Die diesjährige Eistour ist recht unspektakulär und führt für gut eine Woche mal wieder nach Inzell. Nachdem die Master-Sprint Games von Berlin nach Inzell umgelegt wurden, ist der diesjährige Eiskalender ein wenig zusammen geschrumpelt. Eigentlich sollte in Inzell an diesem Termin nur der übliche Masters-Sprint stattfinden und die Sprint-WM dann im März in Berlin. Aber als im September das Datum der Wiederinbetriebnahme der Berliner Eisbahn immer unsicherer wurde, übergaben die Berliner die WM kurzerhand in die bewährten Inzeller Hände.
Das Starterfeld ist etwas kleiner als üblich. Kaum Teilnehmer aus Russland, kein Japaner und nur wenige Nordamerikaner sind gemeldet. Dementsprechend wollen nur 150 Sportler aus 12 Nationen an den Start gehen, davon über die Hälfte aus den Niederlanden. Wenn Mallorca das 17. deutsche Bundesland ist, dann ist Inzell eben die 13. niederländische Provinz.
Ich hoffe, dass die steigenden Inzidenzen dem ganzen Vorhaben nicht noch einen Strich durch die Rechnung machen. Vorm Rennen gibt es noch einen verpflichtenden Corona-Test für alle Teilnehmer. Ich glaube bis ich den negativ in den Händen halte, werde ich ziemlich nervös sein.
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Eine unerwartete Weihnachtsüberraschung gab es am zweiten Feiertag: Das Eis trägt nicht nur auf der Dammaschwiese.











Mit den Plätzen sechs und neun konnten Martin Rumpf (34:39,68) und Hans Freyse (36:10,63) beim XRace in Waldow überzeugen. Anja Rumpf (43:54,45) belegte Rang drei der Juniorinnen. Thomas Rumpf (42:17,84) kämpfte sich mit defektem Skate durch.
Nach dem Rennen in Oberschleißheim reiste eine Celler Gruppe weiter nach Inzell, um dort eine Woche zu tranieren oder einfach nur Urlaub zu machen. Neben dem an diesem Ort unvermeidbarem Eisschnelllauf, stand auch Inlineskaten auf dem Programm, und das an einem besonderen Ort, der Biathlon-Arena in Ruhpolding. Wo sonst im Winter der Biathleten ihren Weltcup austragen, fegten nun die Celler Speedskater über den glatten Asphalt. Unser Respekt vor der sportlichen Leistung der Biathleten wuchs gewaltig, nachdem wir uns Runde um Runde nur die kleinen Hügel hochkämpfen mussten. Die großen Abfahrten mieden wir sicherheitshalber lieber.
Lange und kurze Wanderungen, sowie Mountainbike-Touren rundeten das Programm der Aktivitäten ab. Höhepunkt (zumindest physikalisch) für die meisten war die Nachtwanderung auf das 1493 m hohe Gruberhörndl, um dort den Sonnenaufgang zu erleben.
Üblicherweise sind es die Langstreckenmeisterschaften, die in Oberschleißheim an der Olympiaruderregattastrecke bei München stattfinden. Die Veranstalter waren in diesem Jahr aber für die Halbmarathon-DM eingesprungen. Traditionell ist die Stecke ein gutes Pflaster für die Celler. Das Herrenrennen begann aber in der zweiten Runde mit einer Schrecksekunde als Martin Rumpf in der Spitzegruppe liegend über eine Asphaltfuge stüzte. Er rappelte sich sofort wieder auf, aber die Spitze reagierte mit einer heftigen Tempoverschärfung, so dass er nicht mehr zu den Führenden aufschließen konnte. Martin ließ sich in die Gruppe mit Hans Freyse, Felix und Malte Byrne zurückfallen. Hier konnten die Celler zu viert nun die Regie übernehmen. Martin und Hans halfen den beiden jüngeren nun so gut sie konnten und bereiteten für Felix und Malte die Zielsprints vor. Am Ende gewannen so Felix Silber der Junioren und Malte Silber der Jugend. Thomas Rumpf holte sich in der der folgenden Gruppe knapp geschlagen dann noch Bronze der AK55.
Am zweiten Wettkampftag der Norddeutschen Meisterschaften in Dessau standen zunächst die 1000 m für alle auf dem Programm. Emma verpasste nach einem starken Vorlauf als neunte denkbar knapp den Finaleinzug, den der Rest schaffte. Während Martin (6.) Felix (4.) und Malte (7.) leer ausgingen, durfte sich Janek über Gold nach einem glatten Start-Ziel Sieg freuen.
Recht erfolgreich ging der erste Tag der Norddeutschen Meisterschaften in Dessau für das Skate-Team zu Ende. Mit 3 Gold, 1 Silber und 2 mal Bronze gab es reichlich Medaillen. Den Auftakt beim Medaillensammeln machte Thomas Rumpf, in dem er die 500 m der ältesten Masters gewann. Das Gleiche gelang ihm über 1000 m, über 3000 m reichte es nur für Silber. Janek Weber startete mit Bronze über 500 m und legte dann mit Gold über 3000 m Punkte in einem furiosen Rennen nach. Emma, Felix und Malte hatten inzwischen für weitere gute Platzierungen gesorgt. Das letzte Rennen des Tages war die Staffel der Aktiven. In einem dramatischen Rennen stürzten zunächst die Gastgeber, während Martin und Felix mit Gera II und Erfurt um die Positionen im Mittelfeld kämpften. Nach 12 Runden stürzte der Läufer von Gera II. Martin und Felix gaben alles auf den letzten Runden und schoben sich an Erfurt vorbei auf den Bronzerang hinter Gera I und Halle. 

Am zweiten Tag der deutschen Meisterschaft über die Einzelstrecken waren die jüngeren Alterklassen an der Reihe. Bei den Damen ging Emma Mau an den Start, aber ihr waren nur die Plätze 19, 18 und 17 über die einzelnen Strecken vergönnt. Ebenfalls in der Altersklasse der Jugend startete Malte Byrne. Gesundheitlich nicht ganz fit erreichte er die Ränge 14 und 11 über 200 m und 1000 m. Die abschließenden 5000 m ging er vorsichtig an und lief das Rennen sehr defensiv. Immer mehr Sportler konnten das Tempo der Spitze nicht halten, aber Malte schaffte es geschickt immer den Anschluss nach vorn zu halten und plötzlich nach der Hälfte des Rennens lief Malte in einer vierköpfigen Spitzengruppe. Leider konnte er deren Tempo nicht bis zum Ende durchhalten und musste sich schließlich von den Verfolgern einholen lassen. Am Ende reichte es für ihn zu Rang 11.
In der Altersklasse der Kadetten lagen die Celler Hoffnungen auf den Schultern von Janek Weber. Erwartungsgemäß qualifizierte er sich für die Finalläufe über 200 m und 800 m. Nach dem fünften Platz im Sprint erreichte er auf der Mittelstrecke etwas unglücklich nur den undankbaren vierten Platz. Also konzentrierten sich die Celler Hoffnungen auf sein abschließendes Rennen über 3000 m Punkte. Janek ging das Rennen energisch an und übernahm sofort die Führung, die er auch bis zum ersten Punktesprint behielt. Dann legte die Konkurrenz los und Janek ging bei den folgenden Sprints leer aus, aber hielt sich konsequent in der Spitzengruppe. Als am Ende die Kräfte der Konkurrenten langsam nachließen, nutzte Janek die Gelegenheit sich den dritten Punkt zu ergattern. Im Zielsprint gab Janek noch einmal alles und erkämpfte sich Rang zwei damit den fünften Punkt. Das reichte dann auch in der Gesamtwertung zu Silber.
Damit gingen die Deutschen Meisterschaften mit je einmal Silber und Bronze für Celle zu Ende. Aber auch einige weitere Finalteilnahmen und Platzierungen unter den Topten waren der Lohn für das fleißige Training im Winter.
Der erste Tage der Einzelstrecken-DM in Halle begann recht verheißungsvoll: Friederike Dobberkau erreichte, wie erhofft, das Finale im Sprint über 200 m der Juniorinnen. Im Finallauf lag Friederike nach der halben Strecke noch auf Bronzekurs, aber in der zweiten Kurve kosteten ihr technische Schwierigkeiten die erhoffte Medaille. Also blieb ihr leider nur der undankbare, aber achtbare, Platz vier.
Hans Freyse und Felix Byrne gelang hier nicht der Sprung ins Finale. Allerdings erreichte Felix im anschließenden 1000 m-Rennen den Finallauf. In diesem Lauf zeigte er sich kämpferisch. In dem hektischen Rennen meinte Felix auf Rang vier liegend schon das Ziel erreicht zu haben, aber eine Runde war noch zu laufen, so dass er unter Wert geschlagen siebter wurde.
Die große Überraschung kam dann erst nach Ende des Rennens. Felix befand sich in einer Gruppe von vier Junioren, die das Rennen beenden mussten, als sich nur noch zwei Sportler ihrer Altersklasse im Rennen befanden. Damit wurden alle vier Sportler gemeinsam auf den dritten Platz der Juniorenwertung gesetzt. Ein Novum in der Geschichte der deutschen Meisterschaften. Völlig unerwartet durfte sich Felix über eine Bronzemedaille freuen!

Als Reaktion auf die aktuellen Bedingungen haben wir vier Slideboards für das Training neu angeschafft.