kam ein Hagelschauer über uns. Mit der Hand die Augen schützend ging es im Blindflug weiter. Nach diesem Stück, das allen an den Kräften gezerrt hat, fingen vorn auch noch Spielchen an und mit fünf Mann und einer Frau gelang uns der Ausriss. Bei der nächsten Vorbeifahrt an der Zeitnahme stieg Michael aus Kiel entnervt aus. Kurz danach entschied sich der nächste für einen Alleingang, wir ließen ihn fahren, soll er doch. Zu viert harmonisch zusammen arbeitend liefen sich die Runden durch den inzwischen zurückgekehrten Landregen recht ruhig. In der letzten Runde noch einmal ein Ausriss, ich ging mit und wir waren nur noch zu zweit. Als mein Partner meinte, dass wir um Platz 7 oder 8 laufen würden, konnte ich es kann glauben. Bis kurz vor dem Ziel fuhren wir sauber zusammen und erst auf den letzten 100 Metern wurde gesprintet. Ich hatte wohl ein wenig mehr Grip an den Rollen und konnte mir knapp den 7. Platz sichern und damit auch noch 3. in der M30 werden. Olaf verstand nicht so recht, wie man es wagen konnte bei dem Wetter so schnell zu fahren und begnügte sich mit den 19. Platz bzw. 10. in der M30.
Das im Anschluss geplante Mannschaftszeitfahren fiel aus. Das Salomonteam wollte nicht aus Mangel an Preisgeldern. Wir wollten nicht im Regen, außerdem fehlte die dritte Mannschaft. Als die dann auftauchte hatten wir schon unsere Skates zerlegt und uns seelisch auf den Heimweg vorbereitet.

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

Name
Zeit
Platz / AK
7.
Thomas Rumpf
1:34:32
3. / M30
19.
Olaf Herrmann
1:43:42
10. / M30

 

Hannover – Celle Marathon – 27.05.2001

Das Skate-Team Celle liefert überzeugende Gesamtleistung ab:
25 gingen an den Start, 24 kamen an!

Der in diesem Jahr zum ersten Mal veranstaltete Marathon von Hannover nach Celle stand ganz im Zeichen der Fitness- und Freizeitskater. Dies war nicht zuletzt daran zu erkennen, daß das Zeitlimit auf großzügige 3:30 festgesetzt war, die Hindernisse auf der Strecke sehr sorgfältig mit Strohballen gepolstert waren und die Strecke vorbildlich beschildert war.
Das Wetter (und damit auch der Asphalt) war trocken. Die Lufttemperatur von ca. 22 Grad am Startbereich in Hannover-Lahe war ideal.
Der Renntag begann um 08:00 an der Parkpalette des Celler Badelandes. Hier startete der Bustransfer, der die Skater von Celle zum Start nach Hannover bringen sollte. Die Fahrtstrecke verlief teilweise auf der bereits präparierten Marathon-strecke, was den Wunsch entstehen ließ, sofort die Skates unterzuschnallen um selbst zum Start zu Skaten.
In Hannover am Hotel Föhrenhof angekommen, wurde erst einmal ein Stück der Wiese beschlagnahmt. Hier wurden die letzten Vorbereitungen vorgenommen. Unverzichtbare Technikgespräche, Nachziehen der Achsen -bzw. wer hat noch eine in Reserve mit, für die die in Paris verloren ging-, letztes Mutzusprechen und die obligatorische Banane ließen die Stunde bis zur Startaufstellung wie im Skatetempo vergehen.
Die Startblöcke waren gut abtrassiert, so daß jeder der 2000 Teilnehmer wußte, wo er hingehört. Vorn die ca. 50 Hand-Biker (unsere Freude, die sportlichen Rollstuhlfahrer), danach die Speedskater (für die es um Nordcup-Punkte ging), gefolgt von der Fitnessskater-Startaufstellung. Diese größte Gruppe beanspruchte die Startblöcke drei bis acht.
Die schnellen Hand-Biker und Speedskater starteten zuerst um 10:00 Uhr bzw. 10:05 Uhr. Diese sollten schließlich den regulären Rennverlauf nicht behindern, und zudem die Gelegenheit bekommen, vorne weg ihr eigenes Rennen zu fahren.
Gleich dahinter starteten die Fitnessskater Block für Block mit jeweils einigen Minuten Abstand.
Für die vielen Fitnessskater, insbesondere die Marathon-Neulinge kam es in erster Linie darauf an, aus eigener Kraft und unversehrt die Ziellinie am Celler Badeland zu überfahren. Demzufolge war der Spruch des Tages: „Hauptsache ich komme durch“.
Die Strecke verfügte nur über wenige schwierige Passagen. Insbesondere die interessante Abfahrt mit anschließender Linkskurve in Burgdorf brachte Salz in das Rennen – machte aber im Vorfeld auch vielen Erst-Marathonis Angst. Es sollte sich zeigen, das einige Skater hier tatsächlich nicht zurecht kamen, und von ihren Protektoren Gebrauch machen mussten. In Watlingen waren 12 Meter Kopfsteinpflaster mit einer besandeten Metallplatte abgedeckt. Die etwas problematische Auf- und Abfahrt der Platte wurde mit 12 Meter Supergrip belohnt. Auf der Strecke von Nienhagen nach Celle-Burg wurde man wegen des rubbeligen Teerbelages kurz vor Schluss noch einmal so richtig durchgeschüttelt. Insgesamt betrachtet war die Strecke mit ihren langen Geraden, den begeisterten Zuschauern und den interessanten Ortsdurchfahrten die ideale Skatestrecke, die an Attraktivität der Berliner und Hamburger Strecke in nichts nachsteht.
Der leichte Westwind kam über weite Strecken schräg von hinten – und nur selten von vorn. Diese Gesamtumstände brachten den meisten Skatern ein Erfolgserlebnis der besonderen Art, indem das selbstgesteckte Ziel nicht nur erreicht, sondern zum Teil erheblich übertroffen wurde.
Für das Skate-Team Celle gingen folgende elf Teilnehmer ohne vorherige (Skate-) Marathonerfahrung an den Start: Cecilia Knaup v. Gebhardt, Hartmut Boehme, Heinrich (Heiner) Grabenhorst, Rüdeger Baumann, Rainer Belde, Swantje Nanke, Karin Battermann, Marion Müller, Sonja Rumpf, Gabriele Scharping und Christine Tinnefeld. Jeder einzelne dieser Gruppe hat seinen besonderen Einsatzwillen unter Beweis gestellt und eine herausragende Leistung gezeigt. Chistine hatte von allen die ungünstigsten Voraussetzungen, da sie erst kurz auf den Rollen ist, noch keine ausreichender Skatepraxis sammeln konnte. Sie tat das unter diesen Umständen richtige, und ließ sich den Rest der Strecke vom Bus mit ins Ziel nehmen, was ihrer Leistung keinen Abbruch tut. Besonders einprägsame Erinnerungen konnte Heiner sammeln, der bereits im ersten Rennviertel nach einer Verhakelung mit einem anderen Skater eine Bauchlandung hinter sich hatte. Trotz großflächiger Abschürfungen und zerissenem Rennkombi hat er sich bis ins Ziel durchgekämpft und auch noch eine gute Zeit geschafft. Rainer B. machten seine Skates Probleme. An mehreren Stellen begann es zu scheuern. Bis ins Ziel konnte er es ignorieren – aber dann… .
Die fünf Fitnesskater mit Marathonerfahrung: Jutta Freitag, Ina Rehwinkel, Alexandra Herr, Christhild-Elisabeth Nolte und Alfred Ostertag. Unter diesen spürte man die besondere Art der Motivation sich selbst und der Welt zu zeigen, daß man an sich gearbeitet hat, und nun zu neuen Bestleistungen aufgebrochen ist. Dieses „Ziel der Ziele“ haben alle fünf mit Bravour geschafft. Schließlich waren sie innerhalb ihrer Altersklassen ganz vorn mit dabei. Jutta schaffte sogar das Kunststück auf Platz 1! in der W40. An diesen neuen Maßstäben wird man die fünf zukünftig messen!
Die neun schnellsten Skater unserer Truppe: Thomas Rumpf, Olaf Herrmann, Rainer Rudolph, Michael Gärtner, Rainer Ertel, Uwe Müller, Stefan Schmidbauer, Thomas Clasing und Hans-Christian Freitag waren mit ihren bisherigen Bestzeiten von unter 1 Std.45 Min. als Speedskater klassifiziert, und berechtigt im entsprechenden ersten Feld zu starten.
Dem Startschuss folgte wie üblich das Bestreben, so schnell wie möglich nach vorn aus der Starterpulk wegkommen. Das starke Gedränge, wenn einige hundert Skater auf Kommando losfahren und durch die Abstoßbewegung doppelt so viel Platz brauchen wie vorher, ist nicht zu verhindern. Es ist jedesmal Glückssache aus dem Starterfeld unbeschadet herauszukommen.
Mit dem Wissen, daß gute Ergebnisse zu einem guten Teil durch Taktik bestimmt werden, wurde bereits auf den ersten 500 Metern nach ungefähr gleichstarken Skatern Ausschau gehalten, mit denen man die ersten Kilometer, vielleicht auch das ganze Rennen in einer Gruppe fahren konnte.
Thomas R. und Olaf entschieden sich, in der ersten Verfolgegruppe zu fahren. Wie sich später herausstellen sollte, wären die beiden in der Führungsgruppe besser aufgehoben gewesen, da die eigene Gruppe ziemich bald zu Schwächeln anfing. Nach einem Sturz verlor Olaf den Anschluß und mußte in der dritten Gruppe weiterfahren. Diese war so stark, daß sie auf Thomas auffahren konnte, so daß die beiden wieder vereint fahren konnten.
Für die nachfolgende Gruppe entschieden sich Rainer R., Michael, Rainer E. und Thomas C.. Danach fuhren Hans-Christian, Stefan und ich (Uwe).
Unsere Gruppe bestand aus anfangs aus 8-10 Fahrern. Bereits auf den ersten Kilometern haben wir einige Fahrer aus der Gruppe verloren, darunter auch Hans-Christian, dem durch ein Mißverständnis die Wiedereingliederung in die Gruppe unmöglich gemacht wurde, nachdem er sich an der Spitze verausgabt hatte. Nachdem wir an eine vor uns fahrende kleine Gruppe Anschluss fanden, hatten wir unsere alte Gruppenstärke wieder.

Nach und nach stellte sich heraus, daß nur fünf Fahrer in der Lage waren Führungsarbeit zu leisten. Diese wechselten sich in der Folgezeit ab. Der Rest fuhr Windschatten pur. Erst kurz vor dem Ziel überholten wir Thomas C., der in Nienhagen den Anschuß an seine Gruppe verloren hatte, und nach einigen Kilometern Alleinfahrt auch nicht mehr die Kraft hatte sich unserer Gruppe anzuschliessen. Nach der letzten Kurve setzten Stefan und ich den Endspurt an, der uns Platz 3 und 1 von acht innerhalb unserer Gruppe einbrachte.

Uwe Müller

Ergebnisse:

Fitnesswertung

Name
Zeit
Platz / AK
7.
Jutta Freitag
1:36:50
1. / W40
8.
Ina Rehwinkel
1:36:50
6. / W30
10.
Alexandra Herr
1:38:25
7. / W30
14.
Christhild-Elisabeth Nolte
1:39:19
5. / W40
15.
Cecilia Knaup v. Gebhardt
1:39:20
8. / W30
20.
Hartmut Boehme
1:33:49
3. / M50
31.
Heinrich Grabenhorst
1:36:50
6. / M50
91.
Alfred Ostertag
1:42:17
5. / M60
176.
Rüdeger Baumann
1:46:28
8. / M60
293.
Rainer Belde
1:52:25
145. / M30
216.
Swantje Nanke
2:00:26
108. / W30
413.
Karin Battermann
2:11:23
204. / W30
504.
Marion Müller
2:19:26
100. / W40
529.
Sonja Rumpf
2:22:14
264. / W30
533.
Gabriele Scharping
2:23:33
106. / W40

Speedwertung

Name
Zeit
Platz / AK
14.
Thomas Rumpf
1:16:32
6. / M30
26.
Olaf Herrmann
1:16:37
11. / M30
38.
Rainer Rudolph
1:19:42
3. / M50
42.
Michael Gärtner
1:19:44
22. / M30
71.
Rainer Ertel
1:20:53
3. / M60
76.
Uwe Müller
1:23:25
31. / M30
78.
Stefan Schmidbauer
1:23:27
33. / M30
85.
Thomas Clasing
1:23:46
15. / M40
105.
Hans-Christian Freitag
1:25:48
22. / M40

Freiburg – 19.05.2001

Vom Winde verweht…

Die ersten Celler trafen sich bereits am Freitagabend in der Pizzeria in Otterndorf zur internen Pastaparty. Als Quartier diente mal wieder ein Bootshaus, diesmal das der Ruderabteilung des TSV Otterndorf. Samstag morgen trudelte man im Nieselregen in Freiburg ein, Sch… Wetter! Dazu kam noch ein heftiger Wind (Stärke 7 murmelte ein Eingeborener). Kurz vor dem Start rissen die Wolken auf. Wird das endlich trocken oder wieder nass? Ein kurzer Anruf 40 Km weiter westlich: „Wie ist das Wetter bei euch?“ „Die Sonne kommt gerade raus…“ Also die Rollen für die trockene Strecke nehmen.
Das Einzelzeitfahren war hammerhart. 10 Kilometer ohne Schutz genau gegen den Westwind. Von den zweiten 10 Kilometern mit dem Wind hat man dann nicht mehr viel mitbekommen, die waren viel zu schnell vorbei. Schön war, dass die Startabstände auf 30 Sekunden verkürzt worden waren. So begegnete man doch dann und wann mal einem anderen. Entweder erfreut, wenn man überholen konnte oder gefrustet, wenn es einen selber erwischte.
Kaum war diese Strapaze überstanden ging es in die zweite Runde. Mannschafts-zeitfahren. Als erstes waren Olaf, Uwe und ich dran. Stefan verzichtete lieber wegen Erkältung. Start und: „Aua, Scheiße!“ Olaf und Uwe hatten in perfekter Teamarbeit mich von den Rollen geholt. „Das war’s dann wohl…“ ging es uns allen im ersten Moment durch den Kopf. „Los weiter!“ kam aber als Antwort. Die ersten zwei Kilometer mussten Uwe und Olaf die Führung übernehmen, dann kam ich auch wieder in den Rhythmus. Ein Blick auf den schmerzenden Ellenbogen, nur ´ne Schürfwunde, das Bein tat noch weh, aber das muss bis nach dem Rennen warten um eines Blickes gewürdigt zu werden. Vor uns waren die Kieler ins Rennen gegangen. Sobald sie um eine Kurve fuhren, nahm ich die Zeit und merkte dass wir langsam den Abstand verkürzten. Uwe machte ähnliche Zeitnahmen und kam auch zu dem Ergebnis. Von diesem Teilerfolg vorangetrieben ging es locker zum Ziel. Dort fanden wir die Kieler gut gelaunt, denn sie hatten nach der gleichen Methode festgestellt, dass sie gegen die IGAS Wendland aufgeholt hatten. Am Ende bedeutete das für uns Platz 3 hinter Viking Rubber /Dänemark und dem SC Rosdorf vor dem Speedteam Elbe, Kiel und der IGAS Wendland. Den Senioren steckte das Einzelzeitfahren (Reiner, Rainer, Thomas C. und Hans-Christian) noch in den Knochen, so dass Thomas sich kurz nach dem Start schon aus der Mannschaft fallen lassen musste. Aber auch für sie reichte es zum dritten Rang hinter Kiel, IGAS 1 vor IGAS 2. Die Frauen (Ina und Jutta) waren als letztes vom Zeitfahren zurück gekommen und hatten so gut wie keine Pause zwischen den Rennen. Zum Glück hatten sich Christhild und Alexandra für das Mannschaftsrennen geschont. So musste sich Jutta auch schnell aus der Mannschaft verabschieden und Christhild und Alex bemühten sich nach Kräften Ina über die Strecke zu helfen. Am Ende war auch für sie der dritte Platz der Lohn hinter ST Elbe und Kiel.
Dann kam die Siegerehrung und die Überraschungen: Gold für Yvonne Hommel, Bronze in der M50 für Reiner Ertel. Meine Bronzemedaille musste ich leider wegen zweier Fehler in der Auswertung wieder abgeben, schnief…
Wer jetzt noch nicht genug hatte, der konnte noch am Nachmittag noch an den Fitnessläufen teilnehmen. Das machten dann Alex, Christhild, Harald, Felix, Olaf und Steffen.

Thomas Rumpf

Ergebnisse:

Männer

Name
Zeit
Platz / AK
17.
Thomas R.
45:09
5. LM / M30
24.
Uwe B.
45:46
7. LM / M30
39.
Reiner
49:35
3. LM / M50
46.
Rainer
50:55
5. LM / M50
55.
Hans-Christian
52:16
5. LM / M40
64.
Stefan
53:41
9. LM / M30
67.
Thomas C.
54:02
6. LM / M40

Frauen

Name
Zeit
Platz / AK
2.
Yvonne Hommel
46:41
1. LM
20.
Ina Rehwinkel
1:53:14
6. LM / W30
22.
Jutta Freitag
2:00:00
7. LM / W30

TZF Männer

Verein
Zeit
1.
Viking Rubber (Dänemark)
18:59
2.
SC Rosdorf
21:05
3.
ST Celle
22:50
4.
ST Elbe
22:58
5.
BT Kiel 1
23:02
6.
IGAS Wendland B
23:24
7.
BT Kiel II
24:19
8.
TSV Buchholz 08
26:32
9.
BT Kiel III
29:03

TZF Frauen

Verein
Zeit
1.
ST Elbe
25:59
2.
BT Kiel
29:29
3.
ST Celle
31:45

TZF Masters

Verein
Zeit
1.
BT Kiel
24:15
2.
IGAS Wendland I
25:31
3.
ST Celle
25:48
4.
IGAS Wendland I
25:52